Welches Auto verkauft sich noch besser als ein SUV? Ein Mini-SUV. Dem Trend zum citytauglichen, bezahlbaren Hochsitz folgt nun auch Skoda: Der auf der VW-Plattform MQB aufbauende Karoq verabschiedet sich vom Kastenwagen-Konzept seines Vorgängers Yeti und ist ein schicker Vollwert-SUV geworden. Ein ähnliches Konzept verfolgt Opel mit dem neuen Crossland X, der den Minivan Meriva ersetzt. SUV mit einem Hauch Abenteuer-Image verkaufen sich eben besser als kreuzbrave Vans.
Erst im November 2017 kommt der Karoq in den Handel
Neu bei den kleinen SUVs: Der Skoda Karoq stellt sich seinen härtesten Konkurrenten im ersten Vergleich.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
Doch wie schlagen sich die beiden neuen Kompakt-Kraxler im Vergleich zu ihren etablierten Konkurrenten? Um das zu erfahren, haben wir Honda HR-V, Toyota C-HR, Mazda CX-3 und Renault Captur mit dem Crossland X und dem Karoq verglichen. Ein vollständiger Vergleichstest war noch nicht möglich: Den neuen Skoda Karoq gibt es erst ab November 2017 zu kaufen, das fahrbereite Fotoauto war noch ein handgefertigtes Vorserienexemplar und entsprach nicht dem Serienstandard. Aber wir konnten schon einmal Maße im Innenraum nehmen. Genug für den AUTO BILD-Easy-Index, in dem wir die Alltagstauglichkeit eines Autos bewerten. Wie gut kommt der Fahrer rein und raus? Lässt sich das Lenkrad großzügig verstellen? Wie lang ist das Auto? Lässt es sich gut überblicken? Ist der Innenraum variabel? Diese für einen problemlosen Umgang relevanten Kriterien haben wir in einem Zehn-Punkte-Programm geprüft. Motor, Getriebe, Fahrdynamik und Komfort bleiben hier unberücksichtigt. Gewertet haben wir stets das Basismodell ohne Extras.
Um es noch einmal klar zu sagen: Bei einem umfassenden AUTO BILD-Vergleichstest würde das Ergebnis vielleicht anders aussehen als in diesem statischen Vergleich, bei dem Fahrdynamik, Antrieb und Komfort keine Rolle spielen. Doch leider durften wir den Karoq aus Vorserienproduktion noch nicht fahren. Sein hohes Potenzial wird dennoch schon deutlich, zudem lässt sich am baugleichen Seat Ateca ablesen, dass der Karoq zu den Besten seiner Klasse zählen wird. Bei der Variabilität zeigt vor allem der eigenwillige Honda, wie praktisch ein kleines SUV sein kann. Beim Opel vereitelt die magere Serienausstattung ein besseres Ergebnis. Die größte Überraschung gelingt dem Ältesten: Der Captur kann beim Easy-Index punkten und holt den Sieg – im Stand.
Zuerst klären wir mal die Frage: Was bedeutet eigentlich C-HR? Toyotas Antwort: Coupé High Rider. Und das trifft es ganz gut. Mit diesem spacig aussehenden SUV-Coupé, Crossover-SUV ...
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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... oder eben Coupé High Rider sticht Toyota aus der Masse heraus, dieses Auto will einfach auffallen. Funktionalität und Nutzwert sind eher nebensächlich.
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Die hinteren Türgriffe versteckt Toyota in der C-Säule, das Dach fällt coupéartig ab.
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Im Fond sitzt es sich zwar anständig, jedoch muss man sich durch schmale Türöffnungen reinschälen. Die Sicht ist wegen der kleinen Fenster und der breiten C-Säule eingeschränkt.
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Auch beim Beladen patzt der C-HR: Mit 785 mm hat er zusammen mit dem CX-3 die höchste Ladekante.
Bild: Roman Raetzke
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Im Kapitel Variabilität holt der C-HR auch nur zwei Punkte: einen für die asymmetrisch teilbare Rücksitzbank, einen für das Umklappen mit einem Griff. Aber er sieht gut aus.
Bild: Roman Raetzke
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Das Fazit: "Ganz ehrlich: Kein C-HR-Kunde kauft dieses Auto, weil es so praktisch ist. Ist es auch nicht: hoheLadekante, schlechte Rücksicht, kleiner Kofferraum. Na und?" Platz sechs mit 57,5 von 100 Punkten.
