Opel Astra Generation K: 2015

Opel Astra K (IAA 2015): Vorstellung

— 29.05.2015

Android und Apple im neuen Astra

Auf der IAA 2015 enthüllt Opel den neuen Astra. Schon jetzt verraten die Rüsselsheimer, was das Infotainment-System des Kompakten kann!

Auf der IAA präsentiert Opel im September 2015 den neuen Astra. Um die Vorfreude zu schüren, verraten die Rüsselsheimer nach und nach Details zum Bestseller. Der Astra bekommt optional die neueste Generation des Infotainmentsystems IntelliLink R 4.0 (unsere Abbildung zeigt das Multimediasystem im Opel Karl) Zum Vergleich: Im Opel Corsa kostet das System 300 Euro Aufpreis. Damit kann der Astra der Generation K als erster Kompaktwagen sowohl Apple- als auch Android-Smartphones integrieren.

Opel Astra K (IAA 2015): Erste Fahrt im Prototypen

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Je nach System wechselt das Smartphone-Symbol auf dem Monitor auf Apple oder Android.

Einfach einstöpseln, und los geht's: Je nach System wechselt das Smartphone-Symbol auf dem Monitor auf das Apple CarPlay- oder Android Auto-Icon. Voraussetzung ist bei Android Auto das Betriebssystem Android Lollipop 5.0 oder höher, bei Apple CarPlay sind Smartphones ab dem iPhone 5 erforderlich. Auch Karl, Adam und Corsa sollen ab Herbst 2015 gegen Aufpreis mit IntelliLink R 4.0 ausgerüstet werden. Für den Insignia (und auf Wunsch auch den neuen Astra) ist zunächst lediglich das Infotainmentsystem Navi 900 IntelliLinkverfügbar, das "im Laufe des nächsten Jahres" Android-Smartphones integrieren können soll.

Der Astra kommt mit Voll-LED-Matrix-Licht

Video: Opel Astra (2015)

Opels Neuer

Ein Novum in der Kompaktklasse ist auch das Voll-LED-Matrix-Licht, das die Generation K des Bestsellers bekommen soll. Sinniger Name der Leuchte: IntelliLux. Das aus insgesamt 16 Elementen (acht auf jeder Seite) bestehende Lichtsystem sei nicht nur absolut blendfrei für die anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch enorm leistungsstark und hocheffizient: "Taghell" leuchte IntelliLux bei Nacht die Straße aus, so Opel, da es in Zusammenarbeit mit der Frontkamera bei Verlassen der Stadt automatisch und dauerhaft das Fernlicht einschalte. So nehme der Fahrer bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h Objekte am Fahrbahnrand 30 bis 40 Meter bzw. rund 1,5 Sekunden früher wahr als bei herkömmlichem Halogen- oder Xenon-Abblendlicht. Das System funktioniere auch unabhängig von Navigationsgeräten.

Die Stars der IAA 2015

Der Astra startet mit dem intelligenten LED-Matrix-Licht.

Nicht nur für den Fahrer, auch für andere Verkehrsteilnehmer soll IntelliLux Vorteile bringen: Kommt ein Fahrzeug entgegen, werden einzelne LEDs gezielt abgeschaltet, sodass der Gegenverkehr aus dem Lichtkegel "einfach ausgeschnitten" werde. Grundsätzlich wird die Länge des Lichtstrahls und die Verteilungs des Lichtkegels laut Hersteller automatisch und kontinuierlich jeder Verkehrssituation angepasst. Da dazu keine mechanischen Bewegungen im Scheinwerfer nötig sind, sei IntelliLux deutlich langlebiger als herkömmliche Lichtsysteme – "die Lebensdauer geht weit über die eines Fahrzeugs hinaus", so Opel.

Kommunikationsfreudig: Astra mit Telematikdienst "OnStar"

Als erster Kompakter ist der Astra mit einem Telematikdienst ausgerüstet.

