Neuerungen für Autofahrer 2016

Neue Regeln für Autofahrer: Änderungen 2018

Das ändert sich 2018 für Autofahrer

Lkw-Maut auf Nebenstrecken, neue HU-Prüfkategorie, eCall, Crashtests, Regeln für Winterreifen, Neuberechnung der Kfz-Steuer, HU-Plakette, Fahrverbote: Das alles ändert sich 2018 für Autofahrer. Große Übersicht!
Mit dem 1. Juli wurde die Lkw-Maut deutlich ausgeweitet. Fahrer von Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht müssen jetzt auf insgesamt 39.000 Kilometern Bundesstraßen Maut bezahlen. Das soll rund zwei Milliarden Euro mehr in die Bundeskasse spülen. Dazu sieht die Neuregelung die Möglichkeit vor, die Regelung auf kleinere Landstraßen auszuweiten, um Ausweichverkehr zu verhindern. Ausgenommen sind landwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 40 km/h. Auch Busse und Schausteller trifft die Neuregelung nicht.

"Gefährlicher Mangel" bei der HU

Seit 20. Mai 2018 gibt es neue Regeln bei der Hauptuntersuchung für Pkw. Wichtigste Neuerung ist laut DEKRA die zusätzliche Prüfkategorie: "Gefährlicher Mangel". Sie gesellt sich zu den bisherigen Kategorien "Ohne Mangel", "Geringer Mangel", "Erheblicher Mangel" und "Verkehrsunsicher", und zwar unterhalb der letztgenannten. Mit "gefährlichem Mangel" bescheinigt der Prüfingenieur dem Halter, dass dieser Fahrzeugmangel den Verkehr gefährdet. Eine Fahrt direkt nach Hause oder zur Reparatur wird gerade noch als vertretbar angesehen. Bei der Einstufung in die Kategorie "Verkehrsunsicher" muss dagegen weiterhin direkt die Prüfplakette entfernt und die Zulassungsbehörde informiert werden. Die Änderung ist Teil einer Umsetzung einer EU-Richtlinie in deutsches Recht. Ansonsten änderten sich Einstufungen oder Bezeichnungen einzelner Mängel, die aber meist die Arbeit der Prüfingenieure und weniger das HU-Ergebnis für die Fahrzeughalter betreffe, so die DEKRA.

eCall seit April Pflicht für Neuwagen

Das Notrufsystem eCall soll nach EU-Vorstellungen 2500 Leben pro Jahr retten.

Damit Rettungskräfte schneller an einem Unfallort eintreffen, auch wenn die Autoinsassen sie nicht mehr benachrichtigen können, ist seit April 2018 das elektronische Notrufsystem eCall Pflicht für alle neu typzugelassenen Autos. Das System erkennt über Sensoren einen schweren Unfall und alarmiert automatisch und unverzüglich die 112. So wird wertvolle Zeit gewonnen, und die EU-Kommission hofft, jährlich 2500 Leben retten zu können. Da der Einbau des Notrufsystems aber lediglich für neue Modelle verpflichtend ist, wird seine Verbreitung lange dauern, befürchtet der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): Erst 2035 werden nahezu alle Autos mit dem lebensrettenden eCall-System ausgestattet sein, errechneten dessen Experten. 

Experten empfehlen: Unfallmelder nachrüsten!

Lebensretter im Zigarettenanzünder: Viele Autoversicherer bieten für wenige Euro pro Jahr Unfallmeldedienste zum Nachrüsten an. 

So lange muss aber niemand warten. Viele Autoversicherer bieten Nachrüstsysteme für Gebrauchtwagen an. Dieser sogenannte Unfallmeldedienst (UMD), eingerichtet vom GDV, besteht aus einem von der Firma Bosch entwickelten Stecker für eine 12-Volt-Steckdose (z.B. Zigarettenanzünder) und einer Smartphone-App. Im Falle eines Unfalls registriert der Unfallmeldestecker den abrupten Aufprall und sendet automatisch über die App eine Unfallmeldung mitsamt Position an die 112. Bei einen leichten Unfall oder Blechschaden kann per Knopfdruck manuell Hilfe gerufen werden. Der UMD soll für fast alle Fahrzeuge verfügbar sein. Ob das Smartphone kompatibel ist, lässt sich leicht auf www.umd.mobi überprüfen. Die Preise für den UMD variieren bei den verschiedenen Autoversicherern. Die ADAC Autoversicherung beispielsweise bietet den Lebensretter in den Tarifen Kompakt und Komfort Vario für neun Euro pro Jahr an. Mehr Infos zur Funktionsweise im Video:

Weitere Änderungen: Winterreifen, Crashtests, Kfz-Steuer

Video: Neue Regeln für Autofahrer 2018

Das ändert sich 2018

2018 stehen noch weitere Änderungen für Autofahrer an. Bereits seit dem Jahreswechsel gilt eine neue Regel für Winter- und Ganzjahresreifen: Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind neue Reifen nur noch mit Schneeflockensymbol zulässig. Reifen allein mit der Kennzeichnung "M+S" sind aber noch für eine Übergangszeit erlaubt. Außerdem haben sich die Typ- und Regionalklassen der Autoversicherungen geändert, was die Versicherung für einige Halter teurer, für andere billiger machte. Bei den Crashtests von Euro NCAP fordern die Prüfer künftig einen Notbrems- und Spurassistenten, denn ohne bekommt kein Auto mehr fünf Sterne.
Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig drohen in deutschen Städten erste Fahrverbote, zumindest streckenbezogen. Für neue Automodelle mit Typzulassung ab 1. September dürfte die Kfz-Steuer ab September 2018 kräftig steigen, denn dann ändert sich das Messverfahren, das der Berechnung zugrunde liegt. Auch wichtig: Fahrzeuge mit grüner Plakette auf dem Kennzeichen müssen 2018 zur Hauptuntersuchung. Und: Ab dem 1. Juli 2018 gilt auch auf allen Bundesstraßen die Lkw-Maut. Damit wird diese dann auf mehr als 50.000 Kilometern in Deutschland erhoben. Mautpflichtig sind alle Lkw ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

Das ändert sich 2018

Autoren: Maike Schade, ,

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