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Markentypisches, smartes Gesicht, dynamische Linienführung und eine insgesamt klare Formensprache: Der 2015 erschienene Mazda CX-3 ist optisch rundum gelungen, ...
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... deswegen änderte Mazda bei der jüngsten Modellpflege auch nichts am Design.
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Beim Fahren überzeugt das kleinste Mazda-SUV mit lebendigem Handling und hoher Fahrsicherheit – beides wird hier nicht bewertet.
Bild: Mazda Motors
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Wohl aber die Karosserie. Hier kann der CX-3 mit eingängiger Bedienung, guter Funktionalität ...
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... und angenehmer Sitzposition punkten.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Leider verhageln ihm die hohe Ladekante (zusammen mit dem Toyota die höchste), die Aufpreise für Easy-Extras (wie Tempomat, Schildererkennung etc.) und die mäßige Variabilität die Bilanz. Zwar bietet er eine ebene Ladefläche, einen doppelten Ladeboden ...
Bild: Mazda Motors
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... und eine asymmetrisch teilbare Rückenlehne, aber eine verschiebbare Sitzbank wie im Renault sucht man hier vergebens.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Das Fazit: "Der Mazda ist eher chic als praktisch. Die Beladung des kleinen Kofferraums gestaltet sich oft mühsam, die Variabilität ist mäßig, viele Extras kosten Aufpreis." Platz fünf mit 59,5 von 100 Punkten.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Der neue Opel Crossland X tritt ein schweres Erbe an: Er ersetzt den pfiffig gemachten Meriva, der vor allem mit seinen gegenläufig angeschlagenen Fondtüren auffiel.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Der Crossland X hingegen geht ab sofort mit konventionellem Konzept auf Kundenfang. Er ist eher ein hochgelegter Kleinwagen als ein SUV, Allrad ist nicht erhältlich.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Meriva-Umsteiger werden sich freuen über die mit 645 mm höchste Sitzhöhe, den bequemen Einstieg und die angenehme Sitzposition.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Deutlich besser abschneiden würde der Crossland X in diesem Vergleich, wenn die Serienausstattung besser wäre. Da wir die Serienausstattung des Basismodells werten, ...
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... schneidet der Crossland X bei der Variabilität enttäuschend ab: Für eine verschiebbare Fondsitzbank, ...
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... einen doppelten Ladeboden und eine Durchlademöglichkeit verlangt Opel Aufpreis. Dazu kommt noch die recht hohe Ladekante.
Bild: Adam Opel AG
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Das Fazit: "Hätte der Crossland X eine verschiebbare Rücksitzbank und den doppelten Ladeboden serienmäßig, würde er mehr Punkte erhalten. Denn er ist gut gemacht." Platz vier mit 62 von 100 Punkten.
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Mensch Yeti, was hast du dich verändert! Gegen den knuffig-frechen, unkonventionellen Yeti wirkt der neue Karoq wie ein durchgestylter Musterschüler im besten Anzug.
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Im Vergleich zum Yeti ist der Karoq um 16 Zentimeter auf 4,38 Meter Länge angewachsen. Breite und Höhe entsprechen den Maßen des Seat Ateca. Das hat seinen Grund: Technisch ist er baugleich mit dem Ateca, beide werden auch gemeinsam im Skoda-Werk Kvasiny (Tschechien) gefertigt.
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Im Innenraum gibt es viele Parallelen zum größeren Kodiaq, wie das Infotainment und die Connectivity-Features.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Zum ersten Mal bietet Skoda außerdem ein frei programmierbares digitales Cockpit an (Extra).
Bild: ŠKODA AUTO
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Auf der Aufpreisliste des Karoq stehen vor allem praktische Dinge: So gibt es wie beim Vorgänger das Vario-Flex-System mit drei einzelnen Rücksitzen. Wer sie bestellt, ...
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... bekommt auch zusätzlichen Kofferraum, denn die Rücksitze können nicht nur einzeln verstellt, sondern auch ausgebaut werden. Das schafft bis zu 1810 Liter Platz im Kofferraum. Doch leider sind diese nicht serienmäßig, sodass der Karoq im Wertungspunkt Variabilität nur zwei Punkte erreicht.
