Im Herbst 2023 legt Mini seinen klassischen Dreitürer zum letzten Mal mit Verbrennungsmotor auf. Der Verbrenner kommt wie gehabt aus Oxford – dazu gibt es wieder eine Elektrovariante, die erstmals ins China gebaut wird. Jetzt sind geleakte Bilder aufgetaucht, die zeigen, wie der neue Mini aussehen könnte. Dass der Brite tatsächlich so in Serie gehen wird, will Mini nicht offiziell bestätigen. (Erste Mitfahrt im Elektro-Mini!)
Mini im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt
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Beim geleakten Modell scheint es sich um eine vollelektrische Version zu handeln – trotz des "Cooper S"-Schriftzugs sind die bekannten Endrohre bei diesem Mini nicht zu erkennen. Stattdessen befindet sich unten ein breiter Heckdiffusor.

Innenraum: Teaser enthüllt das Interieur des Elektro-Mini (Update!)

Bereits Ende 2021 waren Bilder vom neuen Mini im Netz (wie hier bei "Carscoops") aufgetaucht, die einen Ausblick auf den Innenraum des Briten lieferten. Jetzt haben die Bayern in zwei kurzen Teaservideos, die autoblog.com zugespielt wurden, das Innenraum-Design enthüllt. Wie erwartet wird das Armaturenbrett von einem großen, kreisrunden Infotainment-Display in Anlehnung an den originalen "Center Speedo" dominiert. Auffällig ist der schmale Rand des Displays.

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Unterhalb des zentralen Bildschirms befindet sich eine kleine Bedieneinheit mit haptischen Knöpfen und Schaltern, der neben dem Startknopf vor allem für die Klimabedienung zuständig zu sein scheint. Eine wesentliche Rolle für den Live-Eindruck an Bord des neuen Mini Cooper dürfte auch die Beleuchtung spielen, die durch das Armaturenbrett durchzuleuchten scheint und wohl viele Möglichkeiten der Individualisierung bietet.

Optik: Große Änderungen am Heck des Mini-Dreitürers

Anders als es ein zuvor von der Marke selbst gezeigter Erlkönig vermuten ließ, tut sich am Außenkleid wohl doch einiges bei der neuen Generation. Gerade am Heck ist der neue Mini kaum wiederzuerkennen: Die Leak-Fotos zeigen dreieckig geformte Rückleuchten mit einer Union-Jack-Leuchtengrafik, verbunden werden diese durch eine in Schwarz gehaltene Zierleiste mit "Cooper S"-Schriftzug.
Mini Cooper SE
Schön luftig: Gegen den Trend ist der Mini etwas kürzer geworden, legt aber in der Breite zu – das spürt man im Innenraum.
Bild: BMW Group

Das Markenemblem befindet sich künftig eine Etage höher. Der Rest des Hecks sieht sehr reduziert aus, die bislang ziemlich präsente Kennzeichenmulde verschwindet fast vollkommen. Stattdessen zeigt sich das Design aufgeräumt, mit wenigen, klar gezeichneten Flächen. Außerdem wirkt es auf dem Bild, als hätte der Mini-Dreitürer um die Hüften etwas zugelegt.
Mini Cooper SE
Der neue Mini bleibt alten Tugenden treu: Auch die kommende Generation wird eine Union-Jack-Leuchtengrafik bekommen.
Bild: BMW Group

Die Änderungen vorne lassen ebenfalls auf die Elektroversion schließen; der fast vollständig geschlossene Grill wird von einer Chrom-Zierleiste eingerahmt und kennzeichnet die Mini-Front. Die runden Scheinwerfer dürften zudem mit einer neuen Leuchtengrafik aufwarten.

Prototypen-Fahrt: Der neue Mini wird weniger verspielt

AUTO BILD durfte schonmal im Prototyp auf Tuchfühlung mit dem elektrischen Mini gehen, bereits im ersten Moment fällt auf, dass die Raumökonomie offenbar zurück ins Lastenheft gefunden hat. Die Sitze bieten zwar keine Sitzflächenverlängerung mehr, dafür sind sie größer und im Lehnenbereich etwa drei Zentimeter breiter – auch die Mini-Klientel wird nicht schlanker.
Mini Cooper E/SE
Wie Sie sehen, sehen Sie wenig: Fotos vom neuen Innneraum-Design erlaubt Mini noch nicht. Er wird weniger verspielt.
Bild: BMW Group

Gestartet wird der elektrische Mini über einen Drehschalter, beinahe wie mit einem Zündschlüssel. Daneben befindet sich ein mit dem Wort "Experience" beschrifteter Fahrprogramm-Schalter. Wenn ich damit den Gokart-Modus wähle, verlangt die Lenkung nach mehr Handkraft, das ESP schaltet auf tolerant, und eine röhrende Geräuschkulisse erinnert schwer an die Rallye Monte Carlo.
In zu schnell angegangenen Kurven hängt der Mini das Heck keck heraus. Bei einer Nordschleifen-Runde wundert sich der Fahrer, wie brillant er plötzlich Auto fahren kann – in Wahrheit greift das ESP clever ein und wirft den Anker, wenn der instabile Fahrzustand aus dem Ruder zu laufen droht (die Prototypen-Fahrt gibt's hier).

Antrieb: Bis zu 400 WLTP-Kilometer Reichweite möglich

Technisch stammen Batterie und E-Motor von Great Wall und nicht aus dem BMW i3, wie es noch beim Vorgänger der Fall war. Den neuen Mini wird es in zwei Antriebs-Optionen geben: den Cooper E mit 40,7-kWh-Akku und 135 kW (184 PS) sowie den Cooper SE mit 54,2 kWh und 165 kW (224 PS). Die Reichweite soll dann – eine entsprechende Fahrweise vorausgesetzt – bis zu 400 Kilometer nach WLTP betragen.