Bestellstart C-Klasse T-Modell am 30. März 2021

Eine neue Generation Mercedes C-Klasse bedeutet auch: Es kommt ein neues T-Modell des Mittelklasse-Mercedes. Seit Beginn der Baureihe gehört der Kombi (T-Modell) zum festen Inventar. In Deutschland mit besonderem Erfolg, denn das T-Modell machte zuletzt zwei Drittel aller verkauften C-Klasse-Exemplare aus.
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Das dürfte bei der neuen Generation S 206 – so der interne Baucode – vermutlich nicht anders sein, die seit Juni 2021 bei den Händlern steht. Die Preise starten bei 43.316 Euro. Alle Preise des Mercedes C-Klasse T-Modells auf einen Blick:
● Mercedes C 180 T-Modell ab 43.316 Euro
● Mercedes C 200 d T-Modell ab 46.351 Euro
● Mercedes C 200 T-Modell ab 46.975 Euro
● Mercedes C 220 d T-Modell ab 49.355 Euro
● Mercedes C 300 d T-Modell ab 53.967 Euro
Mercedes C-Klasse T-Modell
Der neue Mercedes C-Klasse Kombi hat den internen Baucode S 206.

Vergleichstest: T-Modell tritt gegen A4 Avant und 3er Touring an

Als Limousine mit Benziner konnte der Benz im ersten Test bereits hauchzart am 3er von BMW vorbeiziehen. Jetzt muss das C-Klasse T-Modell mit Top-Diesel gegen Audi A4 Avant und BMW 3er Touring ran. Allesamt mit elektrifizierten Dieseln, die an der 300-PS-Marke kratzen. Während die Konkurrenz aber sechs Zylinder hat, muss der C-Klasse-Kombi mit zwei weniger auskommen.

C-Klasse kommt mit nur 5,3 Litern auf 100 Kilometer aus

Eins Vorab: Alle drei Kombis schütteln jedweden Mittelklasse-Mief ab und sind in unseren Augen echte Traumwagen: sauschnell, mit bärigem Durchzug und spatzenähnlichem Durst. Mit 7,1 Litern schenken die Injektoren des 286 PS starken Dreiliter-Sechszylinders im allradgetriebenen A4 dabei noch am großzügigsten ein. Dem 330d, ebenfalls mit Dreiliter-Sechszylinder, 286 PS und Allrad dabei, reicht ein halber Liter weniger. Und der C 300 d, als Einziger mit Vierzylinder, Hinterradantrieb (4Matic derzeit noch nicht verfügbar) und 265 PS nominell etwas schwächer, knausert sich mit beeindruckenden 5,3 Litern durch den Test. Die Reichweite liegt bei über 1200 Kilometern, und es wächst die Erkenntnis, dass Downsizing wirklich effektiv sein kann.
BMW 330d xDrive Touring      Audi A4 Avant 50 TDI       Mercedes C-Klasse 300 d T- Modell
Die C-Klasse beweist, dass Downsizing effektiv sein kann. Eine Tankfüllung reicht für mehr als 1200 Kilometer.

Beim Sound liegen die Sechszylinder vorn

Allerdings sind die Zylinder-Sixpacks einfach schöner für die Ohren. Schon der etwas rau laufende Mono-Turbo-V6 des Audi zieht unsere Mundwinkel nach oben, wenn er sich kraftvoll durch die lang übersetzten Gänge büffelt. Der 330d entzückt als (fast) perfekt abgestimmte Einheit aus allzeit aufmerksamer Achtstufenautomatik und sämig klingendem Reihensechser mit Riemenstartergenerator, der mit zusätzlichen acht Kilowatt anschiebt. In der C-Klasse leistet der integrierte Startergenerator sogar 15 kW. Und der Biturbo nagelt den alten Taxi-Vierzylinder-Blues. Immerhin bestens gedämmt, butterweich gelagert und ziemlich kultiviert.