Bild: ŠKODA AUTO
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So geht es dem Karoq am Ende wie dem Crossland X: Eine bessere Serienausstattung hätte zu einem besseren Ergebnis geführt. Im ersten Test wird der Karoq zeigen, was er wirklich kann.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Das Fazit: "Schon das Vorserienauto überzeugt auf der ganzen Linie. Wären die hinteren Einzelsitze serienmäßig, würde der Karoq im Easy-Index besser abschneiden." Platz drei mit 63,5 von 100 Punkten.
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C-HR, HR-V, da kann man schon mal ins Stolpern kommen. Wir bringen Licht ins Abkürzungswirrwar: Bei Honda steht es je nach Markt für Hybrid Recreation Vehicle, ...
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... zu Deutsch: ein Hybrid-Wohnmobil ... Äh ... Oder für High Rider Vehicle. Lassen wir das. In jedem Fall hat der HR-V die Magic Seats des Jazz an Bord, ...
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... und damit kann der HR-V hier richtig punkten. Der Kraftstofftank ist unter den vorderen Sitzen angeordnet, ...
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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... dementsprechend flach lassen sich die Sitze hinten umlegen. Eine ebene Ladefläche und die niedrigste Ladekante im Test machen den HR-V extrem praktisch, ...
Bild: Toni Bader
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... große Türen und niedrige Schweller ermöglichen einen komfortablen Einstieg. Zwar ist die Rücksitzbank nicht verschieb- oder herausnehmbar, ...
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... aber sie lässt sich komplett aufstellen.
Bild: Sven Krieger
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Leider hat der Honda den größten Wendekreis, zudem ist die Bedienung des Navis sehr gewöhnungsbedürftig.
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Das Fazit: "Man sieht es dem modisch gestylten HR-V nicht an, aber unter seiner Hülle verbirgt sich ein raffiniertes Karosseriekonzept. Leichter Einstieg, einfache Beladung." Platz zwei mit 68 von 100 Punkten.
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Seit vier Jahren ist der Renault Captur nun schon auf dem Markt – damit war er eines der ersten Mini-SUVs. Nun kommt der kleine Hochsitz frisch geliftet, ...
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... doch die Änderungen sind ausschließlich optisch. Technisch gesehen ist er nichts anderes als ein hochgelegter Clio. Allrad gibt es nicht, aber eine hohe Sitzposition, citytaugliche Maße und günstige Preise – das kommt an, denn der Captur ist Europas meistverkauftes Mini-SUV.
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Hier sehen wir auch, warum: Keiner bietet einen komfortableren Einstieg als der fesche Franzose. Die Türschweller liegen sehr niedrig, die Türausschnitte sind groß. Die Sitzposition ist mit 64 cm angenehm hoch.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Auch das Beladen gelingt ohne großen Aufwand, wegen des serienmäßigen doppelten Ladebodens ist die innere Ladekante die niedrigste des Tests.
Bild: Toni Bader
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Auch bei der Variabilität punktet der Captur: Eine verschiebbare Bank ist stets Serie.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Das Fazit: "Wer ein kleines, handliches Auto mit maximalem Einstiegskomfort, hoher Sitzposition und variablem Innenraum sucht, ist mit dem Renault Cap-tur sehr gut bedient." Platz eins mit 70,5 von 100 Punkten.
Bild: Christoph Brries / AUTO BILD
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Lars Busemann über die Mini-SUVs: "Um es noch einmal klar zu sagen: Bei einem umfassenden AUTO BILD-Vergleichstest würde das Ergebnis vielleicht anders aussehen als in diesem statischen Vergleich, bei dem Fahrdynamik, Antrieb und Komfort keine Rolle spielen. Doch leider durften wir den Karoq aus Vorserienproduktion noch nicht fahren, sein ...
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... hohes Potenzial wird dennoch schon deutlich. Zudem lässt sich am baugleichen Seat Ateca ablesen, dass der Karoq zu den Besten seiner Klasse zählen wird. Bei der Variabilität zeigt vor allem der eigenwillige Honda, wie praktisch ein kleines SUV sein kann. Beim Opel vereitelt die magere Serienausstattung ein besseres Ergebnis. Die größte Überraschung gelingt dem Ältesten: Der Captur kann beim Easy-Index punkten und holt den Sieg – im Stand."