Bugatti Chiron: Sondermodelle

Bugatti Chiron Pur Sport

Bugatti Chiron: Sondermodelle

Bugatti Divo vs. Chiron Pur Sport

Bugatti präsentiert mit dem neuen Chiron Pur Sport den "agilsten Bugatti der Neuzeit", aber was ist mit dem fast sechs Millionen Euro teuren Divo?
Weiter geht's mit den Sondermodellen bei Bugatti! Neben dem normalen Chiron gibt es bereits den Chiron Sport, den Divo, den Chiron Super Sport 300+, den Centodieci und jetzt ganz neu den Chiron Pur Sport. Hinzu kommt das Einzelstück La Voiture Noire. Das in zwei Versionen erhältliche Sondermodell Chiron Noire lasse ich mal außen vor. Die Frage ist: Wie viele Modelle auf Chiron-Basis will Bugatti noch auf den Markt bringen?
Kurzer Rückblick: Der Sondermodell-Wahn ging schon beim Veyron los. Ich hab mir mal die Mühe gemacht, und alle Sondermodelle des Veyron zusammengetragen. Am Ende stehen 51 Sondermodelle oder Einzelstücke auf der Liste, insgesamt wurden genau 450 Veyron gebaut. Dabei stelle ich die These auf, dass aufgrund der nahezu unendlich vielen Konfigurationsmöglichkeiten theoretisch sowieso jeder Bugatti, ganz egal ob Veyron oder Chiron, eine Art Einzelstück ist.

Bugatti Chiron Pur Sport

Die Sondermodelle des Chiron im Überblick

Der Centodieci ist eine Hommage an den EB110, hat 1600 PS und basiert ebenfalls auf dem Chiron.

Zurück zum Chiron: 2016 zeigte Bugatti den Nachfolger des Veyron auf dem Autosalon Genf. Die Eckdaten: 8,0-Liter-W16 mit 1500 und 1600 Nm, ehemaliger Basis-Neupreis 2,86 Millionen Euro. Zwei Jahre später wird der Chiron Sport an gleicher Stelle präsentiert. Leistung? 1500 PS und 1600 Nm. Preis? 3,15 Millionen Euro. Die Unterschiede: 18 Kilo leichter als ein normaler Chiron plus dezente optische Überarbeitungen wie der Vierrohr-Auspuff. Im August 2018 enthüllt Bugatti in Pebble Beach den 5,95 Millionen Euro teuren und auf 40 Exemplare limitierten Divo. Weiter ging es mit dem Einzelstück La Voiture Noire, mit über 16 Millionen Euro der wohl teuerste Neuwagen der Welt. Fünf Monate später zieht Bugatti beim Quail in Pebble Beach das Tuch vom Centodieci, einer auf zehn Exemplare limitierten Hommage an den EB110. Der Preis des 1600 PS starken Centodieci? 9,5 Millionen Euro.

Chiron Super Sport 300+ schafft 490 km/h

Der Chiron Super Sport 300+ trägt ein extralanges Heck, nur 30 Stück werden gebaut.

Nur einen Monat später das nächste Sondermodell: Mit dem Chiron Super Sport 300+ knackt Bugatti Anfang August 2019 die magische 300 mph-Grenze und holt sich mit einem Topspeed von 490,484 km/h die Krone des schnellsten Serienautos von Koenigsegg zurück. Im September verkündet Bugatti, dass der Chiron Super Sport 300+ in einer Kleinserie von 30 Exemplaren zu je 4,17 Millionen Euro erhältlich ist. Jetzt wird der brandneue Chiron Pur Sport gezeigt, von dem 60 Exemplare entstehen sollen.
Wo genau liegen die Unterschiede zwischen Divo und dem neu präsentierten Chiron Pur Sport? Beide Modelle sollen für Kurven gebaut sein – ein mutiges Statement bei einem Leergewicht von knapp unter zwei Tonnen.

Chiron Pur Sport ist der agilste Bugatti

Die Front des knapp sechs Millionen Euro teuren Divo ist durch die spektakulären Scheinwerfer sehr eigenständig.

In der 2018 veröffentlichten Pressemitteilung wird Bugatti-Chef Stephan Winkelmann zitiert: "Der Divo ist gemacht für Kurven." Außerdem heißt es: "Angetrieben vom ikonischen 1500 PS starken 8,0-Liter-W16-Motor Bugattis, ist der Divo auf Agilität, Wendigkeit und optimale Handling-Performance auf kurvenreichen Straßen getrimmt." Keine zwei Jahre später präsentiert Bugatti den Chiron Pur Sport mit folgenden Worten: "Der neue Bugatti Chiron Pur Sport giert nach Kurven, nach herausfordernden Landstraßen." Außerdem heißt es: "Es ist der bisher kompromissloseste und zugleich agilste Bugatti der Neuzeit."
Bedeutet das also im Umkehrschluss, dass der Chiron Pur Sport sportlicher ist als der Divo? Ganz offensichtlich ja, schließlich soll der Pur Sport der agilste Bugatti der Neuzeit sein. Kurzer Zahlenvergleich zwischen Divo und Pur Sport: Bei der Leistung herrscht Gleichstand, beide haben den 8,0-Liter-W16 mit 1500 PS und 1600 Nm unter der Haube. Beim Topspeed liegt der Divo mit 380 km/h vorne, im Chiron Pur Sport ist aufgrund des großen Heckflügels bei 350 km/h Schluss. Dafür ist der Pur Sport mit 1980 Kilo Leergewicht 15 Kilo leichter als der Divo, immerhin. Auch das Preiskapitel kann der auf 60 Exemplare limitierte Pur Sport für sich entscheiden, denn mit einem Basispreis von 3,57 Millionen ist er über zwei Millionen Euro günstiger als der Divo, der mindestens 5,95 Millionen Euro gekostet hat.

Ist der La Voiture Noire das erste von vielen Einzelstücken?

Der Chiron Pur Sport trägt einen riesigen Heckflügel, der besonders viel Abtrieb generieren soll.

Stellt sich die Frage: Welcher Bugatti ist für welchen Kunden geeignet? Die Unterschiede zwischen Chiron Sport und Chiron sind marginal und Geschmackssache. Der Centodieci ist eine 1600 PS starke Hommage an den legendären EB110, das Einzelstück La Voiture Noire soll die Coachbuilding-Ära bei Bugatti wieder einläuten und steht sowieso außer Konkurrenz. Der Chiron Super Sport 300+ ist für alle Kunden, die das schnellste Auto der Welt und gleichzeitig den Longtail-Look wollen.
Bleiben noch Divo und Pur Sport, die beide auf maximale Handling-Performance ausgelegt sind. Eine Doppelung im Portfolio? Vielleicht, das scheint die Kunden aber nicht zu stören, schließlich sind alle 40 Divo schon ausverkauft. Sie werden ab diesem Jahr ausgeliefert. Ich prophezeie, dass auch der Chiron Pur Sport seine Kunden finden wird. Womöglich stellen sich einige Besitzer auch gleich Divo und Chiron Pur Sport in die Garage, denn jeder Bugatti ist ein Sammlerstück. Hinzu kommt, dass der durchschnittliche Bugatti-Kunde zwischen 30 und 40 Autos besitzt.

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