BMW i3/VW Golf GTD: Test
BMW i3 schlägt VW Golf

Ganz anders – und richtig gut. Ein Vergleich mit dem VW Golf GTD zeigt, warum der BMW i3 die Autowelt verändern wird.
Bild: Toni Bader
- Stefan Voswinkel
Revolutionen wie die Citroën DS (1955), der erste Mini (1959) oder der Renault Espace (1984) sind selten geworden. Hier zeigt sich der Nachteil einer immer globaleren Welt. Jedes neue Auto muss möglichst vielen Käufern weltweit gefallen – das verwässert den Charakter bis hin zur völligen Beliebigkeit, wie der erste Ford Mondeo gezeigt hat. Muss nicht sein, sagt hingegen BMW. Auch der neue i3 soll Käufer von Kalifornien über Europa bis Asien überzeugen. Der Kleinwagen ist aber das wohl revolutionärste Auto der vergangenen Jahrzehnte. Mit einem enormen unternehmerischen Risiko und unglaublichem Mut stellten die Bayern einen elektrisch angetriebenen Kleinwagen mit Carbon-Karosserie auf die Räder, der selbst keine Abgase erzeugt und die Mobilitätsprobleme der Metropolen dieser Welt lösen soll.
Überblick: Alle News und Tests zum BMW i3

Revolution aus München: Der BMW i3 hat das Potenzial, die Autowelt auf den Kopf zu stellen.
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Überblick: Alle News und Tests zum VW Golf

Passt besser in den Alltag: Die konventionellen Türen des VW Golf machen es den Passagieren leichter.
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Unterm Strich kann der größere Golf so das Karosserie-Kapitel deutlich für sich entscheiden – auch dank dem alltagstauglicheren 380-Liter-Kofferraum, der beim BMW wegen des im Heck liegenden Elektromotors mit 260 Litern nur Kleinwagenformat besitzt. Erst mal in Fahrt, überzeugt der i3 dann deutlich mehr. Obwohl die Bayern alles neu gemacht haben, fährt sich der Carbon-Kleinwagen wie ein typischer BMW. Leichtfüßig und nahezu lautlos setzt er sich in Bewegung, hat so gar nichts von einem Öko-Mobil. Weil er mit einem Gewicht von 1195 Kilogramm zudem sehr leicht ist, erreicht er die nahezu gleichen Fahrleistungen wie der 14 PS stärkere Golf GTD. Allerdings ist die Höchstgeschwindigkeit mit Rücksicht auf die Akku-Kapazität auf 150 km/h begrenzt, der Volkswagen schafft 228 km/h.
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Bei der Reichweite ganz hinten: Der BMW i3 schafft maximal 150 Kilometer, der Golf GTD 1100.
Bild: Toni Bader
Immerhin bietet BMW für rund 5000 Euro Aufpreis einen kleinen Zweizylinder-Benziner im Heck an, der die Reichweite auf etwa 300 Kilometer verdoppelt. Trotzdem ist der i3 nicht für jeden geeignet, die Reichweite für viele Käufer ein K.-o.-Kriterium. Und so kann der BMW im Antriebskapitel überraschend mithalten und den Golf bei der Fahrdynamik überflügeln, verliert aber die Komfortwertung knapp. Insgesamt hat BMW es geschafft, dass der i3 ähnlich gut fährt wie der fein geschliffene Volkswagen und in der Eigenschaftswertung nur knapp hinter dem Golf liegt– eine Sensation!
Weitere Details zu BMW i3 und VW Golf GTD gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel gibt als Download im Online-Heftarchiv.
Fazit
Klar, der i3 passt wegen seiner eingeschränkten Reichweite nicht in jeden Autoalltag. Wer sich aber damit arrangieren kann, bekommt ein gelungenes, wendiges Stadtauto, das eine Menge Spaß macht. Schon heute zeigt der i3, wie sich die Zukunft fährt – vom Coolness-Faktor des BMW mal ganz abgesehen!
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