Kaufberatung: neu oder gebraucht?

Neuer VW Golf oder gebrauchte Mercedes-Benz E-Klasse? Neuer VW Golf oder gebrauchte Mercedes-Benz E-Klasse?

Kaufberatung: neu oder gebraucht?

— 17.07.2006

Mehr als eine Kopfentscheidung

Träumen erlaubt: Auch Luxusautos werden mal älter – und damit erschwinglich. Ob sie der bessere Kauf im Vergleich zu Neuwagen sind, klären unsere alternativen Angebote in drei Preisklassen.

Der Wertverlust macht es möglich

Man könnte doch mal ... sich so einen richtig dicken, schicken Schlitten gönnen. So einen, bei dem Nachbarn vor Staunen die Luft wegbleibt. Mercedes statt Golf, Jaguar statt Mini. Oder gleich einen fetten Ferrari? Träume. Der Blick aufs deutsche Durchschnittskonto holt uns schnell in die Realität zurück. Der Betrag auf der Haben-Seite reicht vielleicht für einen Kleinwagen. Luxus-Schlitten sind doch nur Luftschlösser unserer Phantasie. Aber schön wäre es doch ...

Wir hätten da einen Tipp, wie Sie Luftschlösser auf dem Bodenblech der Tatsachen bauen: Gebrauchtwagen statt Neuware. In drei Preisklassen – bis 10.000, bis 15.000 und bis 20.000 Euro – treten in diesem Test Neuwagen gegen preisähnliche, aber gebrauchte Alternativen an.

Egal ob die Paare Hyundai Tucson (neu) gegen BMW X5 (alt) oder Opel Astra gegen Vectra heißen – möglich werden die unmöglichen Vergleiche erst durch den Wertverlust. Was Besitzer neuer Autos ärgert, freut Gebrauchtwagenkäufer. Denn nach drei Jahren bleiben bei einigen nur noch 60 bis 70 Prozent vom Neuwert übrig. Später knabbert der Verlust weniger stark am Wert.

In unserer Kostenaufstellung sorgt das für die eine oder andere Überraschung. Wer hätte gedacht, daß man für nur fünf zusätzliche Cent pro Kilometer VW Bus (T4) statt Opel Agila fahren kann? Macht pro Jahr bei 10.000 Kilometern unter dem Strich 500 Euro.

Ein gebrauchter Renault Grand Espace, Baujahr 2002, zeigt, daß Luxus am Ende sogar günstiger sein kann. Er spart unter dem Strich zwei Cent pro Kilometer im Vergleich zum neuen, aber deutlich kleineren Scénic.

Bessere Finanzierung bei Neuwagen

Wir wollen natürlich nicht verschweigen, daß im gebrauchten Blech auch Risiko steckt. Je älter, desto größer. Schließlich weiß man selten genau, wie pfleglich der Vorbesitzer mit dem Auto umgegangen ist. Und auch der Rost nagt noch gern am teuren Metall. Deshalb ist es wichtig, einem Gebrauchten besonders genau auf und unters Blech zu schauen. Natürlich bevor man die Unterschrift unter den Kaufvertrag setzt. Denn Garantie/Gewährleistung gibt es nur beim Händler, meist auf ein halbes beziehungsweise ein Jahr begrenzt. Privatleute müssen auf den gebrauchten weder Garantie noch Gewährleistung geben.

Eines konnten wir bei unseren Berechnung nicht berücksichtigen: Neuwagen werden oft mit großen Rabatten gehandelt. Zwecks Vergleichbarkeit haben wir mit Listenpreisen gerechnet. Wie hoch der jeweilige Preisnachlaß ausfällt, hängt jeweils vom persönlichen Verhandlungsgeschick ab. Außerdem gibt es Neuwagen zu günstigen Leasing- oder Finanzierungskonditionen. Beim Gebrauchten bleibt dagegen oft nur der teure Kredit der Hausbank.

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