VW T6 (2015): Motoren, Marktstart und Preis

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VW T6 (2015): Motoren, Marktstart und Preis

— 15.04.2015

Erste offizielle Bilder vom neuen Bulli

VW überarbeitet den Bulli und schickt den T5-Nachfolger 2015 als T6 an den Start. Hier sind alle Infos zu Neuerungen, Assistenzsystemen und Motoren. Offizielle Bilder und Infos!

Über sechs Jahrzehnte schon bewegt der Bulli Familien, begeistert Surfer und dient als Lastesel der Republik. Pünktlich zum 65. Geburtstag des Tausendsassas rollt Volkswagen jetzt die sechste Generation ins Rampenlicht.
Alle News, Infos und Tests zum VW Bulli

Am Heck gibt es nur minimale Änderungen, eine neue Leuchtengrafik und veränderte, nun auch elektrisch schließende Heckklappe müssen reichen.

Optisch wird sich beim Wechsel von T5 auf T6 nicht viel ändern. Denn wie schon beim Golf VI, der ein großes Facelift des Golf V war, präsentiert Volkswagen keine komplette Neukonstruktion. Die wird es erst in zwei Jahren mit dem T7 geben. So bleibt etwa der Radstand bei drei Metern für die herkömmliche und 3,40 Metern für die lange Version. Aber es gibt trotzdem nicht viel Grund zur Klage. Die Optik wird sich an der Studie Tristar, die im Herbst 2014 gezeigt wurde, orientieren. Die Front lehnt sich an die aktuelle Designlinie an, lässt auch die aktuelle Bulli-Generation nicht alt aussehen und wirkt trotzdem frisch – auch dank der neuen, teils optionalen LED-Scheinwerfer. Auch am Heck nur minimale Änderungen, eine neue Leuchtengrafik und veränderte Heckklappe müssen reichen. Die Heckklappe allerdings öffnet und schließt nun auf Wunsch auch elektrisch.

Mercedes V-Klasse gegen VW T5

Das Cockpit wurde komplett neu gezeichnet. Es bleibt kantig, die Mittelkonsole ist je nach Ausstattung unterschiedlich breit.

Anders sieht es im Innenraum aus. Das Cockpit wurde komplett neu gezeichnet und orientiert sich an der Studie Tristar. Je nach Ausstattung (Pkw oder Nutzfahrzeug) ist die Mittelkonsole entweder breit mit Cupholder, Multimediafach und Flaschenhalter oder weitaus schmaler bei den Nutzfahrzeugen, in denen es auch einen dritten Sitz in der ersten Reihe gibt. Das Cockpit sieht nicht nur moderner aus, sondern wurde vor allem technisch auf den neuesten Stand gebracht. War auch dringend notwendig, hier hatte zuletzt die V-Klasse von Mercedes einen deutlichen Vorsprung. Den Rückstand in Sachen Infotainment will VW mit einer komplett neu konstruierten Generation des Multimediasystems aufgeholt haben. So ist der Bulli nun online, nutzt Staudaten in Echtzeit – Car Net nennt VW das. Vier verschiedene Radios und Navis stehen zur Auswahl, das größte Modell verfügt über einen Näherungssensor wie bei Golf, Passat und Co.. Dazu verfügt der neue T6 über das optionale APP-Connect. Ausgewählte Smartphone-Apps können damit über das Infotainmentsystem angezeigt und bedient werden. Alle Radios und Navigationsgeräte sind mit Bluetooth ausgestattet. Zudem sind beispielsweise nun endlich die Sitze als Option elektrisch verstellbar, in die Aufpreisliste wurde nun auch eine beheizbare Windschutzscheibe aufgenommen.

Erster Check im neuen Bulli

VW Bulli T6 VW Bulli T6 VW Bulli T6

Die Sitze können wie bisher auf Schieben verschoben oder auch komplett ausgebaut werden.

