Preis und Marktstart des Hyundai Kona N

Hyundai bringt den Kona als Sportmodell. Es ist das erste SUV aus der hauseigenen Sportabteilung – und es trägt natürlich den Namenszusatz "N". Als sicher gilt, dass das Topmodell mit dem aus dem i30 N bekannten Zweiliter-Vierzylinder mit 280 PS und 392 Nm kommt, der an ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt ist. Da bereits ungetarnte Erlkönige erwischt wurden, könnte die Präsentation des Kona N kurz bevorstehen.  AUTO BILD vermutet, dass der Preis bei 34.500 Euro starten wird.
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Kona N bekommt die dreieckige Bremsleuchte

Was sich optisch ändert, zeigen die ersten Bilder. Hyundai nennt sie zwar "Teaser", doch eigentlich ist auf den Fotos bereits alles zu sehen: An der Front markieren vor allem verschiedene größere Lufteinlässe die Sportambitionen des SUVs. Wie beim regulären Kona sind die Scheinwerfer zweigeteilt. Zwischen den hoch positionierten LED-Tagfahrlichtern, direkt unterhalb der Motorhaube, befindet sich ein neuer Lüftungsschlitz. Auch die Lufteinlässe in der Mitte der Schürze und an den Seiten legen ordentlich zu. Der Grill scheint dagegen nicht zu wachsen, er bekommt aber ein neues, grobmaschiges Gitter und natürlich ein N-Badge. Abgerundet wird das Ganze durch einen roten Zierstreifen am unteren Teil der Schürze – typisch N also.
Hyundai Kona N
Der breite Diffusor mit den großen Endrohren steht dem Hyundai Kona N gut.

Auch am Heck bekommt der Kona N einige Sportzutaten. Ein in der Mitte geteilter Spoiler an der Dachkante sorgt für mehr Abtrieb, darin integriert ist die dreieckige dritte Bremsleuchte, die wir vom i30 N kennen. In der neuen Schürze mit breitem Diffusor sind zwei große Endrohre eingelassen. Abgesetzt ist das Ganze wieder durch einen roten Zierstreifen. Anders als beim regulären Kona sind Schürzen, Radläufe und Schweller in Wagenfarbe lackiert.

Unterm Blech ein Hyundai i30 N

AUTO BILD ist bereits einen noch getarnten Prototypen des Kona N gefahren. Unter dem Blech des Kona N steckt im Grunde ein i30 N der aktuellen Facelift-Generation. Das bedeutet: 280 PS und 392 Nm. Der überarbeitete Turbo-Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum spricht besser an, entfaltet seine Leistung breiter über die Schaltstufen. Natürlich trägt auch die Achtgang-Doppelkupplung stark zum agileren Eindruck bei, denn mit zwei Gängen mehr und der damit engeren Abstufung lässt sich das optimale Band effizienter einsetzen. Zudem hat Hyundai das Ansprechverhalten des Turboladers verbessert. Während die längere Leistungsausbeute vor allem im hohen Geschwindigkeitsbereich dafür sorgt, dass dem Motor obenrum nicht – wie in alten Tests des i30 N oft bemängelt – so schnell die Puste ausgeht, kommt der responsivere Turbo vor allem den Zwischenspurtwerten zugute.
Hyundai Kona N
Trotz des höheren Aufbaus und etwas kürzerem Radstand vermissen wir kaum querdynamisches Fahrtalent.

Interessant: Die Hinterachse verliert tendenziell schneller die Contenance, als die Vorderachse ins Untersteuern abschmieren könnte. Das deutet für uns darauf hin, dass der Kona N auch bei trockenen Bedingungen mit einem eher locker sitzenden Heck für Fahrfreude sorgt. Die Lenkung macht auf uns einen etwas zu leichtgängigen Ersteindruck; an Lenkpräzision und -übersetzung haben wir bisher nichts auszusetzen.
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Mit reinem Vorderradantrieb spielt der Kona N das klassische Hot-Hatch-Thema bis zum Ende durch, ein schwerer Allrad hätte Fahrdynamik und damit Fahrspaß gekostet – und der ist Hyundai wichtig. So funktioniert die Launch Control nicht nur im Experten-Modus, sondern auch mit Sport-ESP. Hier kommen vielleicht nicht immer perfekte Werte raus, weil die Elektronik ab und an Leistung wegregelt. Aber dafür kommt auch der Durchschnittsfahrer, der sich nicht sofort traut, das ESP auszuschalten, in deren Genuss. Unser Ersteindruck: gelungen!