Vorschau Golf, Astra und Focus

VW Golf/Ford Focus/Opel Astra: Vorschau

— 26.05.2014

Neuer Golf VIII und seine Konkurrenten

Frischer Wind bei den Kompakten: Der Golf wird viel moderner und sportlicher als bisher. Schon vorher kommen der neue Opel Astra und der neue Ford Focus auf den Markt.

Noch keine zwei Jahre ist der Golf VII auf dem Markt, und schon reden wir über den Golf VIII? Aus gutem Grund, denn seine Entwicklung hat in Wolfsburg längst begonnen, und es deutet alles darauf hin, dass diesmal kaum ein Stein auf dem anderen bleibt. Der Grund: VW muss frische Akzente setzen, seine Formensprache neu erfinden, Golf-typische Versatzstücke mit einer fortschrittlicheren Grundform kombinieren, die klassischen Markenwerte mit einem Schuss Zeitgeist würzen. Eigentlich wollte VW diesen Schnitt schon beim Golf VII vollziehen. Doch am Ende bekamen die Entscheider wohl Angst vor der eigenen Courage.
Neue Infos zum Golf VIII: Golf wird Spritsparwunder

Typische Golf-Elemente bleiben erhalten

Ganz neu und doch irgendwie bekannt: Auch der neue VW Golf behält die typische breite C-Säule.

Noch ist der Verkaufsbeginn für den Golf VIII nicht endgültig festgezurrt, vermutlich wird er zwischen Ende 2017 und Ende 2018 liegen. Denn solange der Absatz des aktuellen Golf VII stabil bleibt, besteht für VW kein Grund zur Eile – der Tiguan bleibt beispielsweise fast ein Jahr länger im Programm als ursprünglich vorgesehen, er verdient ja noch gutes Geld. Der nächste Golf startet wieder als Drei- und Fünftürer. Er soll breiter und flacher werden, einen längeren Radstand bekommen und dem Wind weniger Widerstand bieten. An der Außenlänge ändert sich kaum etwas, doch trotz der niedrigeren Dachlinie versprechen VW-Insider noch etwas mehr Platz im Innenraum. Dazu dienen wohl in der Länge verstellbare Rücksitze. Neue Materialien spielen beim Golf VIII eine wichtige Rolle: Aluminium statt Stahl oder Kunststoff statt Alu sollen vor allem Gewicht und natürlich Kraftstoff sparen.
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Ein Coupé-Ableger wäre durchaus denkbar

Denkmodell: Ob das Coupé Golf CC wirklich eine Chance hat, ist in Wolfsburg noch nicht entschieden.

Ebenfalls in Planung: eine neue Elektronik-Plattform für ein modernes Infotainment und weitere Assistenzsysteme, leistungsfähigere Batterien für E-Golf und den Plug-in-Hybriden Golf GTE, sowie kompakte Leichtbaumodule für Fahrwerk, Antrieb und Vorderwagen. Während ein Dreizylinder-Benziner (1.0 TSI, 110 PS) wohl schon im Golf VII eingeführt wird, spielt der Dreizylinder-TDI im aktuellen Modell noch keine Rolle. Im Nachfolger  startet er dann als 1.4 TDI mit zunächst 110 PS. Bei den meisten anderen Motorisierungen sind nur geringfügige Korrekturen vorgesehen. So wird die Lücke zwischen dem 1.4 TSI mit 140 PS und dem GTI mit 220 PS durch den 180 PS starken 1.8 TSI geschlossen. Als Ersatz für den 2.0 TDI mit 184 PS ist eine stärkere Variante mit 190 PS vorgesehen. Die Toptriebwerke (R, R400, R GTD) sollen vom Vorgängermodell übernommen werden.

Nach wie vor nur ein Denkmodell ist der Golf CC, das viertürige Coupé nach dem Vorbild des Mercedes CLA. Die Probleme sind hier vielfältig: Für China wäre dieses elegante Modell zu teuer, für Amerika ist es zu klein (dort verlangen die Kunden mehr Kopf- und Beinfreiheit im Fond), und für Europa liegt es zu dicht am Jetta und am größeren Passat CC.

Opel macht Schluss mit der Invasion der Knöpfe

So schön kann Astra sein: Opels Golf-Konkurrent ist kaum wiederzuerkennen, wirkt viel frischer.

Was muss Opel tun, um mit dem nächsten Astra zum Golf aufzuschließen? Antwort: in bessere Technik investieren. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn ein Elektroantrieb oder ein wettbewerbsfähiges Plug-in-Modul kosten viel Geld. Noch dringender wären Doppelkupplungsgetriebe, ein leichter Allradantrieb und eine neue Elektronik. Letztere braucht man, um Assistenzsysteme, modernes Infotainment oder adaptives LED-Licht ins Auto zu bringen. All dies will Opel in die Technikpalette packen, die für die fünfte Astra-Generation vorgesehen ist. Diese neue Plattform soll eine deutlich bessere Raumausnutzung bieten, bis zu 100 Kilo Gewicht sparen und verwindungssteifer sein. Davon profitiert nicht nur die Sicherheit, sondern auch der Geräuschkomfort. Bei ähnlichen Abmessungen verspricht Opel mehr Platz im Fond, einen größeren Kofferraum und eine optimierte Aerodynamik. Das neue Bedienkonzept macht Schluss mit der Knöpfe-und-Tasten-Inflation, der veralteten Smartphone-Anbindung und dem schlechten Navigationssystem.
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Auch bei den Motoren will die GM-Tochter nachbessern. Ein Dreizylinder-Benziner ist ebenso in Arbeit wie weitere Direkteinspritzer mit einem Leistungsspektrum von 150 bis 300 PS und Dieselmotoren mit NOx-Kat. Neben dem Handschalter bleibt der Wandler zwar weiter im Programm, doch für bestimmte Motorenkombinationen sind automatisierte Schaltgetriebe (Dreizylinder) beziehungsweise Doppelkupplungsgetriebe (Astra OPC, Biturbo-Diesel) vorgesehen. Neben dem Dreitürer GTC und Fünftürer gilt der Sports Tourer als gesetzt. Stufenheck-Limousine und Cascada Cabrio stehen auf dem Prüfstand.

Weitere Details und die Pläne von Ford mit dem Focus gibt es in der Bildergalerie.
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Bevor es eng wird für den Klassenprimus, plant VW den Gegenschlag. Der Golf VIII kombiniert traditionelle Werte mit einem neuen, modernen Design. Darin steckt Technik, die Zeichen setzt. Opel und Ford haben die Herausforderung angenommen, wollen mit Astra und Focus auf die Überholspur. Fotofinish oder Zieleinlauf wie gehabt? 2018 wissen wir mehr.

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