Die starken Männer bei Red Bull: Dietrich Mateschitz und Helmut Marko

Formel 1 2013

— 13.05.2013

Red Bull: Mateschitz hat keine Freude mehr

Dietrich Mateschitz hat keine Freude am Reifenschonen in der Formel 1: "Hat nichts mit Rennsport zu tun" - Krisengespräch mit Bernie Ecclestone



Nach insgesamt 82 Boxenstopps im Grand Prix von Barcelona hat Reifenlieferant Pirelli eingestanden, dass die Haltbarkeit der Pneus in Spanien nicht ausreichend war. Das Schonen des "schwarzen Goldes" war auch am vergangenen Wochenende der Schlüssel zum Erfolg. Der Umgang mit den Reifen ist seit Monaten wichtiger als der Speed eines Autos. "Mit Rennsport hat das nichts mehr zu tun", bringt Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz seine Enttäuschung darüber im Gespräch mit 'Autosport' auf den Punkt.

"Unter den aktuellen Bedingungen können wir nicht das Beste von Fahrzeug und Fahrern abrufen. Es gibt keinen echten Kampf um die Pole-Position mehr, es geht immer nur um das Sparen von Reifen für das Rennen", klagt der Österreicher, der sich am Sonntagabend angeblich mit Bernie Ecclestone zu einem Krisengespräch getroffen hat. Dabei sei es vornehmlich um die Thematik Reifen gegangen, heißt es. Mateschitz ist es ein Dorn im Auge, dass Red Bull die Vorteile des aktuellen Autos wegen der Reifen nicht ausspielen kann.

"Wenn wir mit unserem Auto wirklich Vollgas fahren würden, müssten wir - je nach Strecke - acht bis zehn Reifenwechsel im Rennen machen", beschreibt der erfolgreiche Geschäftsmann. Aus Sicht des Energy-Drink-Moguls sei Pirelli auf dem Weg zur Verbesserung der Show mindestens einen Schritt zu weit gegangen. "Ja, es gab den Plan, die Rennen durch mehr Boxenstopps spannender zu machen. Aber doch nicht in diesem Ausmaß. Die Situation entspricht nicht dem, was gewünscht war", meint der Boss des Weltmeisterteams.

Auch Motorsportberater Helmut Marko, Red-Bull-Teamchef Christian Horner und die Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber hatten ihren Unmut in den vergangenen Wochen mehrfach klar zum Ausdruck gebracht. Vor allem aus Sicht von Horner ist es dankbar, dass sich der "Big Boss" nun selbst einschaltet. "Dietrich ist ein extrem vitaler Bestandteil des Teams. Nicht nur, weil er der Besitzer ist und das letzte Wort hat, sondern weil er klar und umfassend erkennt, was passiert", so Horner in der 'Welt am Sonntag'.

"Auf dieser Grundlage trifft er sehr schnell klare Entscheidungen. Dietrich hat eine gute Vorstellung vom Grand-Prix-Geschäft, ohne das er sich in Detailfragen einmischt. Er lässt den Menschen Raum. Dabei ist er extrem schnell und jederzeit ansprechbar", beschreibt der Teamchef seinen Boss. "Ein ganz klarer Pluspunkt ist seine schnelle Entscheidungsfreudigkeit. Bei uns gibt es keine endlosen Diskussionen in langatmigen Meetings. Er ist ein Mensch, der die Autonomie hat, sofort ja oder nein zu sagen." Ob Mateschitz sogar mit einem Ausstieg aus der Formel 1 droht, ist nicht bekannt.

Fotoquelle: xpb.cc

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