Preise des SUVs dürften leicht steigen

Honda hat den neuen HR-V gezeigt und setzt dabei eindeutig auf Revolution statt auf Evolution. Mit neuem Design innen und außen und einem neuen Motor, das SUV gibt es nur noch mit einem Hybridantrieb, soll die dritte Generation ein jüngeres Publikum ansprechen. Der Marktstart ist für Ende 2021 geplant. Zu den Preisen äußert Honda sich noch nicht. AUTO BILD geht aber davon aus, das die leicht steigen werden. Der aktuelle HR-V startet bei 21.990 Euro.
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Komplett neues Design

Das Design des SUVs hebt sich stark vom Vorgänger ab – besonders die nun coupéhafter abfallende Dachlinie und die lange Motorhaube fallen dabei auf. Die Abmessungen sollen auf dem Niveau des Vorgängers bleiben, genaue Zahlen liefert Honda noch nicht. Nur zwei Werte sind offiziell: Der neue HR-V hat einen Zentimeter mehr Bodenfreiheit und eine um zwei Zentimeter abgesenkte Dachlinie. An der Front bekommt das Auto schmalere LED-Scheinwerfer deren Lichtsignatur optisch mit einem Chromelement über dem Kühlergrill verbunden ist. Der Grill selbst ist nicht farblich abgesetzt, sein Gitter ist in Wagenfarbe lackiert. Die unteren Lufteinlässe werden größer und verschmelzen zu einem Element, die Stoßstange ist mittig mit einem angedeuteten Unterfahrschutz ausgestattet. In der Seitenansicht fällt vor allem auf, dass Honda auf die meisten Sicken und Kanten verzichtet.
Honda HR-V
Die neue Gestaltung des Hecks soll Luftverwirbelungen reduzieren. Das spart Sprit.
Auch das Heck verändert sich stark, die neuen, schmaleren Rücklichter werden mit einem durchgehenden Leuchtenband verbunden. Die Aussparung fürs Kennzeichen wandert auf der Kofferraumklappe etwas weiter nach unten.

Innenraum wirkt aufgeräumter

Das Cockpit ist dem aktuellen Trend entsprechend horizontal aufgebaut und wirkt übersichtlicher. Der neun Zoll große Infotainment-Bildschirm ist jetzt auf dem Armaturenbrett aufgesetzt. Auch die Software dahinter ist neu. Honda verspricht eine einfachere Menüführung und schnellere Ladezeiten. Mit drahtlosen Updates können neue Funktionen und Apps auch nach dem Kauf noch hinzugefügt werden. Selbstverständlich können Smartphones per Apple CarPlay und Android Auto gekoppelt werden, bei iPhones geht das auch kabellos.
Die Klimabedieneinheit bleibt an ihrem alten Platz, ist aber mit neuen Drehschaltern ausgestattet. Die neuen Lüftungsdüsen fügen sich besser in den Innenraum ein. Sie gehören zu einem neuen System, mit dem über und neben den Passagieren ein Schleier aus frischer Luft erzeugt werden soll, statt sie direkt anzupusten. Die Instrumente werden nun digital in einem Siebenzoll-Display dargestellt. Dabei kann der Fahrer selbst entscheiden, wie viele Informationen dort angezeigt werden sollen. Und auch das Multifunktionslenkrad wurde angefasst. Ein kleinerer Pralltopf lässt es eleganter wirken. Abgerundet wird der hochwertigere Gesamteindruck von einem rahmenlosen Rückspiegel.
Honda HR-V
Das Cockpit des neuen HR-V ist horizontal aufgebaut und wirkt aufgeräumter.
Auch die neue Generation bekommt wieder die sogenannten "Magic Seats" in der zweiten Reihe, bei denen sich die Sitzflächen Richtung Lehne klappen lassen. Ein praktisches Feature bietet die elektrische Heckklappe: Sie schließt sich automatisch, wenn man sich mit dem Schlüssel vom Auto wegbewegt. Das genaue Kofferraumvolumen ist noch nicht bekannt, hier soll es aber ausreichend Platz geben, um zwei Mountainbikes (natürlich mit abmontierten Vorderrädern) unterzubringen.

HR-V bekommt Toter-Winkel-Assistent

Zwei neue Assistenten sind verfügbar, ein Toter-Winkel-Assistent, der auch beim Ausparken aktiv ist, und eine Bergabfahrhilfe. Andere Systeme wurden überarbeitet. Eine neue Weitwinkel-Kamera verbessert die Fußgängererkennung und das Kollisionswarnsystem, das jetzt auch kreuzende Fahrzeuge erkennen kann.

Hybrid-Antrieb stammt vom Honda Jazz

Den HR-V wird es nur noch als Hybrid geben. Bei dem Antrieb handelt es sich um das etwas unkonventionelle System aus dem Honda Jazz, das aber überarbeitet wurde, da das SUV deutlich schwerer ist. Der Hybrid setzt sich aus zwei Elektromotoren und einem 1,5-Liter-Benziner zusammen und leistet 131 PS sowie 253 Nm. Das sind 22 PS mehr als im Jazz, das maximale Drehmoment bleibt gleich. Fahrleistungen, die rein elektrische Reichweite und der Verbrauch sind noch nicht veröffentlicht worden.