Niki Lauda freut sich über das Erreichte, weiß aber, dass es sehr schwer wird

Formel 1 2013

— 11.05.2013

Lauda: "Ausgangsposition ist sehr gut"

Nach der silbernen Startreihe eins hofft Mercedes-Teamchef Niki Lauda auf ein erfolgreiches Rennen, weiß aber auch, woran es scheitern könnte



Der Mercedes ist im Qualifying nach wie vor eine Macht - das beweist die komplett silberne erste Startreihe. Woher der große Unterschied zur bisher gezeigten Rennpace kommt, kann sich Teamchef Niki Lauda erklären: "Jedes Auto da draußen wärmt die Reifen anders auf. Ein Auto, das zum Beispiel bei 120 Grad Reifentemperatur anfängt, hat 30 Grad mehr Luft, bevor der Reifen kaputt geht. Wenn du schon aufgrund deiner Autoeinstellung mit 140 Grad fährst, wird es für den Fahrer schwieriger, die letzten zehn Grad abzufangen." Bei Mercedes dürfte also genau das der Fall sein. Deshalb blickt Lauda auch aufs Wetter: "Ich werde morgen erstmal aus dem Fenster schauen und hoffen, dass es kühl bleibt."

Darum müsse am Sonntag gut auf die Reifen Acht geben: "Wenn Nico und Lewis in den ersten Runden wegfahren wollen oder sich gegenseitig jagen und so eine Reifentemperatur von über 150 Grad kriegen, geht der Reifen vor allem in den Kurven sehr schnell kaputt", so der Mercedes-Teamchef gegenüber 'RTL'. Trotzdem freut er sich natürlich über die Startplätze eins und zwei: "Wir haben beide Autos nebeneinander, da kann man natürlich mehr anrichten, als würden sie weit auseinander stehen. Die können morgen miteinander fahren, das betrifft schon die erste Kurve. Ich glaube, dass die Ausgangsposition sehr gut ist."

Der Schlüssel zum Sieg liegt für Lauda somit einmal mehr im Reifenmanagement: "Morgen wird der Fahrer siegen, der intelligent versteht, wie weit er seinen Fahrstil anpassen muss, dass die Reifen etwa 130 Grad behalten. Wenn du diesen Peak (150 Grad; Anm. d. Red.) am Anfang nicht überschritten hast, dann kannst du danach die Speed aufbauen. Das haben Vettel und Lewis im letzten Rennen gemacht, und auch Kimi kann das. Wer das morgen schafft, wird gewinnen."

Zudem spricht der Österreicher weitere Faktoren an, die die Reifen beeinflussen können: "Es hängt natürlich auch davon ab, wie viel Luft man hat und wie die Außentemperatur ist." Entscheidend sei demnach, ob es so heiß werde, dass man gleich bei 140 Grad Reifentemperatur anfange oder ob es morgen vernünftig warm werde, sodass man sich die Reifen einteilen könne, so Lauda. Taktisch dürften die Spitzenteams aber ähnlich unterwegs sein: "Die ersten fünf, sechs, sieben Autos haben die gleiche Strategie, würde ich sagen, aber Hellseher bin ich auch nicht", gibt der dreimalige Weltmeister zu.

Fotoquelle: xpbimages.com

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