Ebenfalls neu: Die Fahrwerksregelung DCC. Sie erlaubt, das Fahrwerk über elektrisch einstellbare Dämpfer in drei Stufen abzustimmen. Zur Auswahl stehen die Modi Komfortabel, Normal und Sportlich. Auf Wunsch bietet VW ein Sportfahrwerk an, das den ohnehin um 20 Millimeter tiefergelegten Multivan dem Asphalt nochmals näher kommen lässt. Doch damit nicht genug: Auch bei den Assistenzsystemen hat VW nachgelegt. Hier haben die Wolfsburger den modularen Querbaukasten geplündert, auf dem unter anderem der Golf und der neue Passat basieren. Von einer Multikollisionsbremse bis zur Citynotbremsfunktion, einer Müdigkeitserkennung und einem aktiven Abstandsradar ist nun alles zumindest gegen Aufpreis an Bord.

Auf einen Blick: Assistenzsysteme im neuen T6

ACC: Die Adaptive Cruise Control misst den Abstand und die Geschwindigkeit der vorausfahrenden Autos. In Staus und bei Kolonnenfahrt bremst und beschleunigt das ACC selbstständig.
Front-Assist mit City-Notbremsfunktion: baut bei Gefahr Bremsdruck auf und macht im Notfall eine Vollbremsung.
Multikollisionsbremse: bringt den T6 automatisch zum Stillstand, sobald ein Airbag ausgelöst hat.
Light Assist – Fernlichtassistent: Ab 60 km/h schaltet dieses System im Dunkeln automatisch das Fernlicht ein. Bei Gegenverkehr blendet der Fernlichtassistent ab.
Park Pilot und Rear Assist: Rückfahrkamera und akustische Einparkhilfe unterstützen den Fahrer beim Rangieren.
Bergabfahrassistent: Im Gelände reduziert dieser Assistent per Motorsteuerung und Bremseingriff die Bergabfahrgeschwindigkeit auf 2-30 km/h.
Müdigkeitserkennung: Das System erkennt einsetzende Müdigkeit beim Fahrer und warnt ihn mit optischen und akustischen Signalen.
Sideassist: Hilft beim Spurwechsel und warnt, wenn sich Autos im Toten Winkel befinden.

Start-Stopp im T6 serienmäßig

Ganz neu auch die Motorenpalette. Künftig werden zwei Benziner mit 150 und 204 PS sowie vier Diesel mit einer Leistung zwischen 84 PS und 204 PS angeboten. Im Schnitt sollen die neuen Aggregate rund einen Liter weniger verbrauchen als bisher – auch, weil Start-Stopp nun serienmäßig ist.
VW T6 Antriebspalette Leistung Motor Getriebe Allradantrieb
Diesel 84 PS 2.0 TDI 5-Gang-Manuell
102 PS 2.0 TDI 5-Gang-Manuell
150 PS 2.0 TDI 6-Gang-Manuell / 7-Gang-DSG 4Motion (optional)
204 PS 2.0 BiTDI 6-Gang-Manuell / 7-Gang-DSG 4Motion (optional)
Benziner 150 PS 2.0 TSI 6-Gang-Manuell 4Motion (optional)
204 PS 2.0 TSI 7-Gang-DSG 4Motion (optional)
Wie bisher ist der T6 als Kombi, Kastenwagen, Multivan, Caravelle und auch als Pritschenwagen erhältlich. Zur Markteinführung legt VW ein Sondermodell des Multivan mit dem Namen "Six" auf. Basierend auf der Ausstattung Comfortline, bringt er zusätzlich unter anderem LED-Scheinwerfer, Chrom, Alcantars-Leder und eine Klimaautomatik mit. Nettes Detail: Ihn gibt es in einer Zweifarbenlackierung, er deutet damit die Verwandtschaft zum Ur-Bulli an. Nur zu den Preisen schweigt sich Volkswagen momentan noch aus. Klar ist nur: Günstiger als bisher wird es wohl nicht. Ab dem 20. April soll die sechste Generation zu bestellen sein. Im Handel wird er spätestens für Juli erwartet. Die Preise dürften bei rund 33.000 Euro starten.
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VW T6 (2015): Vorschau

VW T6 VW T6
Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Der neue VW Bus ist nicht neu, sondern nur die gründlich überarbeitete Version des aktuellen Modells. Trotzdem hat Volkswagen eine Menge topaktueller Technik unter das behutsam modernisierte Blech gepackt. Ob das reicht, um gegen die taufrische V-Klasse von Mercedes zu bestehen? Ich bin gespannt!
 

Autoren: Stefan Voswinkel,

Stichworte:

Nutzfahrzeuge

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