Kia XCeed (2019): Test, Fahrbericht, Verbrauch, Crossover
Komfort ist die Stärke des XCeed
Neue Hyundai, Kia und Genesis (2024 bis 2026)
Kia komplettiert die Ceed-Familie mit dem Crossover XCeed. Der Nachzügler hat das Zeug zum Bestseller. AUTO BILD ist ihn gefahren!
Wolfgang Gomoll
Kia hat setzt große Hoffnungen in den neuen XCeed. Er komplettiert nicht nur die Baureihe, er soll auch der Bestseller unter den Ceed-Modellen werden. Sozusagen ein Wachstumsbeschleuniger. Der kommt gerade zur rechten Zeit: In Deutschland boomen die kompakten Crossover und der XCeed soll ein großes Stück des Kuchens nach Korea bringen. Und – so viel sei jetzt schon verraten – der hochbeinige Ceed hat das Zeug dazu.
Die Stärke des Fahrwerks liegt im Komfort
Für sportliche Fahrer ist der XCeed wahrscheinlich nicht das richtige Auto.
So sportlich der XCeed auch auftritt, seine Stärke liegt im Komfort, was vor allem bei schlechten Straßen in der Stadt angenehm auffällt. Das konventionelle Fahrwerk lässt sich durch grobe Schlaglöcher nicht aus der Ruhe bringen und verdaut auch mehrere Querfugen nacheinander. Für Fahrer, die die kompromisslose sportliche Straffheit über alles stellen, dürfte der XCeed einen Schuss zu weich sein. Alle anderen schätzen die Abstimmung, da die Karosserie nicht zu sehr nachwippt. Das Nutzen des zusätzlichen Federwegs, ohne das Auto zur nervigen Schaukel werden zu lassen, war ein zentrales Anliegen der Ingenieure. "Wir haben die Zugstufe der Dämpfer etwas geöffnet und die Druckstufe ist etwas härter eingestellt", erklärt Techniker Gert-Jan Teunis.
Der XCeed soll sich mit 5,9 Litern zufriedengeben
Der 140-PS-Benziner ermöglicht ordentliche Fahrleistungen.
Der Vierzylinder-Benziner mit 140 PS passt zu dem unaufgeregten Auftritt des Kia XCeed. Das Triebwerk mit dem maximalen Drehmoment von 242 Newtonmetern, das bei 1500 bis 3200 U/min bereitsteht, macht den 1511 Kilogramm schweren Crossover aber nicht zu einer Rakete. Nach 9,5 Sekunden erreicht das Fahrzeug Landstraßentempo und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Das Doppelkupplungsgetriebe überzeugt mit unmerklichen Gangwechseln und der ganze Antriebsstrang hält sich akustisch weitgehend zurück. Nur wenn man einen Zwischenspurt hinlegen will, murrt das Aggregat hörbar. Mit einem Normverbrauch von 5,9 l/100 km reißt der XCeed kein allzu großes Loch in die Geldbörse. Bei den Helfern bietet der XCeed unter anderem einen Spurhalte-Assistent und einen Toter-Winkel-Warner. Letzterer ist notwendig, da der Crossover aufgrund seiner breiten C-Säule und dem kleinen Heckfenster beim Blick nach hinten unübersichtlich ist.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt
Der XCeed kommt Ende September auf den Markt. DIe Preise starten bei 21.390 Euro.
Platz ist genug vorhanden. Nur im Fond wird es jenseits der 1,85 Meter Körpergröße um den Kopf etwas eng. Der Kofferraum hat ein Volumen von 426 bis 1.378 Litern bei umgelegten Rücksitzlehnen. Allerdings ist die Ladekante ziemlich hoch. Beim Preis-/Leistungsverhältnis machen die Kia-Fahrzeuge traditionell eine gute Figur, so auch der XCeed. Für einen Basispreis von 21.390 Euro, bekommt man einen Frontkollisionswarner, einen aktiven Spurhalteassistenten sowie einen Tempomaten serienmäßig. Ab 21. September steht der Crossover bei den Händlern. Zum Vergleich: Der VW T-Roc ist ab 21.170 Euro zu haben und der Toyota CH-R kostet mindestens 21.990 Euro. Ab Anfang 2020 zündet Kia die nächste XCeed-Stufe: Dann kommt der Plug-in-Hybrid mit einer Reichweite von bis zu 60 Kilometern.
Bildergalerie
Neue Hyundai, Kia und Genesis (2024 bis 2026)
Neue Hyundai, Kia und Genesis (2024 bis 2026)
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AUTO BILD zeigt alle neuen Hyundai-, Kia- und Genesis-Modelle. Los geht's mit dem Hyundai Kona Elektro N Line; Marktstart: März 2024; Preis: ca. 50.000 Euro. Den gerade gelifteten Kona Elektro wird es zum ersten Mal in der sportlichen "N Line"-Ausstattung geben. Die enthält sportlichere Schürzen, Spiegel, optional ein schwarz abgesetztes Dach ...
