Der Honda-Konzern kehrt 2015 in die "Königsklasse" des Motorsports zurück

Formel 1 2013

— 16.05.2013

Honda: Viel Lob für das neue Motoren-Reglement

Honda-Geschäftsführer Takanobu Ito erklärt, wieso Honda in die Formel 1 zurückkehrt, Jean Todt und Bernie Ecclestone trauen den Japanern viel zu



Spekulationen, dass sich Honda zu einem Comeback in der Formel 1 entschließen würde, kursieren schon seit einiger Zeit, die Bekanntgabe kam dann aber sehr plötzlich. Die Japaner entwickeln ihren Motor für die Saison 2015 bereits - das neue Reglement, das von Umwelttechnologien und mehr Seriennähe geprägt ist, sorgte schließlich für das zunehmende Interesse an einem Formel-1-Comeback. Heute machte man dies bei einer kurzfristigen Pressekonferenz in Tokio offiziell, an der auch Partner und McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh teilnahm.

Honda ist als Konzern dafür bekannt, den Motorsport für die Weiterbildung seiner Ingenieure zu nutzen. Legendär ist die Firmenphilosophie, die vorsieht, dass die japanischen Techniker einige Monate für die Formel 1 arbeiten, dann aber wieder in die Serienproduktion zurückkehren, während andere Kollegen ihren Platz im Grand-Prix-Sport einnehmen.

Honda von neuem Reglement begeistert

Honda-Geschäftsführer Takanobu Ito verweist auf die große Motorsport-Tradition von Honda: "Seit der Gründung ist Honda ein Unternehmen, das dadurch gewachsen ist, dass man sich Herausforderungen im Rennsport gestellt hat. Honda hat eine lange Tradition darin, unsere Technologien zu verbessern und unsere Mitarbeiter zu pflegen, indem wir in der prestigeträchtigsten Automobil-Rennserie der Welt antreten. Das neue Formel-1-Reglement mit dem signifikanten Umwelt-Fokus wird die Entwicklung unserer fortgeschrittenen Technologien sogar noch mehr inspirieren - das steht im Zentrum unserer Teilnahme an der Formel 1."

Erstmals hat das neue Motorenreglement nun einen Hersteller in die Formel 1 gelockt. Ito ist ein großer Unterstützer der kommende Saison in Kraft tretenden Regeln, wo der Verbrauch und Hybridtechnologie eine größere Rolle spielen sollen: "Wir haben den größten Respekt vor der Entscheidung der FIA, diese neuen Regeln einzuführen, die sehr herausfordernd sind, aber auch gleichzeitig attraktiv sind für Hersteller, die sich Umwelttechnologien verschrieben haben, und für die Formel-1-Gruppe, die den Sport in eine hochwertige, von enthusiastischen Fans unterstützte Top-Rennserie entwickelt hat."

Er spricht den Entscheidungsträgern in der Formel 1 seinen Dank aus, die es Honda ermöglicht haben, in den Grand-Prix-Sport zurückzukehren: "Wir möchten Herrn Jean Todt, Präsident der FIA, und Herrn Bernie Ecclesone, Geschäftsführer der Formel-1-Gruppe, unsere aufrichtige Dankbarkeit mitteilen. Beide haben sehr viel Verständnis gezeigt und mit uns kooperiert, um unsere Teilnahme an der Formel 1 in die Tat umzusetzen. Gemeinsam mit McLaren, einem der angesehensten Formel-1-Konstrukteure, werden wir in unseren Bestrebungen in der Formel 1 einen Neuanfang machen."

Todt und Ecclestone freuen sich über Honda-Comeback

FIA-Boss Todt nimmt das Honda-Comeback mit Freude zur Kenntnis und bezeichnet dies als "wichtige Entscheidung": "Die Einführung des neuen Antriebsstrangs in Form des 1,6-Liter-V6-Motors mit Direkteinspritzung und Energierückgewinnung im kommenden Jahr stellt eine sehr aufregende Herausforderung und eine Vision für die Zukunft des Sports dar."

Er schätzt die Rückkehr der einstigen Erfolgskombination McLaren-Honda stark ein: "Ich bin sicher, dass Honda in den kommenden Jahren ein starker Mitbewerber sein wird." Auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone - eigentlich ein großer Kritiker des neuen Reglements - sieht Hondas Rückkehr äußerst positiv: "Es ist ein großes Vergnügen, dass Honda wieder in der Formel 1 ist. Ihre Motorentechnologie und Leidenschaft für den Motorsport machen sie zu einem logischen Mitbewerber."

Fotoquelle: xpb.cc

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