Mercedes EQA vs. Kia e-Niro

Mercedes EQA vs. Kia e-Niro: Test, Elektro-SUVs, Motor, Preis, Reichweite

E-SUVs im Test: Können e-Niro und EQA wirklich die Massen elektrisieren?

Neue E-Autos braucht das Land. Zum Beispiel elektrische Kompakt-SUVs wie den neuen Mercedes EQA und den Kia e-Niro. AUTO BILD hat die beiden verglichen.
Platz 1 mit 562 von 800 Punkten: Mercedes EQA. Ein typischer Mercedes mit toller Konnektivität und guter Qualität. Beim braven E-Antrieb spüren wir kaum Premium. Preis: ab 47.541 Euro (zum Angebot: Ersparnis bei carwow.de bis zu 12.807 Euro).
Platz 2 mit 541 von 800 Punkten: Kia e-Niro. Ein durchaus brauchbares Elektro-SUV. Vernetzung, Assistenz und Komfort klar unterhalb des Benz, dafür angenehm günstig. Preis: ab 38.290 Euro (zum Angebot: Ersparnis bei carwow.de bis zu 14.607 Euro).
Eine leise Revolution tobt in der Automobilindustrie. Und das seit mindestens zehn Jahren. Der Verbrennungsmotor wird zurückgedrängt, die Elektromaschinen streben an die Macht. So weit, so gut. Doch eine breite elektrische Mitte hat sich bis heute nicht wirklich etabliert. In die Lücke zwischen dem E-Einstieg und der E-Elite stoßen bezahlbare Stromer mit alltagstauglichem Raum- und Reichweitenangebot. Das koreanische Kompakt-SUV Kia Niro buhlt schon seit 2018 in einer rein elektrischen Variante um die Gunst der Massen. Mercedes hält ab sofort mit dem EQA 250 dagegen. Beide voll familientauglich und mit 9570 Euro Umweltbonus voll förderfähig. Wer wird des Volkes stiller Star? (Zu Hause laden: 900 Euro Zuschuss für Wallboxen)

Der Mercedes EQA überzeugt mit hochwertigem Ambiente

Mercedes EQA (2021): Test - Fahrbericht - SUV - Elektro - Info

Erste Fahrt im Elektro-GLA

Was wir von außen schon erahnen, bestätigt der Blick in den EQA: Hier sitzen wir in einem elektrifizierten GLA – was ja erst mal alles andere als schlecht ist. Vorn lassen das großzügige Raumangebot und die ebenso bequemen wie gut stützenden Sitze uns zufrieden seufzen, während die ausgedehnte Monitorlandschaft des MBUX stressfreie Bedienung verspricht. Und wer mit Touchen und Wischen nicht warm wird, dem bleibt immer noch die exzellente Sprachsteuerung. Das Navigationssystem arbeitet natürlich mit Echtzeit-Staudaten. Wer 464 Euro obendrauf legt, erhält auch Bilder vom Umfeld eingespielt (Augmented Reality). Das alles passiert in einem sauber verarbeiteten und durchaus hochwertigen Ambiente. Der Niro kann da jedenfalls nicht ganz mithalten. Das Platzangebot für den Fahrer geht in Ordnung. Vordersitze, Materialien und Konnektivität sind aber erheblich einfacher als im Benz. Die freundliche Dame der Kia-Sprachsteuerung versteht uns schlechter und reagiert langsamer.

Bei mehr als zwei Passagieren empfiehlt sich der Kia e-Niro

Etwas mehr Komfort: Wer hinten fahren muss, wählt den Kia. Vor allem wegen der bequemeren Rückbank.

