Detroit 2012: Die Amis
Comeback des Pony Cars

Neuanfang mit bescheidenen Abmessungen: Mit einem Studien-Zwilling deutet General Motors die Rückkehr des Pony Cars an. Auch sonst herrscht bei den US-Autobauern Zurückhaltung in Sachen Größe.
- Joachim Staat
Das Pony Car ist zurück! Oder wie sollen wir die beiden kleinen Coupés nennen, die General Motors auf der Detroit Motor Show enthüllt hat? Da stehen zwei kompakte Viersitzer, keine viereinhalb Meter lang, gerade 140 PS stark und damit für US-Verhältnisse nicht mal eine halbe Portion – und trotzdem die größten Überraschungen der Messe. Der rote Code 130R sieht aus wie eine Kreuzung aus eingelaufenem Camaro und BMW 1er-Coupé, mit einem kleinen, neckischen Greenhouse auf dem muskulösen Body. Der Ami kombiniert einen Turbobenziner mit einem Elektromotor, die Kräfte werden an die Hinterachse weitergegeben. Nein, so was fehlt der Autowelt, zumindest für die 20.000 Dollar, die eine Serienversion kosten soll.
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Mit knapp 4,5 Metern für US-Verhältnisse nicht mal eine halbe Portion: der Tru 140S.
Bild: Glenn Paulina
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Bild: Glenn Paulina
Einen großen Testballon ließ Chrysler steigen, denn die Studie 700C soll erkunden: Könnte so der Voyager von morgen aussehen? Eine tiefer abgesetzte Haube, fließende Flanken, runde Fensterlinien – dieses Showcar bricht tatsächlich mit der kantigen Tradition bisheriger Chrysler-Vans. Am Alltagsnutzen wollen die Van-Erfinder wohl nichts ändern, denn zwei seitliche Schiebetüren, drei Sitzreihen und sechs Plätze kopieren exakt das bekannte Konzept. Nur: Sex-Appeal hat das Raumauto mit der Studie immer noch nicht – da könnte sich der 700C eine Scheibe bei den Pony Cars abschneiden.
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