Beim Komfort ragt das T-Modell heraus

Bei den Fahrleistungen hinkt der Benz seinen Sechszylinder-Rivalen dann wirklich nur ganz leicht hinterher. Und beim Komfort ragt die auf 18-Zöllern (655 Euro) stehende C-Klasse heraus, simuliert mit watteweichen Federn die – nicht mehr lieferbare – Luftfederung des Vorgängers. Kleiner Wermutstropfen ist dabei, dass die ziemlich starken Karosseriebewegungen auf schlecht asphaltierten Strecken bei empfindlichen Naturen fast zur Seekrankheit führen können. Empfehlung: Das adaptive Fahrwerk (1071 Euro) hält zwei härtere Stufen parat, da findet sich dann für jeden Magen die passende Einstellung. Trotz der 19-Zoll-Reifen (730 Euro) und M-Fahrwerk (600 Euro) überrascht der Test-3er mit seinem ausgewogenen Fahrwerks-Setup. Er liegt grundstraff, aber längst nicht mehr so stressig hart wie die früher mit M-Fahrwerk bestückten Exemplare. Obendrein ist seine Karosserie bestens verarbeitet, bleibt auf Kopfsteinpflastern im Gegensatz zu A4 und C-Klasse weitestgehend knister- und klapperfrei. Auch der Audi federt mit 19-Zoll-Rädern (1850 Euro) und seinem verstellbaren S-Fahrwerk (1030 Euro) angenehm, der Avant knallt dafür aber am bockigsten über Kanten. A4 und 3er schieben sich dynamischer aus den Kurven – auch dank ihrer Hinterachssperren (Audi 1350 Euro, BMW 1400 Euro). Doch mit der Hinterachslenkung (1250 Euro) bietet die C-Klasse das mit Abstand handlichste Fahrgefühl. Und einen extrem kleinen Wendekreis.
Audi A4 Avant 50 TDI       BMW 330d xDrive Touring      Mercedes C-Klasse 300 d T- Modell
A4 und 3er schieben sich zwar dynamischer aus den Kurven, dank Hinterachslenkung ist der Benz aber am handlichsten.

Testwagen-Preise liegen allesamt über 60.000 Euro

Mit 63.263 Euro steht der Mercedes C 300 d T-Modell mit Testausstattung in der Liste, Audi berechnet den A4 Avant 50 TDI mit 63.920 Euro und BMW den 330d Touring mit 66.630 Euro. Bei den – allesamt sehr stolzen – Preisen nehmen sich die Traumwagen also nicht viel.

Fazit: C-Klasse T-Modell ist klarer Sieger

Ohne wirklicher Schwächen und mit einem hohen Maß an Effizienz und Komfort ist es für den Mercedes ein Leichtes sich vom Rest des Feldes abzusetzen, da hilft dem BMW auf dem zweiten Platz auch sein kultivierter Antrieb und die gute Bedienung nicht weiter. Der Audi ist durch sein Alter auf Platz drei etwas abgeschlagen, wirkt dagegen aber sehr routiniert. An der gewohnten und hohen Praktikabilität des T-Modells hat sich nichts geändert. Und mit dem neuen Bediensystem, dem genügsamen Vierzylinder und der handlichen Hinterachslenkung gewinnt die C-Klasse den Vergleich gegen A4 Avant und 3er Touring.

Ordentliches Plus beim C-Klasse-Kofferraum

Optisch ist das T-Modell mit der Limousine (W 206) bis zur B-Säule identisch. Auch der Kombi wird länger – 49 Millimeter mehr gibt es beim S 206. Analog zur Limousine wachsen der Radstand um 25 Millimeter und die Breite um 10 Millimeter. Der Kombi verliert zugunsten der sportlichen Linie ebenfalls an Höhe, allerdings fällt der Verlust einen Hauch geringer aus; im Innenraum-Kapitel klären wir, ob das Auswirkungen auf die Platzverhältnisse hat. Ein ordentliches Plus gibt es beim Kofferraumvolumen zu verzeichnen: Sowohl mit aufgestellter als auch mit umgelegter Rücksitzbank bietet die neue Generation 30 Liter mehr Stauraum. Die Maße im Überblick:
Länge: 4751 mm (+49 mm)
Breite: 1820 mm (+10 mm)
Höhe: 1455 mm (-7 mm)
Radstand: 2865 mm (+25 mm)
Kofferraumvolumen: 490 l/1510 l (+30 l/+30 l)

