Porsche Panamera Turbo S e-Hybrid (2017)

Porsche Panamera Turbo S e-Hybrid (2017)

Porsche Panamera Turbo S e-Hybrid (2017): Test

— 26.07.2017

Hybrid auf Speed

Porsche legt den Panamera Turbo S neu auf. Dank Elektrounterstützung leistet der Turbo S 680 PS und soll die schnellste Hybrid-Limo der Welt sein. Fahrbericht!

Imposant und mächtig: Der Punch, den das viertürige Coupé seinen Insassen bietet, beeindruckt.

Porsche betritt Neuland und schickt erstmals ein Topmodell als Hybridversion ins Rennen. Mit Elektropower erstarkt der Panamera von 550 PS auf mächtige 680 PS und 850 Nm. Der Punch, den das viertürige Coupé seinen Insassen bietet, ist imposant und mächtig. Doch gibt es einen wirklich erfahrbaren Unterschied zum normalen Panamera Turbo, der mit 550 PS und 770 Nm maximalem Drehmoment ebenfalls keine Gefangenen macht? Nein. Denn auch wenn der Elektromotor das ohnehin kleine Turboloch mit seinem Tatendrang überspielt und kräftig boostet, sind die Unterschiede überschaubar; im realen Alltagsbetrieb bei der Fahrdynamik nicht zu spüren.

Die aufwendige Technik ist zu schwer

Das liegt insbesondere an dem gewaltigen Übergewicht, das der E-Hybrid mit sich herumträgt. Die Normalversion wiegt gigantische 2,3 Tonnen; die Executive-Variante gar über 2,4 Tonnen. In dieser Liga ist sonst ein Range Rover unterwegs. Und so sehr sich die elektronischen Helfer auch bemühen, im Grenzbereich ernsthafte Wunder vollbringen, der Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid ist viel zu schwer. Allein das Batteriepaket zieht den Body-Mass-Index mit zusätzlichen 130 Kilogramm herunter. Insgesamt hat der Koloss durch den Elektrorucksack über 300 Kilogramm mehr auf den Rippen.

Porsche Panamera 4 E-Hybrid (2017): Fahrbericht

Hightech-Panamera kostet 185.736 Euro

Keramikbremsen und 21-Zoll-Felgen im 911 Turbo-Design sind serienmäßig.

Das Technikpaket, das der Fahrer am Steuer genießt, kann sich dafür jedoch allemal sehen lassen. Die gemeinsame Arbeit von Verbrenner und Elektromotor lässt die Gesamtleistung auf 680 PS und gigantische 850 Nm maximales Drehmoment steigen. Im Unterboden des Laderaums sind acht Batteriemodule mit jeweils 13 Lithium-Ionen-Zellen verbaut. Das Ladevolumen reduziert sich im Vergleich zu den reinen Verbrennermodellen daher auf 405 Liter. Wer die im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Einzelsitze im Fond umklappt, kann als Gepäckvolumen immerhin auf 1395 Liter erhöhen. Der doppelt aufgeladene Vierliter-V8-Motor bekommt über das achtstufige Doppelkupplungsgetriebe tatkräftige Unterstützung von einem Elektromotor, der 100 kW (136 PS) für den gewünschten Vortrieb besteuert. Bei der Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h bedeutet das kein nennenswertes Plus und auch beim Imagespurt von 0 auf Tempo 100 ist der Turbo S E-Hybrid nur geringfügig schneller als der 550-PS-Standard-Turbo. Doch je nach Fahrweise kann man im Stecker-Hybriden 25 bis 50 Kilometer rein elektrisch unterwegs sein. So viel Hightech hat seinen Preis. Der Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid kostet mindestens 185.736 Euro, mit der besonders luxuriösen Edelvariante kratzt man an der 200.000-Euro-Marke. Immer dabei: gelbgrüne Logos und ein offizieller Normverbrauch von 2,9 Liter, der mit der Realität wenig zu tun hat.

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Technische Daten

Porsche Panamera Turbo S e-HybridMotor: Achtzylinder-Benziner • Hubraum: 3996 ccm • Leistung: 500 kW (680 PS) • max. Drehmoment: 850 Nm ab 1400 U/min • Beschleunigung: 0-100 km/h in 3,5 s • Vmax: 310 km/h • Verbrauch: 2,9 l/100 km • Preis: ab 185.736 Euro.

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Autor:

Stefan Grundhoff

Fazit

Elektrisch cruisen ist eine tolle Sache – leise und nach wie vor eine Schau für Insassen und Publikum. Doch dafür gibt es schließlich noch die reguläre Hybridvariante, den Panamera 4 E-Hybird. Der lässt sich ebenfalls an der Steckdose aufladen, ist mit 462 PS alles andere als ein müder Krieger und sorgt mit seiner nahezu lautlosen Schleichfahrt immer noch für offene Münder. Der 14 kWh-Akku ist an einer Haushalts-Steckdose nach sechs Stunden wieder voll aufgeladen. In dieser Zeit ist man im Turbo S e-Hybrid-luxuriös einmal von München nach Frankfurt gefeuert – und wieder zurück. Das dürfte den meisten wichtiger als ein Elektrobetrieb sein.

Stichworte:

Hybrid Luxuslimousine

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