Startschuss für die wohl ersten elektrischen Renntaxis in der Geschichte von Mercedes-Benz. Das neue Top-Modell EQE 53 4Matic+ leistet bis zu 687 PS und beschleunigt in 3,3 Sekunden auf Landstraßentempo. Mercedes' vollelektrische Alternative zum beliebtesten Taximodell in Deutschland wird gleichzeitig zum zweiten und dritten E-Auto der Performance-Marke aus Affalterbach und zeigt deutlich: Auch die Zukunft von AMG ist elektrisch. Anders als beim EQS wird es mit dem EQE 43 4Matic nämlich auch noch eine kleinere AMG-Version des EQE geben.

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Design: wenige Unterschiede zum normalen EQE

Wie beim EQS lehnt sich Mercedes mit klaren, fließenden Formen aus dem Fenster und geht neue Wege. Das gilt natürlich auch für die Sportmodelle von AMG. Verglichen mit dem normalen EQE ändert sich optisch fast nichts zu den Top-Modellen, nur die Streben in der Front und die Abrisskante am Heck verraten die Power unterm Blech. Radseitig stehen die beiden Sportmodelle serienmäßig auf 20-Zoll Felgen, optional gibt es 21-Zöller mit Mischbereifung.
Mercedes EQE 53 AMG
Wer Carbon-Keramik-Bremsen an der Vorderachse will, muss die 21-Zoll-Felgen wählen.

Innenraum: neue Dekore und Anzeigen für die AMGs

Innen gibt es neben spezifischen Anzeigen, ein neues AMG-Lenkrad und Sportsitze mit AMG-Logos. Ansonsten bedienen sich die Affalterbacher an der AMG-Line. Spezielle Dekore wie Carbon, heben die Sportmodelle aber trotzdem noch von der Serie ab. Das neue AMG-Lenkrad erhält serienmäßig Display-Tasten, über die sich die Fahrmodi oder die Soundkulisse des Autos verändern lassen. Optional ist auch bei den AMGs der MBUX-Hyperscreen erhältlich, der sich über eine Breite von 1,41 Meter erstreckt und drei Displays beherbergt.
Mercedes EQE 53 AMG
Neues Lenkrad und Hyperscreen: Die AMG-Handschrift ist im EQE deutlich zu erkennen.

Technik und Motoren: bis zu 687 PS mit Dynamic Paket

Die wichtigen Veränderungen stecken aber unter dem Blechkleid des EQE. Das Fahrwerk stammt komplett von AMG und umfasst spezielle Lenker sowie steifere Stabilisatoren. Bei der sportlichen Dreikammer-Luftfeder bedienen sich die Entwickler im Grunde beim AMG GT 4-Türer. Neben einer angepassten Wicklung und einem verlängerten Wellenschaft sind die Elektromotoren des 53ers nach der AMG-Behandlung jetzt auch für mehr Drehmoment und höhere Drehzahlen ausgelegt.
Mercedes EQE 53 AMG
Beide Modelle sind optisch fast identisch, an der Technik wurde beim 53er aber mehr modifiziert.
Das Ergebnis: mit AMG Dynamic Paket leistet der Top-EQE bis zu 687 PS und 1000 Nm. Wer so viel Leistung nicht braucht, kann zum EQE 43 greifen. Hier stehen auch ohne überholte Motoren bis zu 476 PS und 860 Nm zur Verfügung. Freunde von Motorensound werden durch Lautsprecher in der Stoßstange die Möglichkeit haben, der Umwelt zu zeigen, wie viel unter dem Blech los ist.

Technische Daten

Mercedes-AMG EQE 43 4matic
Mercedes-AMG EQE 53 4matic+
Abzweigung
E-Maschinen
Abzweigung
Abzweigung
max. Antriebsleistung
Abzweigung
Abzweigung
max. Drehmoment
Abzweigung
Abzweigung
Antrieb
Abzweigung
Abzweigung
Beschleunigung 0-100 km/h
Abzweigung
Abzweigung
Höchstgeschwindigkeit
Abzweigung
Abzweigung
Batterie-Energieinhalt, nutzbar
Abzweigung
Abzweigung
Onboardlader (Serie/Option)
Abzweigung
Abzweigung
max. DC-Ladeleistung
Abzweigung
Abzweigung
Stromverbrauch kombiniert (WLTP)
Abzweigung
Abzweigung
Reichweite (WLTP)
Abzweigung
Abzweigung
Leergewicht fahrfertig (EG)
Abzweigung
zwei permanenterregte Synchronmaschinen (PSM)
350 (476) kW (PS)
860 Nm
voll variabler Allradantrieb
4,2 s
210 km/h
90,6 kWh
11 / 22 kW
170 kW
22,5-19,7 kWh/100km
534 km
2450 kg
zwei permanenterregte Synchronmaschinen (PSM)
460 (626) / 505 (687)* kW (PS)
950 / 1000* Nm
voll variabler Allradantrieb
3,5 / 3,3* s
220 / 240* km/h
90,6 kWh
11 / 22 kW
170 kW
23,2-20,2 kWh/100km
526 km
2525 kg

Akkus: große EQE-Batterien für die Topmodelle

Die Akkus haben bei beiden Modellen eine maximale Kapazität von 90,6 kWh. Die Stromspeicher wurden für die höheren Fahrströme optimiert und für die AMG-Bedürfnisse neu abgestimmt. So ist die Energieabgabe in den sportlichen Fahrmodi auf Performance und im Comfort-Modus auf eine maximale Reichweite getrimmt.
Mercedes EQE 53 AMG
Hinter der Stoßstange gibt es Lautsprecher, die einen "Motorensound" erzeugen.

Fahren: So fährt der Elektro-AMG mit 687 PS

Auf der ersten Fahrt sind wir mit dem 53 4Matic+ unterwegs. Mit optionalem AMG Dynamic Plus-Paket wuchtet er brutale 687 PS und 1000 Nm an alle vier Räder. Normal liegen 626 PS und 950 Nm an. Damit schießt die gediegene Limousine in 3,3 Sekunden auf 100 km/h und läuft wenig später bei Tempo 240 in den Begrenzer. Dabei gibt der Soundgenerator stets gutes Feedback über den Lastzustand.
Die ideale Beherrschbarkeit der Power sollen das optimierte Luftfahrwerk AMG Ride Control+ sowie die Hinterachslenkung sichern. Um die maximale Reichweite von bis zu 526 Kilometern (EQE 43: 534 km) zu erreichen, empfehlen sich dagegen der Comfort-Modus, maximale Rekuperation und ein leichter Stromfuß.

Preise: Unter 100.000 Euro geht nichts

AMG fahren ist kein Schnäppchen. Während das Basismodell EQE 300 ab 63.427 Euro in der Preisliste steht, kostet der EQE 43 4Matic mindestens 103.828 Euro und somit ziemlich genau 40.000 Euro mehr. Noch teurer ist der EQE 53 4Matic+, für den Kunden 109.778 Euro zahlen müssen. Beide AMG-Varianten, EQE 43 und EQE 53, können seit Sommer 2022 online konfiguriert und bestellt werden. Der genaue Liefertermin hängt von den gewählten Optionen ab.

Fazit

Überlegen bei Power und Luxus, dazu hohe Reichweite. Mit dem EQE wird das Elektroauto endgültig langstreckentauglich. Im Detail (einfache Kunststoffe) erreicht die Qualität noch nicht Mercedes-Niveau. Für über 100.000 Euro erwarten wir etwas mehr.