Probleme mit der Lichtmaschine, wie in Monza 2012, sollen Vergangenheit sein

Formel 1 2013

— 08.05.2013

Nach Vorfällen: Red Bull bezieht Lichtmaschine von McLaren

Nach den ganzen Problemen mit der Lichtmaschine, die Sebastian Vettel fast um den WM-Titel gebracht hätten, wechselt Red Bull in dieser Saison den Zulieferer



Sie hätte Sebastian Vettel fast den dritten Weltmeistertitel gekostet. Zweimal musste der Deutsche ein Rennen 2012 vorzeitig beenden, weil eine defekte Lichtmaschine den Dienst quittiert hat. Jetzt hat sein Team Red Bull reagiert und den Zulieferer dieses Standardbauteils für ein Formel-1-Auto gewechselt. Statt von Magneti Marelli kommt die Lichtmaschine in dieser Saison ausgerechnet von Konkurrent McLaren selbst. Das bestätigte Motorenpartner Renault, die für die Funktionalität des Bauteils verantwortlich sind gegenüber 'F1 Technical'. Alle anderen Renault-belieferten Teams sind dagegen noch mit der Variante von Magneti Marelli ausgerüstet.

Renaults Technikchef Rob White erklärt, dass jene Defekte von Sebastian Vettel in Valencia und Monza sowie von Mark Webber in Austin zur Entscheidung von Red Bull geführt haben. "Wir erlitten inakzeptable wiederkehrende Zuverlässigkeitsprobleme mit den Lichtmaschinen für den RS27-2012-Motor, den wir an unsere Teams liefern", so White. "Bei Renault übernehmen wir die volle Verantwortung für das Design und den Einbau von Motor und zusätzlichem Equipment - inklusive Lichtmaschine."

Zusammen mit Teams und Zulieferern habe Renault schon vor Ablauf der vorangegangenen Saison an Gegenmaßnahmen gearbeitet, um die Probleme auszumerzen. "Die Lösungen wurden bei den Lichtmaschinen unserer Teams angewandt, und wir werden die Situation auch weiterhin streng überwachen", verspricht der Technikchef. Über den Winter wurde auch das McLaren-Bauteil an den Renault-Motor angepasst. Dadurch kann Renault nun zwei Systeme miteinander vergleichen und hat stets noch etwas in der Hinterhand.

Theoretisch könnten also auch Lotus, Williams und Caterham die McLaren-Bauteile ordern. Doch da sich der Bedarf an elektrischer Leistung von Auto zu Auto unterscheidet, will Renault individuell entscheiden, welche Version zum Einsatz kommt. "Parallel dazu haben wir in Absprache mit unseren Teams die Stromkapazität unserer Lichtmaschinen erhöht. Um das technische und logistische Risiko zu tragen, haben wir daher mit zwei Zulieferern gearbeitet. Die Verantwortung in Versorgung und Zuliefererwahl für alle Komponenten und Montagearbeiten bleibt bei Renault."

Ein Defekt, wie 2012 in Serie beim Weltmeisterteam geschehen, soll in dieser Saison ausgeschlossen werden. Zu klein dimensionierte Lager sollen zu einer Überhitzung geführt haben, wie bei einer Überprüfung der kaputten Lichtmaschinen herauskam. Dadurch seien die Bauteile im Inneren zusammengeschmolzen, was die Energielieferung natürlich komplett abstellte. Ohne Energie führten leere Batterien zum Stopp des RB9. In den bisherigen vier Überseerennen gab es bisher aber keine Beanstandungen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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