Bild: Hyundai Motor Company
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... und neue 19-Zoll-Felgen. Im Innenraum spendiert Hyundai dem Elektroauto dann viel Schwarz und mit roten Akzenten, sportlichere Sitze, ein N-Line-Lenkrad und eine Metall-Pedalerie.
Bild: Hyundai Motor Company
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Hyundai Ioniq 5 N; Marktstart: Anfang 2024. Das erste Elektroauto aus Hyundais Sportabteilung leistet wohl 570 PS und sprintet in 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Schluss dürfte erst bei Tempo 260 sein.
Bild: B. Reichel
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Hyundai Tucson Facelift; Marktstart: Frühjahr 2024. Nach drei Jahren knöpfen sich die Koreaner den Tucson vor. Optisch könnte nochmals nachgeschärft werden.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Der EV9 setzt auf die E-GMP-Plattform inklusive 800-Volt-Technik, auf der auch EV6 und Hyundai Ioniq 5 basieren. Die elektrische Reichweite dürfte zwischen 400 und 500 Kilometern liegen.
Bild: Kia
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Hyundai Ioniq 7; Marktstart: Frühjahr 2024. Die Studie zum Elektro-SUV in Santa-Fe-Größe hat Hyundai bereits vorgestellt. Sie wirkt bullig, nimmt beim Leuchtendesign die Pixel-Elemente des Ioniq 5 wieder auf. Mit ausfahrbaren Kameras statt Seitenspiegeln ...
Bild: Hyundai Motor Deutschland
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... und dem abfallenden Dach soll der cw-Wert verbessert werden. Eine 100 kWh große Batterie soll bis zu 480 Kilometer Reichweite ermöglichen, das Allradmodell mit zwei E-Motoren leistet 313 PS. Zur Einstiegsvariante gibt es noch keine Angaben.
Bild: Hyundai Motor Deutschland
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Hyundai Tucson N; Marktstart: 2024. Den Tucson wird es offenbar auch als sportlichen N geben. Im südkoreanischen Forum "Autospy.net" wurden die Leistungsdaten geleakt: 290 PS und 421 Nm leistet dessen 2,5-Liter-Turbobenziner demnach.
Bild: Hyundai Motor Deutschland
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Hyundai i30 Facelift; Marktstart: 2024. Auffrischungsprogramm für den Hyundai i30. Um den Kompakten aktuell zu halten, spendieren die Koreaner ihm ein Facelift. AUTO BILD rechnet mit geringfügigen Änderungen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Kia EV4; Marktstart: 2024. Mit dem EV4 will Kia eine vollelektrische Limousine ins Rennen schicken. Die Front erinnert grob an den Kia EV6. Das Modell wird preislich vermutlich zwischen 40.000 und 50.000 Euro starten.
Bild: KIA EUROPE
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Kia EV5; Marktstart: Ende 2024. Kia schrumpft den EV9 und wird mit dem EV5 ein weiteres kastiges Elektro-SUV unterhalb des EV6 auf den Markt bringen. Technisch dürfte er sich die E-GMP-Plattform mit seinen größeren Geschwistern teilen. Geplant sind Reichweiten von 530 bis 720 km.
Bild: KIA EUROPE
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Kia Concept EV 3; Marktstart: 2025; Preis: ca. 35.000 Euro. Das Design erhält das Kompakt-SUV von seinem größeren Bruder EV9 – nur eben alles viel kleiner. Technische Daten sind noch nicht bekannt.
Bild: KIA EUROPE
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Die Linien des Concept EV 3 sind klar, kantig und futuristisch. Auch hier wird sofort klar, dass das Design ursprünglich für die USA geplant war.
Bild: KIA EUROPE
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Genesis GV90; Marktstart: 2026. Das neue SUV-Flaggschiff von Genesis könnte auf der E-GMP-Plattform stehen, auf der auch Ioniq 6 und Kia EV9 erscheinen werden. Das deutet: Der GV90 wird rein elektrisch.
Bild: Bernhard Reichel
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Genesis X Cabrio; Marktstart: ungewiss. Die spektakuläre Cabrio-Studie mit E-Antrieb zeigte Genesis 2022 im Rahmen der Monterey Car Week. Ob das elegante Cabrio in Serie geht, bleibt abzuwarten.
Bild: Genesis Motor Europe
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Genesis G90; Marktstart: in Europa noch ungewiss. Beim Design orientiert sich der G90 klar an den kleineren Genesis-Modellen. Einen prestigeträchtigen V8- oder gar V12-Motor gibt es im G90 nicht. Stattdessen sitzt in der XXL-Limousine immer ein 3,5-Liter-Sechszylinder, der in der Basisversion 380 PS und 530 Nm leistet. Stand jetzt ...
Bild: Genesis Motor Europe
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... will Genesis den G90 aber nicht in Deutschland anbieten. Doch es besteht die Chance, dass die Südkoreaner es sich noch mal überlegen und die Luxuslimousine zumindest in einer Kleinserie auch bei uns bringen werden.