Elektroautos sind endgültig im Alltag angekommen und müssen sich nun auch im harten TÜV-Alltag beweisen. Der neue AUTO BILD TÜV-Report 2026 zeigt, wie zuverlässig Stromer wirklich sind: Statt zehn Modellen wie im Vorjahr stehen diesmal 18 E-Autos auf dem Prüfstand. Vom überraschenden Musterschüler bis zum ernüchternden Mängelriesen ist alles dabei. Wie die einzelnen Modelle bei der Hauptuntersuchung abschneiden und wo aus Sicht der Sachverständigen Stärken oder Schwächen liegen, zeigt unser Überblick. Einige E-Autos haben wir im Schnell-Check herausgegriffen, die vollständige Auswertung aller 18 Modelle finden Sie unten in der Tabelle. Und im Blasendiagramm wird klar ersichtlich, welche Modelle trotz hoher Laufleistung beim TÜV gut abschneiden.

Diese E-Autos sind beim TÜV top

Mini Cooper SE

Der flotte Kleinwagen brilliert in allen Disziplinen. Achsaufhängungen und Bremsscheiben – bei E-Autos oft schon in jungen Jahren ein Thema – funktionieren absolut problemlos. Damit ist der Mini Cooper SE das beste E-Auto im AUTO BILD TÜV-Report 2026.
MINI Cooper SE JCW Trim
Dass Mini elektrisch kann, bestätigt der Brite mit bayerischen Wurzeln bei der Hauptuntersuchung. Die TÜV-Prüfer haben so gut wie nichts auszusetzen.
Bild: BMW Group
Reichweite sowie Ladezeit des Mini Cooper SE sind nicht mehr zeitgemäß. Wen das nicht stört, der kann mit dem Modell glücklich werden. Das scheint sich herumgesprochen zu haben, denn die Preise auf dem Gebrauchtmarkt sind stabil.

Audi Q4 e-tron

Der noch junge Audi bereitet kaum Ärger bei der HU – nur vier Prozent der Autos fallen wegen erheblicher Mängel durch. Das ist im Vergleich der E-Autos im TÜV-Report der zweite Platz.
Audi Q4 e-tron 45 quattro
Mit dem Q4 e-tron wagte sich Audi ins umkämpfte Segment der kompakten Elektro-SUV. Bei der ersten HU lassen sich kaum Schwachstellen ausmachen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Die Fehlerhäufung an der Fußbremse findet im niedrigen Bereich statt, sollte aber im Auge behalten werden, denn die Konzernbrüder VW ID.4/ID.5 und Skoda Enyaq schwächeln hier ebenfalls. Insgesamt ein sehr guter Auftritt des Q4 e-tron, selbst in Anbetracht der geringen Laufleistungen.

Fiat 500e

Die elektrische Neuauflage des Fiat 500 belegt, wie solide italienischer Autobau sein kann. Zwar gab es anfangs Ärger mit dem Hochvoltakku und Ladeprobleme, doch insgesamt ist die Konstruktion aus Sicht der TÜV-Sachverständigen eine erfreulich solide Angelegenheit.
Fiat 500e
Der 2020 neu vorgestellte Elektro-Kleinstwagen wird in Italien gebaut und will vieles besser machen als sein Verbrenner-Vorgänger. Die HU-Ergebnisse sprechen für ihn.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Was zu berücksichtigen wäre: Geringe Laufleistungen begünstigen ein gutes Abschneiden bei der HU – und die Wahrheit zeigt sich oft erst im Alter. Man darf gespannt sein.

Auch diese E-Autos sind besser als der Durchschnitt

BMW i3

Abgesehen von leicht überdurchschnittlichen Mängelquoten der Fußbremse kennt der modellgepflegte BMW i3 keine echten Problemzonen. Wenn Akkuzustand (State of Health – SoH) und sonstiger Zustand in Ordnung sind, ist der innovative Elektroknirps gebraucht also eine Überlegung wert.
BMW i3
Konzept und Design stempeln den BMW i3 zu einem besonderen Typen. Bei der HU bleibt der Elektro-Pionier indes erfreulich unauffällig.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Das besondere Konzept, die Fahreigenschaften sowie überschaubare Stückzahlen machen den i3 zu einem Geheimtipp.

Renault Twingo Z.E.

Der Twingo Z.E. punktet mit seiner knuffigen Form und einem überraschend guten Platzangebot. Grobe Mängel werden bei der HU nicht offenkundig, der kleine Stromer bleibt öfter mängelfrei als im Durchschnitt – er fährt allerdings auch viel weniger als andere.
Renault Twingo Electric
Der Renault Twingo Z.E. zeigt sich bei der HU insgesamt unauffällig, seinen Besitzern bereitet der noch junge Stadtstromer bislang so gut wie keine Probleme.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Wer einen Gebrauchtkauf in Erwägung zieht, sollte nicht vergessen, sich den einwandfreien Batteriezustand (SoH) per Zertifikat bestätigen zu lassen.

