Ionity plant das E-Auto-Laden mit 600 kW Ladeleistung
Bei Ionity können E-Autos 300 Kilometer in acht Minuten laden

Bild: Ionity
Fürs Verreisen im E-Auto oder auf Fernfahrten ist eine hohe Ladegeschwindigkeit entscheidend. Bislang war in Deutschland beim sogenannten HPC-Laden (400 kW Ladeleistung) nach oben Schluss. Der Schnellladeanbieter Ionity plant jetzt mit neuartigen Ladestationen im Megawatt-Bereich: In der zweiten Jahreshälfte 2025 werden an ersten Standorten spezielle Ladesäulen aufgestellt, die das Laden mit 600 kW erlauben.
Damit wird es möglich sein, geeignete Elektromobile in unter acht Minuten für weitere 300 Kilometer Fahrt aufzuladen. Dies werden in der Regel Fahrzeuge sein, die auf einer 800-Volt-Plattform stehen und solch eine hohe Ladeleistung verarbeiten können. Die fahrzeugseitige Schnellladefähigkeit ist entscheidend dafür, ob mit diesem hohen Tempo geladen werden kann. Es wären in Deutschland die ersten Schnellladestationen, die in den Megawattbereich tendieren.
Vergleich der HPC-Stationsbetreiber
1In diesem Check ist das Tesla-Angebot nur bedingt vergleichbar, da die Konditionen nur für Tesla-Fahrer und Fahrerinnen gelten und fürs Laden ein Vertrag vorliegt
Gerade erst hat der chinesische Akkuhersteller CATL einen Akku vorgestellt, der sich in der Spitze mit bis zu 1,3 Megawatt laden lässt. Damit zeigt sich auf der Akkuseite, dass Industrie und Technik bereit sind für ultraschnelles Laden. Auch die Liste der Autos, die sich superschnell laden lassen, wird immer länger.
Bereits jetzt erlaubt eine ganze Reihe von Anbietern das Schnellladen mit bis zu 400 kW. Zu ihnen gehören neben Ionity auch Aral Pulse und EnBW. Mit einer voraussichtlichen Ladeleistung von 600 kW würde sich Ionity an die Spitze der Anbieter setzen.
Schnellladen reduziert die Wartezeit bei Fernreisen
Der Ausbau des Schnellladenetzes an Fernstraßen gilt als entscheidend für den Ausbau der Elektromobilität in Europa und insbesondere in Deutschland. Gerade in Urlaubs- und Spitzenzeiten kann es zu Engpässen an hochfrequentierten Ladeparks kommen. Wenn das Tempo beim Laden erhöht wird, reduziert sich die individuelle Ladezeit, die jeweilige Ladestation wird schneller wieder frei. Nebenbei verringert sich auch die Wartezeit für die Elektromobilisten am Ladepunkt.
Laut Ionity werden die ersten der ultraschnellen Ladestationen ab Mai 2025 auf dem firmeneigenen Testgelände bei München getestet und später flächendeckend eingesetzt. Aktuell betreibt der Anbieter 700 Ladeparks mit rund 4800 Ladepunkten in 24 europäischen Ländern.
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