Naked Bike heißen unter Motorrad-Fahrern Zweiräder, die auf schützende Anbauteile verzichten. Ganz und gar reduziert für das Fahren auf asphaltierten Straßen sind auch Roadster oder Cruiser.
Als Teil unserer ausführlichen Kaufberatung mit 50 Motorrädern in zehn Kategorien stellen wir hier fünf beliebte Bikes dieser Klasse vor, beschreiben ihre Charaktereigenschaften und helfen so bei der Suche nach dem richtigen Bike.

Harley-Davidson Nightster: Die Extrovertierte

Agil, leicht, komfortabler als die Sportster S, das ist die Mission der Harley Nightster. Für fahrspaßbetonten Vortrieb sorgt der neue Revolution Max 975T-Motor. Der formschöne Tank ist lediglich Optik und Verpackung für die Airbox. Der Kraftstoffbehälter versteckt sich unter dem Sitz. Drei fein abgestufte Fahrmodi stehen zur Wahl: Road, Sport und Rain, dazu eine Traktionskontrolle.
Harley-Davidson Nightster
Die Nightster soll als "Instrument of Expression" für Aufsehen sorgen.
Technische Daten und Preis: Harley-Davidson Nightster
Motor:
Zweizylinder (V-Twin 60°)
Hubraum: 975 cm3
Leistung: 66 kW (90 PS) bei 7500/min.
max. Drehmoment: 95 Nm bei 5750/min.
Gewicht: 221 kg
Preis: ab 14.995 Euro

Zum Umbauen gedacht

Harley-Novizen, Sportster-Jünger, Customizing-Fans sitzen hier im richtigen Sattel. Umbauten sind ausdrücklich erwünscht bei Harley-Davidson. Auch die Nightster soll als "Instrument of Expression" für Aufsehen sorgen, an geeigneten Teilen wird es nicht mangeln. Ordentliche Federn hat sie auch.

Nützliches für Motorradfahrer

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Ducati Diavel: Die Schaustellerin

Mehr Aufsehen erregen nur wenige Powerbikes: Die Diavel ist unübersehbar. Und unüberhörbar. Die beiden Endtöpfe grollen infernalisch – beim Fahren und beim Flanieren. Beides beherrscht die Italienierin gleichermaßen. Riesiger Tank, riesiger Motor, brachiale Beschleunigung. Ein echter Teufel (ital. diavolo).
Ducati Diavel
Editionsmodelle halten die Diavel jung.
Technische Daten und Preis: Ducati Diavel
Motor: Zweizylinder (Testastretta DVT)
Hubraum: 1262 cm3
Leis­tung: 119 kW (162 PS) bei 9500/min.
max. Dreh­moment: 129 Nm bei 7500/min.
Gewicht: 249 kg
Preis: ab 21.790 Euro

Mehr möglich als man glaubt

Powercruiser, Drehmoment-Gourmets, Kurvenkratzer sind mit der Diavel gut bedient. Schräglage beherrscht sie perfekt, auch wenn ihr manche das auf den ersten Blick nicht zutrauen. Das gewaltige 17-Zoll-Hinterrad (240/45) klebt prächtig auf dem Asphalt. Editionsmodelle halten die Diavel jung.

Triumph Rocket 3: Die Ultimative

Mehr Hubraum hat kein Serienmotorrad. Mehr Drehmoment auch nicht. Die Rocket 3 ist ein fahrender Superlativ in zweifacher Ausführung. Die Rocket 3 R kommt als Power-Roadster mit sportlicher Sitzposition, die GT als Reiserakete mit Rückenlehne.
Die Rocket 3 ist ein echtes Hubraum-Monster.
Technische Daten und Preis: Triumph Rocket 3
Motor: Dreizylinder (Reihe)
Hubraum: 2458 cm3
Leistung: 123 kW (167 PS) bei 6000/min.
max. Drehmoment: 221 Nm bei 4000/min.
Gewicht: 317 kg
Preis: ab 23.450 Euro

Losgelöst von Zeit und Raum

Das richtige Bike für Astronauten, Drehmoment-Gourmets, Muskelpakete. Festhalten ist angesagt auf der Rocket 3. Wobei sie einem die Arme nicht schlagartig und brutal langzieht, sondern eher wie ein Bentley – losgelöst von Zeit und Raum. Ein echtes Erlebnis, auch in puncto Handling.

Honda CMX 1100 Rebel: Die Großgewordene

Mit der CMX 500 Rebel belegt Honda seit Jahren Top-10-Plätze bei den Neuzulassungen. Die Rebel 1100 verdoppelt Leistung und Preis – und bietet als einziger Muscle Cruiser ein Doppelkupplungs- getriebe (DCT). Der Motor stammt aus der Africa Twin.
700 mm beträgt die Sitzhöhe der Honda CMX 1100 Rebel.
Technische Daten und Preis: Honda CMX 1100 Rebel
Motor: Zweizylinder (4-Takt)
Hubraum: 1048 cm3
Leistung: 64 kW (87 PS) bei 7000/min.
max. Drehmoment: 98 Nm bei 4750/min.
Gewicht: 223 kg
Preis: ab 10.799 Euro

Dem Asphalt ganz nah

700 mm beträgt die Sitzhöhe der Honda CMX 1100 Rebel. Damit ist die Person hinterm Lenker dem Asphalt ganz schön nah. Der Look erinnert an klassische Bobber und Cruiser, der Aufpreis fürs empfehlenswerte DCT beträgt 1000 Euro. Die Rebel ist das richtige Bike für Schaltfaule, Hipster, Tiefsitzer.

Indian Scout Rogue: Der Schurke

Kleine Lampenmaske, hoher Lenker, alle Anbauteile in Schwarz – die Indian Scout Rogue macht auf harter Bursche und wird so ihrem Namen gerecht: "Rogue" steht im Englischen für Schurke. Einzelsitz im Sport-Style, 19-Zoll-Vorderrad, druckvolle Beschleunigung – hier geht es ums Überholen.
Indian Scout Rogue
Drei gedeckte Farbkombinationen stehen bei der Indian Scout Rogue zur Wahl.
Technische Daten und Preis: Indian Scout Rogue
Motor: Zweizylinder (V-Twin)
Hubraum: 1133 cm3
Leistung: 70 kW (94 PS) bei 8000/min.
max. Drehmoment: 97 Nm bei 5600/min.
Gewicht: 250 kg
Preis: ab 15.590 Euro

Schwarze Dynamik

Einzelgänger, Hartgesottene, Schwarzfahrer haben mit der Indian Scout Rogue sicher ihren Spaß. Drei gedeckte Farbkombinationen stehen zur Wahl: ganz Schwarz, Schwarz-Grau und Schwarz-Grün. Wer es bunt mag, ist hier falsch. Wie ihre Scout-Geschwister steht die Rogue für unverfälschte Dynamik und Riemenantrieb.

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