VW Golf VII auf MQB-Plattform
— 02.02.2012
Golf VII macht sich nackig
Der Golf VII lässt die Hüllen fallen! Volkswagen erklärt den künftigen "MQB-Baukasten" – und zeigt, wie es unterm Blech der neuen Generation Golf aussieht.
VW wird im Oktober 2012 auf dem Pariser Salon den neuen
Golf vorstellen. Das ist ebenso Fakt wie die Tatsache, dass der Kompakte aus Wolfsburg bereits in die siebte Generation fährt. Nachdem Golf Nummer sechs eher ein Facelift des Vorgängers war, kommen mit Nummer sieben große Änderungen auf
VW und seine Töchter zu. Denn der Golf VII rollt auf der Plattform, die auf das kryptische Kürzel "MQB" setzt. Das steht für den "Modularen Querbaukasten", der Volkswagen auf dem angestrebten Weg zur weltweiten Nummer eins einen entscheidenden Kick geben soll. Der MQB ist sehr flexibel: Die Motoren – egal ob Otto-Aggregate (Modularer Ottomotorbaukasten MOB) oder Selbstzünder (Modularer Dieselmotorbaukasten MDB) – werden quer eingebaut. Das schafft Platz.
Überblick: Alle News und Tests zum VW Golf VII
Neue Plattform, endlos viele Antriebsvarianten: Dank MQB sollen verschiedenste Motoren Platz unter der Haube finden.
Zudem können Abmessungen wie Radstände, Spurbreiten, Rädergröße und Sitzposition im Konzern abgestimmt und variabel gestaltet werden. Allein bei VW rollen künftig die Modelle
Polo,
Beetle, Golf,
Scirocco,
Jetta,
Tiguan,
Touran,
Sharan,
Passat und CC auf dieser einen Plattform.
Audi,
Seat und
Skoda profitieren ebenfalls vom MQB. Der nächste
A3 wird selbstredend auf der Plattform rollen, genau wie der neue
Leon. Passend zum Baukasten werden neue Motoren entwickelt. Die kleinen Motoren der Reihe EA211 reichen von 60 bis 150 PS, darüber rangiert die Baureihe EA288 von 90 bis 190 PS. Unterm Strich will der Konzern die Motor- und Getriebe-Varianten im MQB-System durch die neuen Motoren um 90 Prozent reduzieren. Zusätzlich soll der MQB es möglich machen, neben den konventionellen Verbrennungsmotoren auch alle gängigen alternativen Antriebe in identischer Art zu verbauen. Ein Beispiel dafür ist der
Golf Blue-e-Motion mit Hybridantrieb (ab 2013), aber auch Erdgasmodelle und reine Stromer werden kommen.
Zusätzlich soll die neue Plattform dazu dienen, Modelle flexibel an unterschiedliche Märkte in Europa, den USA, China und Indien anzupassen. Außerdem spart MQB Gewicht und bietet Platz für den Einbau neuer Sicherheitssysteme. Die "Multikollisionsbremse" hilft zum Beispiel mit einer automatisch eingeleitete Bremsung, nach dem ersten Aufprall die Intensität weiterer Unfälle zu mindern. Und neben dem MQB setzt der Konzern auf weitere übergreifende Lösungen: Audi kümmert sich um den "Modularen Längsbaukasten" (MLB),
Porsche tüftelt am "Modularen Standardantriebsbaukasten" (MSB), dazu gibt es die "New Small Family" mit
VW Up, Seat
Mii und Skoda
Citigo als Kleinstwagen-Varianten.
Das VW Golf-Dossier enthält viele Versionen, Ausstattungen, Motoren und alle Erfahrungen und Testergebnisse, die wir mit der Wolfsburger Kompaktklasse in den vergangenen Jahren gesammelt haben. Jetzt als PDF downloaden.
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Kommentare zum Artikel (40)
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der mini hat seit ewigkeit quermotor, das der 7 biliger sein soll ist ein hammer, äusserliche änderung minimal also mal sehen wass für stellenwert der neue erreicht.
Hier scheinen sich einige nicht richtig informiert zu haben, was der Unterschied zwischen der Plattformstrategie und dem neuen Baukastenprinzip ist. Ich empfehle sich mal die Mühe zu machen und länger zu recherchieren, d.h. nicht nur ein paar Artikel zu lesen und dann zu meinen, man wüsste was da alles hintersteckt.
Wenn man das gemacht hat, kann man vieles hier nicht ernst nehmen, weil es Halbwissen oder totaler Schwachsinn ist.
geht mal mit dem MDB in die werkstatt.....ihr werd euch freuen...
@Einer: Aber es ist nichts Neues, dieses wird hier kritisiert! Was kann der MQB besser als die Konkurrenz Ford C , GM Gamma oder gar wie die alte PQ von VW? Bei der aktuellen PQ wird auch nie erwähnt, dass Golf und Passat quasi identische Plattformen haben (PQ4x ist eine verlängerte PQ3x).
Es ist nichts besonderes. Warum wird nicht über die neuen Plattformen/Baukästen der Konkurrenz berichtet?
Die GM Gamma 2 zeigt schon längst in der Praxis, was man von der VW MQB erwartet. Die Ford C, auch phasenweise.
Was soll schlecht dran sein, wenn man besseres günstiger produzieren kann?
Falls man sich weder mit VW Autos noch mit VW Aktien anfreunden kann,
sollten die Kritiker sich wenigstens der Tatsache bewusst sein, dass geringere
Lohnstückkosten bei weiterhin hohen Löhnen helfen, die Produktion in Mitteleuropa
zu halten (und die Firma am Leben). Übrigens zu den Motoren: EA211-neuer kleiner Benziner, EA288-neuer Diesel, EA888-grosser Vierzylinder Benziner