Alan Permane, Pat Fry und James Allison im Gespräch: Vertragsanbahnung?

Formel 1 2013

— 09.05.2013

Allison: Geht die Reise nach Maranello?

Nach seiner Kündigung bei Lotus steht James Allison offenbar vor einer Rückkehr zu Ferrari - Fernando Alonso würde jedenfalls gerne mit ihm zusammenarbeiten



Bereits im Winter kamen erstmals Gerüchte auf, wonach James Allison seinen Posten als Technischer Direktor des Lotus-Teams räumen könnte, diese wurden von Teamchef Eric Boullier jedoch dementiert. Nun ist es tatsächlich so weit: Gestern sickerte durch, dass Allison gekündigt hat und Nick Chester sein Nachfolger wird. Nun gehen die Spekulationen los, wer Allisons nächster Arbeitgeber werden könnte.

Vieles deutet auf Ferrari hin - zum Beispiel ein sehr halbherziges Dementi von Scuderia-Präsident Luca di Montezemolo: "Ich weiß nicht, ob es stimmt. Ich muss es dementieren", sagte dieser gestern bei einem Event in Maranello, und später fügte er an: "Wir werden etwas kommunizieren, wenn es Neuigkeiten gibt, aber wir äußern uns nicht zu Gerüchten. Und momentan sind es Gerüchte, soweit ich weiß." Was zumindest kein klares Nein ist.

Fernando Alonso würde so einen Wechsel jedenfalls begrüßen: "Ich habe eng mit ihm zusammengearbeitet und war zweimal mit ihm Weltmeister. Dann kam ich 2008/09 zu Renault zurück. 2009 war er schon Technischer Direktor. Wir waren damals mit dem Auto nicht so erfolgreich, aber wir haben ja den Lotus in den vergangenen beiden Jahren gesehen - es ist kein Geheimnis, dass er zu den besten Leuten gehört. Wir werden sehen, wo seine Zukunft liegt."

Alonso: "Hilfe ist immer willkommen"

"Er wird es sich selbst aussuchen", versucht der Spanier, die Gerüchte zu relativieren. "Vielleicht bleibt er ja auch zu Hause. Wir wissen auch nur, was gestern bekannt wurde." Und er relativiert weiter, wenn er sagt: "Am liebsten würde ich mit allen Technischen Direktoren zusammenarbeiten, denn dann hätten die anderen Teams niemanden mehr, der ihre Autos baut! Aber im Ernst: Wir arbeiten derzeit gut zusammen und sind zufrieden, aber Hilfe ist natürlich immer willkommen."

Bei Ferrari ist die technische Umstrukturierung hinter den Kulissen immer noch nicht vollzogen - so musste ja für die Entwicklung des aktuellen Autos wegen eines Upgrades des Windkanals in Maranello zu Toyota nach Köln ausgewichen werden. Allison als Verstärkung für den Technischen Direktor Pat Fry an Bord zu holen, würde vom Timing her also Sinn machen - und wenn es stimmt, dass er bereits im Winter gekündigt hat, wäre auch die branchenübliche sechsmonatige Arbeitssperre hinfällig.

Schon zu Schumacher-Zeiten bei Ferrari

Allison ist in Maranello übrigens kein unbeschriebenes Blatt: Zwischen 2000 und 2005 gehörte er dem Erfolgsteam rund um Michael Schumacher, Chefdesigner Rory Byrne und Ross Brawn an, ehe er zu Renault wechselte und dort an den beiden Alonso-Titelgewinnen mitwirkte. Sollten die Verhandlungen mit Ferrari doch noch scheitern, könnte McLaren eine weitere Alternative sein - in Woking sucht man bekanntlich einen Nachfolger für Paddy Lowe, der 2014 zu Mercedes wechseln soll.

Eines ist der Konkurrenz wahrscheinlich jetzt schon gelungen: Lotus in einer kritischen Phase zu schwächen. "Es kann negativ sein", meint Sebastian Vettel in Bezug auf Auswirkungen für Kimi Räikkönens WM-Kampagne, "es kann aber auch positiv sein. Ich kenne die Hintergründe nicht und es geht mich auch nichts an." Und Alonso entgegnet auf die Frage, ob ein Wechsel des Technischen Direktors mitten in der Saison eine Schwächung sei, lediglich: "Ich weiß es nicht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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