Hyundai Kona Elektro

Noch ist der Kona Elektro recht jung und leistet sich keine großen Patzer bei der HU. Wie viele E-Autos leidet auch er unter Mängeln an den Bremsscheiben.
Hyundai Kona Elektro 160 kW
Zur Familie des Hyundai Kona gehört seit 2018 auch eine Elektroversion. Die erste Generation macht ihre Sache bei der Hauptuntersuchung recht ordentlich.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Diese werden in Mitleidenschaft gezogen, wenn der Fahrer die Rekuperation nutzt und so zu selten die Bremse betätigt. Weniger kostenintensiv sind Lichtmängel, dennoch sollten Gebrauchtkäufer einen genauen Blick auf Blinker und Abblendlicht werfen.

Bei diesen Typen häufen sich die Mängel

Skoda Enyaq

Die Mängel an Achsaufhängungen und Lenkgelenken liegen im Mittelfeld. An den Bremsscheiben – Schwachstelle vieler Stromer – gibt's rein gar nichts zu kritisieren.
Skoda Enyaq iV 80
Mit dem Enyaq hat Skoda vieles richtig gemacht. Seine guten Seiten zeigt der Stromer auch bei der HU. Doch eine ärgerliche Schwäche trübt den Einstand des E-SUV.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Umso ärgerlicher, dass die TÜV-Prüfer den Enyaq sehr oft wegen schlechter Bremsleistung vom Hof schicken. So fällt beinahe jedes zehnte Auto wegen erheblicher Mängel durch die erste Hauptuntersuchung – das ist eindeutig zu viel.

Dacia Spring

Der chinesisch-rumänische Preisbrecher macht E-Autos erschwinglich und strahlt einen funktionalen Charme aus. Auch gewährt Dacia recht solide Garantien. Allerdings werden die zahlreichen Sparlösungen mittelfristig zu Frust führen.
Dacia Spring Electric 65
Der in China gebaute Dacia Spring ködert seit 2021 Schnäppchenjäger. Die Billigbauweise des kleinsten Dacia bleibt beim HU-Termin allerdings nicht unbemerkt.
Bild: Michael Nehrmann / AUTO BILD
Die Ergebnisse bei der ersten HU belegen, dass nicht nur an Sicherheit und Komfort, sondern auch an der Qualität gespart wurde. So springt der Funke beim Spring nicht über.

Tesla Model Y

Auch wenn die Laufleistung des Tesla Model Y rund 20 Prozent über dem Durchschnitt liegt, erschreckt das schwache Abschneiden beim ersten HU-Termin.
Tesla Model Y
Der Tesla Model Y überzeugt als modernes E-Auto mit viel Platz und feinen Manieren. Doch wegen eklatanter Schwächen müssen Eigner schon bei der ersten HU zittern.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
17,3 Prozent der Autos rasseln mit erheblichen Mängeln durch die Prüfung (Mittelwert: 6,5 Prozent). Schwachpunkte sind Beleuchtung vorn, Bremsscheiben und Achsaufhängungen. Folge: letzter Platz im Ranking.

Mängel in Relation zur Laufleistung – wer hält trotz vieler Kilometer durch?

AUTO BILD TÜV Report 2026 Bubble Chart 18 E-Autos
Tesla Model 3 und Model Y schneiden zwar schlecht ab, werden jedoch besonders stark beansprucht. Deutlich besser kommen Skoda Enyaq, VW ID.4/5, Hyundai Ioniq 5 und Audi Q4 e-tron mit hoher Laufleistung klar. Der Dacia Spring weist hingegen trotz geringer Laufleistung viele Mängel auf. Angemessen: Renault Twingo Z.E., Mini Cooper SE, BMW i3 und Fiat 500e werden eher geschont und schneiden beim meist TÜV gut ab.
Bild: Mit Hilfe von KI erstellt

Im Überblick: alle 18 Modelle aus dem TÜV-Report 2026

Elektroautos: TÜV-Rangliste*

Elektroautos: TÜV-Rangliste*
Mini Cooper SE 
3,5
27.000
6
Audi Q4 e-tron
4,0
42.000
8
Fiat 500e
4,2
26.000
11
BMW i3
4,6
28.000
23
Renault Twingo Z.E.
4,6
25.000
23
Hyundai Kona Elektro 
4,8
37.000
29
Hyundai Ioniq 5 
4,9
46.000
32
VW ID.3
5,5
35.000
44
VW ID.4/ID.5
6,1
47.000
55
VW e-Up
6,9
29.000
72
Peugeot e-208
7,0
35.000
76
Renault Zoe
8,1
32.000
85
Opel Corsa-e
8,4
30.000
88
Opel Mokka-e
8,6
26.000
92
Skoda Enyaq
9,1
51.000
93
Dacia Spring
13,0
26.000
107
Tesla Model 3
13,1
56.000
108
Tesla Model Y
17,3
55.000
110