Nach elf Jahren wird es Zeit für einen komplett neuen Jeep Compass. AUTO BILD hat getestet, wie er sich im Gelände schlägt. Fahrbericht!
Jens Meiners
Der Jeep Compass ist kein Blender: Auch hartes Gelände ist kein Problem für das Kompakt-SUV.
Bild: Fiat Chrysler Automobiles
Mit der Neuauflage des kompakten Jeep Compass hat sich der Fiat-Chrysler-Konzern reichlich Zeit gelassen. Stolze elf Jahre hat sich das Vorgängermodell auf dem Markt gehalten, jetzt geht die Baureihe als komplette Neuentwicklung an den Start. "Eigentlich gar nichts", bekommt man bei Jeep auf die Frage hören, welche Elemente des Vorgängermodell gut genug waren, um übernommen zu werden. Tatsächlich könnte der Sprung nach vorn kaum größer sein. Zwar sind die Abmessungen mit einer Länge von 4,39 Metern und 1,64 Meter Höhe ähnlich geblieben, nur die Breite hat mit 1,87 Metern deutlich zugelegt. Doch der Compass fühlt sich an, als hätte er mindestens eine Generation übersprungen.
Der Jeep Compass überrascht im Gelände
Und damit unterstreicht er die Premium-Ambitionen, die sich stilistisch in der Nähe zum Spitzenmodell Grand Cherokee manifestieren: Dieses Auto will nach oben. Und dabei dürften es widrige Fahrbahn- und Bodenverhältnisse kaum aufhalten: Der Compass, der sich seine Plattform mit dem kleineren Renegade teilt, profiliert sich abseits befestigter Wege mit geradezu unglaublichem Klettervermögen – jedenfalls dann, wenn die "Trailhawk"-Variante gewählt wurde, die mit erhöhter Bodenfreiheit und Geländeuntersetzung aufwartet. Bei den Einstiegsversionen "Longitude" und "Limited" liegt der Schwerpunkt hingegen auf Design, Komfort und Praktikabilität. Auf dem US-Markt dient die Ausstattungslinie "Sport" als Basis – uns bleibt sie bis auf Weiteres vorenthalten.
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Neue SUVs: Kompaktklasse (2020, 2021 und 2022)
Hochwertiges Interieur im Jeep
Wer oft im Gelände unterwegs ist, der ordert den Compass mit Allradantrieb.
Bild: Fiat Chrysler Automobiles
Der Premium-Charakter des neuen Compass manifestiert sich auch im Interieur: Die Material- und Farbkonzepte unterscheiden sich je nach Modellvariante deutlich. Insgesamt wirkt dieser Jeep hochwertig, obwohl die Formensprache konventionell bleibt. Das Raumangebot ist auf allen Plätzen großzügig – auch wenn die Vordersitze weit nach hinten geschoben werden, gibt es reichlich Auflade- und Ablagemöglichkeiten. Übrigens haben die Jeep-Designer im Compass eine ganze Reihe sogenannter "Ostereier" versteckt: humorvolle Anspielungen auf die Jeep-Historie und den Fahrzeugcharakter, die dem Besitzer ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollen – und deren Platzierung hier deshalb auch nicht verraten wird. Nur eines: Wir haben unter anderem das sagenumwobene Ungeheuer von Loch Ness gesichtet.
Spezielle Turbomotoren für Europa
Speziell für den europäischen Markt gibt es verschiedene Turbomotoren, auch die Automatik wurde überarbeitet.
Bild: Fiat Chrysler Automobiles
Unser Testwagen, den wir auf und abseits der Pisten im US-Staat Texas gefahren sind, war übrigens mit einem 2,4-Liter-Saugmotor ausgerüstet, der in Deutschland nicht angeboten wird. Er geht so phlegmatisch ans Werk, dass man Jeep zu dieser Entscheidung nur beglückwünschen kann. Bei uns werden ausschließlich Turbomotoren angeboten: Einstiegsmodell ist ein 1,4-Liter-Benziner mit 140 PS, darüber rangiert eine 170-PS-Variante des gleichen Motors, die ihre Kraft an alle vier Räder schickt. Zudem gibt es einen 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS sowie einen 2,0-Liter-Diesel mit 140 PS. Je nach Motorisierung können Sechsgang-Handschaltung oder ein von ZF zugelieferter Neunstufen-Automat spezifiziert werden, und es gibt sowohl Front- als auch Allradantrieb. Die in der US-Version träge agierende Automatik soll für Europa deutlich nachgeschärft, die Schaltzeiten verkürzt werden.