©Christian Bittmann / AUTO BILD

Fahrzeugfunktionen wie Klimaautomatik oder Sitzheizung lassen sich gar nicht per Stimme steuern, Vernetzung und Navi bleiben klar hinter dem Mercedes-Niveau zurück. Zwar zeigt auch der Kia Staus und freie Straßen in Echtzeit, die Darstellung wirkt aber gröber als im EQA und leicht überladen. Head-up-Display oder Augmented Reality fehlen ganz. Dass Familien mit schulpflichtigen Kindern oder freizeitaktive Senioren dennoch lieber im Niro sitzen, findet seinen Grund etwa ab der B-Säule. Dabei zählt weniger das absolute Platzangebot, bei dem sich beide nicht viel nehmen. Etwas mehr Breite und Höhe im Benz trifft hier auf minimal mehr Beinraum im Kia. Die entscheidende Größe ist an dieser Stelle die Höhe des Sitzpolsters über dem Fahrzeugboden. Im Kia liegt dieses wichtige Komfortmaß bei 34 Zentimetern. Ganz okay, nur Menschen mit extralangen Beinen reisen hier ungern.

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Im EQA kann es schon für Schulkinder ungemütlich werden. Gerade mal 29 Zentimeter hocken wir über dem Boden, in dem sich die Akkus verstecken. Setzen Sie sich also mal auf eine Wasserkiste und ziehen die Beine an – so froschig reist man im Benz. Und apropos Wasserkiste: Davon kann der Kia auch noch zwei bis drei mehr einpacken.

Mit seinem Sprintvermögen überflügelt der Kia den Mercedes

Vorteil Kia: Im Standardsprint liegt der e-Niro vorne. Auch sonst wirkt der EQA irgendwie verhalten.

©Christian Bittmann / AUTO BILD

Um es gleich mal klarzustellen, wir von AUTO BILD empfinden 8,5 Sekunden für den 100-km/h-Sprint im EQA nicht als lahm. Damit kommt der Mercedes immer zügig vom Fleck. Und dennoch wirkt das Beschleunigen im Batterie-Benz irgendwie verhalten. Kein mächtiger Elektropunch drückt dich in den Sitz, stattdessen geht es ganz gesittet und gleichmäßig los. Leise, ruckfrei, ja beinah meditativ – die 190 PS sind mit den fast zwei Tonnen Leergewicht gut ausgelastet. Dazu passt im Prinzip das sauber abgestimmte Fahrwerk mit Verstelldämpfern (1178 Euro), das gelassen anfedert und lange Wellen gekonnt abreitet. Doch an der nächsten Asphaltkante hauen die ebenso kleidsamen wie üppigen 20-Zoll-Räder (1845 Euro) den feinen Fahreindruck dann kurz und klein. Ländliche Nebenstrecken bringen keinen Spaß. Der Kia kommt mit seinen 17-Zoll-Serienrädern allerdings nicht wirklich besser klar. Auf welliger Piste gerät der Koreaner doch arg ins Torkeln und Trampeln, gerät der Aufbau deutlich in Aufruhr. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)
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Alarm gibt's auch an der Ampel, wo der Niro mit scharrenden Rädern weghuscht. Seine 204 PS müssen eben "nur" 1757 Kilogramm bewegen, Tempo 100 ist so nach 7,1 Sekunden abgehakt. Wer jetzt Richtung sportlich denkt, sollte den Gedanken gleich wieder begraben. Die erwähnt hohe Karosserieneigung zusammen mit der extrem leichtgängigen und rückmeldungsarmen Lenkung raubt Kurven jeden Kick.
Das Fazit: Jetzt gibt es auch bei Mercedes bezahlbare Elektro-Mobilität. Der EQA macht seine Sache ordentlich, bleibt aber ein elektrifizierter GLA. Auch der einfachere e-Niro nutzt eine Verbrenner-Basis, bietet zudem guten Alltagsnutzen, faire Preise und sieben Jahre Garantie. Alle Infos zu Preisen und Reichweiten finden Sie in der Bildergalerie.

Mercedes EQA vs. Kia e-Niro

Mercedes EQA 250       Kia e-NiroKia e-NiroMercedes EQA 250


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Autoren: , Berend Sanders

Fotos: Christian Bittmann / AUTO BILD

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