Ford hat den bösen Bruder des aktuellen F-150 vorgestellt. Als Raptor kommt der Pick-up nicht nur mit böserer Optik, sondern auch mit komplett neuem Fahrwerk an der Hinterachse und überarbeitetem Motor. Was der F-150 Raptor an Leistung mitbringt, verrät Ford leider noch nicht. Nur, dass es beim 3,5-Liter-V6 mit mit zwei Turboladern bleibt. Beim Vorgänger ermöglicht der 456 PS und 691 Nm, auf diesem Niveau dürfte sich auch der Output des Neuen bewegen. Eine Zehnstufen-Automatik erledigt das Schalten und für den passenden Sound sorgt ein neuer Klappenauspuff.

Raptor R mit V8

Doch es kommt noch eine stärkere Version. Die wird Raptor R heißen und ist für 2022 angekündigt. Ein Ford-Sprecher hat dazu etwas getwittert, das viele Fans glücklich machen dürfte: Der Pick-up wird einen V8-Motor bekommen. Genaue Infos dazu gibt es noch nicht, dem Vernehmen nach soll es aber ein neuer Antrieb mit 6,8 Litern Hubraum sein.

Neues Fahrwerk an der Hinterachse

Ford F-150 Raptor
Mit mehr Drehmoment an der Hinterachse kann der Pick-up schneller aus dem Stand beschleunigen.

Die größte Neuerung ist das Fahrwerk an der Hinterachse. Statt Blattfedern hat der F-150 Raptor jetzt eine Fünflenker-Hinterradaufhängung mit Schraubenfedern. Die soll zusammen mit der verbesserten Motorsoftware mehr Drehmoment auf die Hinterachse bringen. Dazu gibt es elektronisch gesteuerte Dämpfer. Deren Sensoren arbeiten laut Ford so schnell, dass der Pick-up schon reagiert, wenn der Fahrer bemerkt, dass sich der Untergrund ändert.

37 Zoll große Reifen

Und weil es immer noch größer geht, gibt es für den Raptor jetzt erstmals 37 Zoll große Reifen. Montiert auf 17-Zoll-Felgen ermöglichen die einen Böschungswinkel von knapp 33 Grad vorn und rund 25 Grad hinten und einen Rampenwinkel von über 24 Grad. Bei der Optik fällt vor allem der neue Kühlergrill auf, der sich jetzt über die gesamte Breite der Front zieht. Und auch die Frontschürze hat sich verändert, sie ist noch einmal deutlich aggressiver gestaltet und hat einen mächtigen Unterfahrschutz.
Ford F-150 Raptor
Sowohl das digitale Cockpit als auch der Zentralbildschirm messen zwölf Zoll.

Der Innenraum gleicht dem des regulären F-150, natürlich mit einigen sportlichen Details. Das Lenkrad hat beim Raptor eine 12-Uhr-Markierung und Schaltpaddles, es gibt optionale Recaro-Sportsitze, einige orangefarbene Akzente und je nach Geschmack Zierart aus Aluminium oder Carbon. Natürlich hat auch die Sportversion das aktuelle SYNC4-Infoatinment an Bord, mit eigenen Raptor-Grafiken und -Anzeigen im digitalen Tacho sowie drahtlosen Updates.

Bei uns nur als Import

Ab dem Sommer 2021 wird der Raptor bei den amerikanischen Ford-Händlern stehen. Zu uns kommt der F-150 auch weiterhin nur über den Importeursweg. Offiziell beim Ford-Händler wird dagegen der nächste Ranger stehen, auf dem dann auch der kommende VW Amarok basiert. (Hier geht es zu gebrauchten Ford F-150 Raptor mit Garantie!)