Der neue Compass ist deutlich besser als der Vorgänger
Das Fahrwerk des neuen Compass ist harmonisch und komfortabel abgestimmt, es ist jedoch auch für eine sportliche Gangart ausreichend straff. Der Aufbau lässt sich kaum aus der Ruhe bringen, für Dynamik-Exzesse ist dieser Jeep allerdings nicht ausgelegt. Das ist auch nicht die Aufgabe dieses rundum überzeugenden neuen Jeep-Modells, das übrigens in Mexiko vom Band rollen wird. Vielmehr dient der Compass als dezidiert amerikanische individualistische Alternative zu Modellen wie dem VW Tiguan, die das Segment dominieren. Man darf sich nur nicht vom Namen täuschen lassen. Denn seinem eher durchschnittlichen Vorgänger lässt dieser neue Compass weit hinter sich. Im Juli 2017 steht er bei den Händlern – zu Preisen ab 25.000 Euro.
Neue SUVs: Kompaktklasse (2020, 2021 und 2022)
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AUTO BILD zeigt die Kompakt-SUV Neuheiten bis 2022. Los geht es mit dem Skoda Kamiq Scoutline; Preis: ab ca. 19.000 Euro; Marktstart: Juli 2020. Jetzt bekommt auch der Kamiq die bei Skoda-Kunden beliebte Scoutline spendiert. Das robuste Optikpaket baut auf der Ausstattung "Ambition" auf und bringt neben Radhausverbreiterungen aus Kunststoff auch silberne Verkleidungen an das SUV.
Bild: Skoda
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VW Tiguan Facelift; Marktstart: Ende 2020.Optisch passt VW vor allem die Front dem aktuellen Markengesicht an. Unter der Haube werden Motoren aus dem Golf eingesetzt: 1,5-Liter-Benziner und Zweiliter-Diesel. Auch Mild- und Plug-in-Hybride sollten beim Tiguan in der Preisliste zu finden sein.
Bild: Bernhard Reichel
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Cupra Formentor; Marktstart: 2020. Der Formentor wird das erste eigenständige Auto der Seat-Tochter. Er wird in zwei Leistungsstufen angeboten. Einmal als 245 PS starker Plug-in-Hybrid und als 310 PS starker Benziner.
Bild: Seat
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Nissan Qashqai; Marktstart: 2020. Die dritte Generation des Kompakt-SUVs tritt wahrscheinlich optisch nur leicht verändert auf. Deutlich größere Veränderungen wird es beim Antriebsstrang geben: Die Japaner planen erstmals zwei Hybride. Eine Plug-in-Version kommt mit Technik vom Allianzpartner Mitsubishi.
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Lynk & Co 02; Marktstart: 2020. Das Kompakt-SUV 02 soll in Europa (Gent) produziert werden. Mit einer Länge von 4,45 Metern und 1,89 Meter Breite ist der Lynk & Co minimal größer als der schwedische Plattformbruder XC40.
Bild: Lynk & Co
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Audi Q4 e-tron; Marktstart: Ende 2020. Der Q4 e-tron soll neben e-tron und e-tron GT die dritte reinelektrische Modellreihe von Audi werden. Das SUV besitzt zwei E-Motoren mit einer Gesamtleistung von 225 kW (306 PS) und eine Reichweite von mindestens 450 Kilometern.
Bild: Audi AG
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BMW X1; Marktstart: 2021. Optisch orientiert sich der X1 der dritten Generation an seinen größeren SUV-Brüdern X3 und X5, Platzangebot und Außenabmessungen wachsen allerdings nur im Millimeterbereich. Ganz neu ist die Gestaltung des Innenraums. Technisch gleicht der X1 jedoch dem 1er.
Bild: Larson
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Hyundai Kona N; Preis: ab ca. 32.500 Euro; Marktstart: 2021. Standesgemäß wird der N optisch brachialer auftreten als die zahmeren Kona-Varianten. Die N-typischen 19-Zöller stammen vom i30 N. Auch dessen zwei Liter großer Turbo-Vierzylinder könnte seinen Weg in das SUV finden und dort sein 275 PS leisten.
Bild: Bernhard Reichel
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VW Nivus; Marktstart: 2022.Das neue Crossover-Modell wird trotz der technischen Verwandtschaft mit dem T-Cross optisch sehr eigenständig auftreten. Der Nivus wird in Brasilien entwickelt und auch dort gebaut. Es soll aber später weltweit verkauft werden. Die Exemplare für die europäischen Kunden werden wohl ab Ende 2021 innerhalb der EU vom Band laufen.