Als erster Hersteller außerhalb der klassischen Premiumhersteller wie BMW oder Mercedes bringen die Rüsselsheimer außerdem einen Telematikdienst ins Auto. Mit einem eingebauten LTE-Modul kann der Astra nicht nur einen – ab 2018 sowieso verpflichtenden – automatischen Notruf absetzen. Das System namens "OnStar" ist mit dem Bordcomputer vernetzt, dient als Hotspot für bis zu sieben Handys und macht Fernwartung möglich: Ölstand oder Reifendruck abrufen, Türen verriegeln, das Auto orten oder bei technischen Problemen einen Helfer rufen, das geht alles auch per Handy. Per Anruf kann man sich Auskunft über Navigationsziele geben lassen. Falls man in einer fremden Stadt also einen Bäcker um die Ecke sucht, schicken einem die Callcenter-Mitarbeiter die Adresse gleich aufs Navi. Zukünftig soll der Astra sogar mit anderen Autos und der Infrastruktur kommunizieren können. Staus könnte das System damit mühelos umfahren. In Amerika wird der Dienst seit über 20 Jahren angeboten, in Europa startet "OnStar" in acht Sprachen. Zu den Kosten sagt Opel noch nichts, im ersten Jahr ist der Dienst kostenlos. In den USA kostet er danach 20 bis 35 Dollar im Monat. Und zum Thema Datensicherheit: Wenn der Astra nicht mit der Umwelt kommunizieren soll, gibt es einen Privatsphäre-Knopf.

Opel-Neuheiten bis 2019

Opel Corsa OPC Illustration Opel Karl Opel Monza SUV Illustration

Opel Astra K und Buick Verano sind die ersten Modelle im GM-Verbund mit der neuen Plattform D2XX.

Einen Modellwechsel hatte der Astra auch nötig, die Probleme sind bekannt: zu schwer, die Motoren zu durstig und die Bedienung kompliziert. Und trotz der ausufernden Dimensionen ist der Innenraum kein Vorbild, was die Raumausbeute betrifft. Die Kritik hat Opel zum Anlass genommen, der Delta-2-Plattform des aktuellen Astra den Garaus zu machen. Die Antwort aus Rüsselsheim auf den MQB (modularer Querbaukasten von VW) heißt D2XX. Die ersten Nutznießer im Konzern heißen Astra K und Buick Verano, später folgen weitere Modelle mit der D2XX-Technik, wie etwa der neue Chevrolet Cruze oder der Crossover Chevrolet Equinox. Was die Produktion anbelangt, führt die neue D2XX-Plattform zu einer besseren Gleichteilestrategie, was die Zusammenarbeit zwischen Opel und den anderen Konzernmarken erleichtern und Kosten senken soll.

Der Astra soll auch bei der Fahrdynamik glänzen

Das Erlkönigbild des Astra-Prototypen lässt erkennen: Im Cockpit hat Opel ordentlich aufgeräumt.

Welche Vorteile bringt der neue Baukasten für den neuen Astra? Ganze 100 Kilogramm wird die Generation K abspecken, die smarten Strukturen schaffen außerdem mehr Platz im Innenraum für Passagiere und Gepäck. Und schließlich soll sich die neue Technik auch auf die Fahrdynamik positiv auswirken. Bei den Antrieben stehen neue und effiziente Drei- und Vierzylindermotoren zur Verfügung. Über den Verbrauchsvorteil gegenüber den jetzigen Modellen lässt sich nur spekulieren. Die Sprit-Ersparnis dürfte jedoch durch die gesamte Motorenpalette hinweg bei mindestens zehn Prozent liegen. Ein Doppelkupplungsgetriebe ist für den Astra vom Tisch. Stattdessen lassen sich die Triebwerke mit einer Achtstufenautomatik kombinieren. Ein weiteres Kernthema bei der Entwicklung war die Gestaltung des Cockpits. Hier wurde die Anzahl der Taster und Schalter stark reduziert – auch am Lenkrad, wie das Erlkönig-Bild beweist. Der größte Teil der Bedienung läuft über einen neuen Touch-Monitor ab. Für die Tachoeinheit hinter dem Lenkrad kommt ein weiteres Display zum Einsatz. Auf der IAA 2015 erwarten wir die Präsentation des neuen Astra, in den Handel kommt das Auto dann zum Jahresende.

Autoren: , , Thomas Geiger

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