Elektroautos: Hoffnung für Akku-Zweifler
E-Auto-Batterie nach über 500.000 Kilometern noch topfit

Der Ford Mustang Mach-E von David Blenkle hat nach über einer halben Million Kilometer fast keine Batteriekapazität eingebüßt. AUTO BILD verrät, wie der Akku-Flüsterer das geschafft hat!
Bild: Ford US
- Raphael Schuderer
Dieses E-Auto dürfte Akku-Zweiflern Hoffnung machen: Der US-Amerikaner David Blenkle kaufte Ende Juni 2022 in Kalifornien einen elektrischen Ford Mustang Mach-E. Nach nicht einmal vier Jahren kann das E-SUV den beeindruckenden Tachostand von über 316.000 Meilen vorweisen, umgerechnet 508.500 Kilometer. Noch beeindruckender: Die Batterie des Ford hat bei ihrem Dauerlauf nur acht Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität verloren.
Die Lebensdauer der Akkus gehört noch zu den größten Fragezeichen der E-Mobilität. Alterungsprozesse der Batteriezellen sind normal, mit der Zeit verliert jeder Akku an Kapazität. Die entscheidende Frage ist, wie schnell oder langsam der Prozess abläuft.
Die Restkapazität eines Akkus wird mit dem sogenannten State of Health (SoH, deutsch: "Gesundheitszustand") angegeben. Die Hersteller garantieren in der Regel, dass der Akku mindestens acht Jahre oder 160.000 Kilometer nicht unter einen SoH-Wert von 70 Prozent fällt.

Das Borddisplay zeigt 308.757 Meilen, also über eine halbe Million Kilometer.
Bild: Ford US
SoH von beeindruckenden 92 Prozent
Diese Laufleistung hat der Elektro-Mustang von Blenkle deutlich überschritten, und der SoH-Wert von 92 Prozent Restkapazität liegt weit entfernt von einem Garantiefall. Blenkle nutzte den Ford in der Gegend um Santa Cruz für seinen privaten Fahrdienst, mehr als 7000 Passagiere will er bereits befördert haben.

Geladen wird meist an der heimischen Wallbox, seltener am Schnelllader unterwegs.
Bild: Ford US
Während der Nutzung habe der Ford sechs Sätze Reifen verschlissen und mehr als 20 routinemäßige Inspektionen hinter sich gebracht. Reparaturen seien aber nicht nötig gewesen, und der Mach-E fahre immer noch mit den Originalbremsen.
Tipps für Dauerläufer
Blenkles Tipps für den Akku-schonenden Dauerlauf: Meistens fährt er das Auto im effizienten "Zahm"-Modus. Noch wichtiger aber dürfte Blenkles Verhalten beim Laden sein: Den Strom zapft er manchmal am Tesla Supercharger, aber meistens zu Hause über eine Wallbox. Allerdings nur bis zu einem Ladestand von 90 Prozent!
Nicht komplett aufzuladen schont die Lebensdauer der Batterie. Zugleich achtet Blenkle darauf, dass der Ladezustand nicht unter 20 Prozent fällt. Tiefe Entladungen können den Batterien nämlich ebenfalls zusetzen.
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