Mehr Platz als im C-Klasse-Kombi braucht man nicht

Mercedes C-Klasse T-Modell
Das Cockpit teilt sich das neue C-Klasse T-Modell selbstredend mit der Limousine.
Die neue Cockpit-Struktur der Limousine findet sich natürlich auch im C-Klasse T-Modell wieder. Das bedeutet konkret: Bildschirmanordnung wie in der neuen S-Klasse. Ein bis zu 12,3 Zoll großes Display vor dem Lenkrad (Serie: 10,25 Zoll) und ein bis zu 11,9 Zoll (Serie: 9,5 Zoll) großes, aufrecht stehendes Zentraldisplay fürs Infotainment, das aus der Mittelkonsole leicht nach links geneigt herausragt. Die Platzverhältnisse für Fahrer und Beifahrer sind sehr gut; die neue Cockpit-Architektur und die verschlankten Türinnenverkleidungen sorgen für luftige Atmosphäre und verleihen der C-Klasse einen sportlichen Touch. Mit dem neuen Zentralmonitor entfällt die mittige Infotainment-Bedieninsel, was zum aufgeräumten Eindruck beiträgt. Kurzum: Mehr Platz als in der C-Klasse brauchen die meisten Menschen wohl auch bei täglichem Langstreckenfahren nicht.
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Und damit wandern wir eine Reihe nach hinten: Auch hier sitzt man in der neuen C-Klasse sehr gut – im T-Modell sogar noch einen Tick besser als in der Limousine. Aufgrund der Kombi-Karosserie fällt das Dach nicht so stark ab, und es ist auch auf der Rücksitzbank reichlich Luft nach oben. Selbst mit 1,95 Meter Körperlänge kann man sich getrost ausstrecken und stößt trotzdem nirgendwo an – das ist auch in der Mittelklasse nicht selbstverständlich. Lange Reisen auf der Rücksitzbank des C-Klasse T-Modell? Dem steht nichts im Weg. Dazu gibt es eine Vierzonen-Klimaautomatik, damit hinten rechts und links auch nach eigenen Vorlieben temperiert werden kann.
Mercedes C-Klasse T-Modell
Bis zu 35 Millimeter mehr Kniefreiheit gibt es im Fond. Für die Sitzprobe blieb der Fahrersitz auf einen 1,95-Meter-Fahrer eingestellt.

Mercedes hat alle Diesel und Benziner elektrifiziert

Die Motorenauswahl des neuen C-Klasse Kombis entspricht dem Limousinen-Portfolio. Grundsätzlich stehen drei Benziner mit 170, 204 und 258 PS zur Auswahl. Für die beiden stärkeren Motorisierungen bietet Mercedes optional Allradantrieb an. Auch bei den Dieselmotoren gilt es aus drei Varianten zu wählen: Der kleinste Selbstzünder ist der C 200 d mit 163 PS, darüber rangieren C 220 d (200 PS, optional auch mit Allrad) und der C 300 d mit 265 PS. Unabhängig von der Kraftstoffart sind alle Motoren an eine Neungang-Automatik gekoppelt und verfügen über einen 15 kW starken integrierten Startergenerator, der mit 200 Nm Drehmoment boostet, die C-Klasse segeln lässt und beim Bremsen rekuperiert. Außerdem kündigt Mercedes auch für den Kombi bereits einen Plug-in-Hybridantrieb an, den C 300 e. Mit 313 PS Systemleistung und einer rein elektrischen Leistung von 129 PS soll er nach WLTP bis zu 100 Kilometer ohne Einsatz des Verbrenners fahren können.