Jenson Button verzichtete schon am Freitag auf den neuen Frontflügel

Formel 1 2013

— 11.05.2013

McLaren: Neuer Frontflügel blieb sicherheitshalber in der Box

Weil man sich nicht sicher war, ob der neue Frontflügel die Flexibilitätstests der FIA bestehen würde, verzichtete McLaren im Qualifying auf einen Einsatz dieses Bauteils



McLaren kämpft auch in Barcelona mit dem Rücken zur Wand. Die Korrelationsprobleme zwischen Windkanal und Strecke machen dem ehemaligen Weltmeisterteam aus Woking auch mit einem umfangreichen Update-Paket am MP4-28 zu schaffen. So wird der neue Frontflügel im weiteren Verlauf des Wochenendes gar nicht mehr eingesetzt.

"Vor der Saison waren wir zu optimistisch", muss Martin Whitmarsh inzwischen eingestehen. "Leider hat uns die Korrelation einen Streich gespielt. Wir hofften einfach, mehr Performance zu finden als die Simulation hergab. Inzwischen sind wir, was unsere Erwartungen betrifft, realistischer geworden", so der McLaren-Teamchef.

Zwar fuhr Sergio Perez im Qualifying auf dem Circuit de Catalunya auf Startplatz neun, der durch die Rückversetzung von Felipe Massa zum achten Startplatz wurde, doch der von McLaren erwartete deutliche Schritt nach vorn blieb aus. "Wir lernen immer noch dazu und haben nach wie vor eine Menge Arbeit vor uns. Doch wir kommen langsam aber sicher dahinter", meint Whitmarsh.

Während Perez den neuen Frontflügel am Freitag zumindest kurz probierte, verzichtete Jenson Button komplett auf einen Einsatz dieses Bauteils. Der Ex-Weltmeister hatte mit den Balance-Problemen seines Autos ohnehin genug zu kämpfen und wollte sich durch eine zusätzliche Variable nicht noch mehr verwirren lassen. Ungeachtet dessen wurden über Nacht zwei neue Exemplare des Flügels nach Barcelona eingeflogen.

Wie Whitmarsh jedoch im Nachgang zum Qualifying offenbart, verzichtete man in der Zeitenjagd auf einen Einsatz dieser Flügel, weil man fürchtete, dass sie die vom Automobil-Weltverband (FIA) vorgeschriebenen Flexibilitätstests nicht bestehen würden: "Es war sehr knapp. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob sie konform sein würden. Solange man sich da nicht sicher ist, sollte man lieber von einem Einsatz absehen."

Bei den hauseigenen Tests in Woking hätten sich die Flügel zwar innerhalb der vorgeschriebenen Toleranzen bewegt, dennoch wollte man kein Risiko eingehen, da ein letzter Test in Barcelona vor Beginn des Qualifyings (mit FIA-Equipment) nicht mehr möglich war. "Egal ob Caterham, Ferrari oder wir, wir alle testen die Teile, bevor wir damit an die Strecke kommen. Die Toleranzbereiche bezüglich Steifigkeit und Dimensionen sind aber sehr eng. Deshalb werden besonders kritische Teile zusätzlich mit der FIA-Ausrüstung getestet. Wenn dieser Schritt wegfällt, geht man ein gehöriges Risiko ein", erklärt Whitmarsh die Entscheidung des Teams.

Unterkriegen lässt man sich bei McLaren vom neuerlichen Rückschlag aber nicht. Für die anstehenden Rennen in Monte Carlo und Montreal sind weitere Upgrades geplant. So soll am Freitag im Fürstentum wiederum ein neuer Frontflügel getestet werden. Zudem sind Veränderungen am Heckflügel und der Hinterradaufhängung des MP4-28 vorgesehen.

Fotoquelle: McLaren

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