Preisvergleich Onlinebörse vs. Listenpreis

Neuwagenkauf online: Test von Portalen

— 25.04.2017

Soviel taugen Neuwagen-Portale

Neuwagenvermittler im Internet bieten Autokäufern häufig Riesen-Rabatte. Aber was taugen Portale wie autohaus24, APL und Neuwagen24.de wirklich? Die Tops und Flops im ADAC-Test!

Der Preis ist heiß: Wer seinen Neuwagen online shoppt, kann viel Geld sparen.

Wer online einen Neuwagen kauft, kann richtig Geld sparen: Wie der ADAC in einem aktuellen Test (April 2017) der zehn größten deutschen Online-Neuwagenportale festgestellt hat, sind Fahrzeuge im Internet durchschnittlich rund 18 Prozent günstiger als der ausgewiesene Listenpreis. Manche Modelle gibt es – in bestimmten Ausstattungen und unter gewissen Konditionen – sogar bis zu 25 Prozent günstiger!
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Neuwagen-Schnäppchen: Preisvergleich der Neuwagenvermittler

Der beste Anbieter laut ADAC: autohaus24.de

Nur zwei der zehn getesteten Neuwagenvermittler bekamen das Prädikat "gut" vom ADAC.

Doch nicht alle Online-Neuwagenbörsen sind gleich gut, wie der ADAC-Test zeigte. Im Vergleich von zehn Anbietern wurden lediglich zwei als "gut" eingestuft, einer ist nur "mangelhaft". Die besten Neuwagen-Verkaufsplattform ist laut ADAC autohaus24.de*. Schlusslicht ist das Portal "APL", das zwar mit hohen Rabatten punktete, aber beim Thema Transparenz sehr schlecht abschnitt: Es gibt "weder einen eigenen Konfigurator noch eine benutzerfreundliche Website", bemängelt der Automobildclub unter anderem.
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Es fehlt an Transparenz und Nutzerfreundlichkeit

"APL" ist keineswegs der einzige Anbieter, bei dem der ADAC mehr Transparenz und eine bessere Information der Kunden über ihre Rechte fordert – die Hälfte der getesteten Vermittler bekam hier mangelhafte Noten. Der Grund: "Informationspflichten wurden versäumt, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) nicht korrekt bereitgestellt oder fehlten völlig. Einige Anbieter behielten sich vor, diese ohne Angaben von Gründen zu ändern – was sie von Rechts wegen nicht dürfen." Detaillierte Infos zu den Stärken und Schwächen der zehn Anbieter gibt es hier.
Online-Autokauf: Gut zu wissen
Beim Onlinekauf steht dem Käufer regelmäßig ein zweiwöchiges Widerrufsrecht zu, auf das im Vertrag hingewiesen werden muss. Es gilt jedoch auch dann, wenn die entsprechende Klausel im Vertrag fehlt.
Kommt kein Kaufvertrag zustande, muss auch keine Vermittlungsleistung gezahlt werden – anderslautende Forderungen der Onlineplattformen sind meist unzulässig.
Ansprüche aus der Herstellergarantie können nach den üblichen Garantiebedingungen europaweit bei jedem Vertragshändler geltend gemacht werden – unabhängig davon, ob der Wagen online oder beim Händler gekauft wurde.
Quelle: ADAC
Auch in Sachen Nutzerfreundlichkeit hapert es laut ADAC bei den meisten Portalen ziemlich: Nur drei Mal vergaben die ADAC-Tester eine "gute" Bewertung in diesem Kapitel. Häufigster Kritikpunkt waren die Neuwagen-Konfiguratoren, die nicht das von Hersteller-Websites gewohnte Niveau erreichten. So wurden zum Beispiel nur bei vier Portalen die Nutzer während der Konfiguration deutlich auf Fehler, etwa bei der Dateneingabe hingewiesen.

Händler vor Ort: Service und Beratung haben ihren Preis

Preislich können Händler vor Ort nicht mit den Online-Vermittlern mithalten. Service und Beratung sind aber meist deutlich besser.

Vielleicht doch lieber zum Händler vor Ort gehen? Der traditionelle Neuwagenkauf mit Besuch eines Autohauses bietet gegenüber dem per Mausklick eine Menge Vorteile: Es gibt (hoffentlich) Beratung, Service, einen Ansprechparter vor Ort und auch die Möglichkeit einer Probefahrt. Doch das alles hat seinen Preis: Rein finanziell betrachtet macht der Autokäufer online den besseren Schnitt, wie der ADAC in seinem Test belegte. So wurden nicht nur online, sondern auch bei 50 Händlern in zehn deutschen Großstädten die Preise für fünf Neuwagen mit vorab festgelegter Ausstattung erfragt: BMW X3, Audi A4, Skoda Yeti, Opel Corsa und VW Golf Sportsvan. Ergebnis: Die Händler waren im Durchschnitt sechs Prozent teurer als die Internetangebote, lagen damit also ebenfalls deutlich unter der Hersteller-Preisempfehlung, jedoch deutlich über dem durchschnittlichen Online-Preis. 30 der 50 befragten Händler gewährten auch dann noch keinen weiteren Rabatt, als die Tester auf das Internet-Schnäppchen hinwiesen. Die übrigen 20 stellten daraufhin einen Rabatt von knapp unter 1000 Euro (Durchschnittswert) in Aussicht, blieben damit aber immer noch deutlich über den Online-Preisen.
Durchschnittspreise Online-Portale und Händler*
Modell VW Golf Sportsvan Opel Corsa Innovation BMW X3 Skoda Yeti Outdoor Audi A4
Herstellerpreis (UPE in Euro) 29.750 21.705 46.530 38.245 41.755
Ø Händler vor Ort über alle Städte 26.049 18.788 40.623 32.475 37.781
Ø Online über alle Portale 23.932 17.257 38.671 30.323 35.833
Die Preise bei den einzelnen Portalen im Überblick*:
autohaus24 23.651 17.566 37.668 30.263 35.826
Carneoo 25.451 17.282 39.180 30.256 35.788
ecars 23.681 17.228 38.971 30.352 35.855
APL 23.640 17.102 38.253 30.167 35.817
CarsAgentur24 22.736 17.147 38.205 30.015 35.767
Neuwagen24.de 23.592 17.195 37.668 30.467 35.763
MeinAuto.de 23.741 17.304 39.296 30.562 35.972
rabatt-auto 23.651 17.228 38.831 30.295 35.659
CARWORLD24 25.436 17.238 39.296 30.333 35.868
12Neuwagen 23.741 17.282 39.343 30.524 36.014
*) Quelle: ADAC. Die Preise sind Momentaufnahmen aus dem Test und können sich von aktuellen unterscheiden. Sie wurden bei Vertragshändlern in Hamburg, Hannover, Bremen, München, Stuttgart, Dortmund, Berlin, Frankfurt, Köln und Essen erfragt.
*Hinweis der Redaktion: autohaus24.de ist ein Kooperationspartner von AUTO BILD.

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Autor: Maike Schade

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