Lotus-Teamchef Eric Boullier deutet an, dass James Allison zu viel Geld wollte

Formel 1 2013

— 13.05.2013

Allison-Abschied: Boullier bleibt gelassen

Der Verlust von Technikchef James Allison versetzt Lotus-Teamchef Eric Boullier nicht in Panik: "Zeit für eine Veränderung" - Vertrauen ins Personal



Mit Platz zwei in Barcelona hat sich Lotus-Pilot Kimi Räikkönen bis auf vier Zähler an den Gesamtführenden Sebastian Vettel (Red Bull) herangeschoben. Der Finne feierte zum Start ins Jahr einen Sieg in Melbourne, stand anschließend bei drei der vier folgenden Rennen jeweils als Zweiter auf dem Podium. Der Lotus E21 gilt als guter Wurf, das schwarz-goldene Fahrzeug schont die Reifen besser als viele andere Autos. Als Schlüsselfigur auf dem Weg zum Erfolg galt James Allison, der Entwurf und Bau des Boliden als Technikchef leitete.

Vor dem Rennen in Barcelona trennte sich Lotus jedoch mit sofortiger Wirkung vom britischen Ingenieur. Allison wollte seinen Vertrag bei Lotus nicht zu den vom Team gewünschten Konditionen verlängern. Mehr noch: Er steht offenbar bei Ferrari im Wort. Der Techniker war dort bereits von 2000 bis 2005 an Bord, nun soll er zurückkehren. "James Allison war nicht am Zeichenbrett und hat keine Entwürfe gefertigt. Er war nur derjenige, der eine große Gruppe von Leuten zum Funktionieren gebracht hat", relativiert Lotus-Teamchef Eric Boullier den Verlust des Technikchefs.

"Er ist ein geachteter Ingenieur, der mit dem Team viel erreicht und eine gute Arbeitsbeziehung gepflegt hat. Aber es ist an der Zeit für eine Veränderung und ich bin froh, dass wir in Enstone gut Leute aufgebaut haben - und zwar in jedem Teil des Unternehmens", so der Franzose. Womöglich hatte Allison zu hohe Gehaltsforderungen. "Wir können es uns nicht leisten, die Firma wegen eines Mitarbeiters auf's Spiel zu setzen", sagt Boullier. "In den vergangenen 30 Jahren sind viele großartige Fahrer und Technikdirektoren gegangen, aber es gibt das Unternehmen noch immer und wir kämpfen um Podestplätze. Es bricht eine neue Ära an." Lotus hat Nick Chester zum neuen Technikchef berufen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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