Die Renault-RS27-Motoren müssen in Barcelona nicht viel Vollast ertragen

Formel 1 2013

— 07.05.2013

Renault und das "Barcelona-Mittelmaß"

Der "Circuit de Catalunya" aus Sicht der Renault-Motorentechniker: Mittelmaß in allen Belangen - Remi Taffin: "55 Prozent mit voll geöffneten Drosselklappen"



Die Rennstrecke in Montmelo nahe Barcelona ist für die Formel 1 ein beliebtes Testgelände. Der dortige "Circuit de Catalunya" hat mittelschnelle und langsame Kurven, er gilt als Referenz bei der Erkundung von aerodynamischen Stärken und Schwächen. Für die Motorentechniker bietet der Kurs allerdings nur wenige Herausforderungen. Der 4,655 Kilometer lange Kurs verlangt nach mittlerem Abtriebsniveau und stellt auch an die Motoren etwa durchschnittliche Anforderungen", sagt Renault-Einsatzleiter Remi Taffin.

"Dass dieser Kurs in mancher Hinsicht den Mittelwert aller Grand Prix-Strecken darstellt, ist ein Grund dafür, dass er als Teststrecke so beliebt ist. Die Anforderungen sind so repräsentativ, dass wir bestimmte Daten des Kurses in unserem Freigabeprozess für die Motoren verwenden", erklärt der Franzose. "Er weist eine Vielzahl von langsamen und mittelschnellen Kurven auf, die unseren Renault RS27-V8 in den unteren Drehzahlbereichen fordern. Das gilt besonders für den dritten Sektor. Andererseits fahren wir 55 Prozent der Runde mit voll geöffneten Drosselklappen."

"Die längste Vollgaspassage ist natürlich die Zielgerade. Falls der Akku der Energierückgewinnung voll geladen ist, können die Fahrer das KERS hier sogar zwei Mal einsetzen. Denn beim Überfahren der Ziellinie wird der Energiezähler ja wieder auf null gestellt", sagt Taffin. "Der doppelte KERS-Einsatz kann für Überholmanöver im Rennen wichtig sein, aber er belastet das KERS-Kühlsystem auch sehr stark. Wir gehen zwar davon aus, dass wir in dieser Hinsicht keine Probleme bekommen, weil eine effiziente Kühlung zu den Stärken unseres Pakets gehört."

"Trotzdem werden unsere Ingenieure die Temperaturen genau im Auge behalten. Ein anderer Aspekt des KERS-Einsatzes: Die Getriebeübersetzungen müssen es natürlich auch erlauben, die Zusatzpower des Systems in hohe Topspeeds umzusetzen - das ist eine wesentliche Herausforderung", beschreibt der Renault-Techniker die Aufgaben seiner Leute, die am kommenden Rennwochenende bei den Partnerteams Red Bull, Lotus, Williams und Caterham im Einsatz sein werden.

"Neben der langen Vollgasgeraden belasten auch die Höhenunterschiede des 'Circuit de Catalunya' die Triebwerke. Die erste Kurve beispielsweise führt genau in jenem Moment bergauf, wenn der Fahrer wieder beschleunigt. Das heißt: Wir müssen sicherstellen, dass der Motor ausreichend mit Benzin und Öl versorgt wird und gleichzeitig eine sanfte Drehmomentkurve erzielen, damit das Auto wegen der hohen g-Kräfte nicht aus der Balance gerät", verrät Taffin vor dem Barcelona-Rennen.

"Wir freuen uns sehr auf den Beginn der Europa-Saison. Das Ergebnis von Bahrain war noch mal ein zusätzlicher Kick. Wir haben jetzt in jedem Saisonlauf Podestplatzierungen für Renault erzielt, genau wie im Vorjahr ein Dreifach-Podium für Renault erobert und den 50. Sieg für den RS27-V8 geholt. Noch wichtiger finde ich allerdings, dass wir allen unseren Partnerteams Konstanz ermöglichen", berichtet der Franzose stolz. "So soll es weitergehen."

Fotoquelle: Renault

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