Opel Junior: Vorschau
Der Lichtblick aus Rüsselsheim

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Die Kosten rund ums Auto steigen stetig, günstige Minis rücken immer mehr in den Fokus. Ein Trend, den auch Opel erkannt hat: 2013 kommt der Junior – etwas später auch mit Elektromotor.
Bild: Andrei Avarvarii
In Rüsselsheim zeigt sich ein Silberstreif am Horizont. Zugegeben, ein kleiner, gut dreieinhalb Meter kurzer Lichtblick: Junior heißt der lang ersehnte kleine Opel (Marktstart Mitte 2013), der nicht nur in der wachsenden Klasse der Stadtwagen mitmischt, sondern auch als Elektroauto kommen wird. Anfang 2014 soll der Junior seine Passagiere ohne Abgase ans Ziel bringen. Und Opel stromert diesmal technisch gleichauf mit Großen wie BMW und Mercedes. Lust auf mehr neue Modelle? AUTO BILD zeigt in Heft 27/2011 (ab 8. Juli im Handel) 20 neue Autos, auf die wir uns freuen dürfen. Mit dabei: Audi A3, Mini 3, VW Bulli, Dacia Van und Mercedes CLC.
Mikroautos auf dem Vormarsch: Die Zukunft in Kürze
Bilder: Mikroautos und Kleinstwagen

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Mikroautos sollen laut einer Studie der international tätigen Unternehmensberatung Frost & Sullivan in den nächsten Jahren ihren großen Durchbruch haben. Opel will mit dem gut dreieinhalb Meter langen Junior durchstarten, ab 2014 sogar per Elektroantrieb.
Bild: Andrei Avarvarii

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Ganz früh dabei im Sub-A-Segment ist der Londoner Designer Gordon Murray mit seinem Stromer T.27. An der neun Millionen Pfund teueren Entwicklung des 2,5 Meter kurzen Stadtautos war die britische Regierung mit der Hälfte der Kosten beteiligt. Der...

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... Ultra-Kompakte ist ein echtes Leichtgewicht. Nur 680 Kilo bringt er auf die Waage – inklusive Batterie. Die leistet 12 kWh und soll eine Reichweite von bis zu 210 Kilometern ermöglichen.

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Nach knapp 15 Sekunden liegt Tempo 100 an, maximal sind 105 km/h möglich. Der Energieverbrauch des T.27 soll 30 Prozent unter dem des Elektro-Smart und sogar 86 Prozent unter dem des Mini-E liegen.

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Sogar einen Crashtest hat der kurze Brite schon glücklich hinter sich gebracht. Derzeit laufen Verhandlungen mit drei potenziellen Herstellern, so Murray. Im Folgenden sehen Sie einige Artgenossen des T.27. Einige haben ihren Marktstart schon absolviert, andere sind zurzeit noch Hirngespinste.

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Bereits zu kaufen gibt es den 20 PS starken Tazzari Zero aus Italien. Zwei Sitze, 180 Liter Stauraum, 140 Kilometer Reichweite. Das alles für mindestens 23.990 Euro.
Bild: Christian Bittmann

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Vier bunte Knöpfe zum Einstellen der Fahrmodi: Gelb bedeutet Standrad, Grün Economy zum Erreichen der maximalen Reichweite von 140 Kilometern, Blau zum Fahren bei schlechter Bodenhaftung (Regen, Schnee) und Rot für maximale Leistung.
Bild: Christian Bittmann

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Dieser 2,40 Meter kurze Geselle stammt vom italienischen Zweirad-Profi Piaggio und hört auf den Namen NT3. Zwei Otto-Motoren mit 200 und 300 ccm sind geplant, alternativ ist auch eine Hybridvariante vorgesehen. Für ausreichende Sicherheit sorgt eine Fahrgastzelle mit einem speziellen Stahlrohrrahmen, die auch europäischen Crashtests widerstehen soll.

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Der Kleinstwagen soll aber nicht die Städter in Europa mobil machen, sondern die Märkte in Südostasien – insbesondere Vietnam – und Indien erobern. Auf dem Subkontinent bekommt es der NT3 dann allerdings ...

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... mit dem Lokalhelden Tata Nano zu tun. Der Inder gilt mit einem Kaufpreis von umgerechnet 1460 Euro als billigstes Auto der Welt. Der Nano verfügt über einen Zweizylinder-Heckmotor, der 33 PS leistet. Die Dieselvariante hat 28 PS. Bei uns ist er nicht zu haben. Tata hat sich aber bereits Gedanken über ...
Bild: Werk

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... einen speziellen europäischen Ableger des Nano gemacht. Auf dem Genfer Autosalon 2011 präsentierten die Inder die Studie Pixel und verkündeten, dass die Serienversion bereits in zwei bis drei Jahren verfügbar sein wird.
Bild: Werk

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Vier vollwertige Sitzplätze und eine volle Sicherheitsausstattung hat der kleine Inder anzubieten. Der Pixel beherrscht das Drehen aus dem Stand, was ihm im dichten Stadtverkehr Punkte einbringt. Der Wendekreis soll bei gerade einmal 2,6 Metern liegen.
Bild: Werk

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Im Heck des Pixel sitzt ein 68 PS starker 1,2-Liter-Dreizylinder-Diesel mit Turbolader. Sein Verbrauch soll nach Angaben des Hersteller bei 3,4 Liter auf 100 Kilometer liegen, der CO2-Ausstoß bei 89 Gramm pro Kilometer.
Bild: Werk

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Dieser Knirps ist bereits in mehreren europäischen Großstädten zu haben: Der norwegische Hersteller Pure Mobility AS bezeichnet seinen 2,43 Meter langen und 1,5 Meter breiten Buddy als "EUV" – Electric Urban Vehicle. Bis zu drei Personen sollen auf der durchgängigen Sitzbank des kantig-eckigen Mini-Gefährts Platz finden.

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Dem heckgetriebenen Buddy stehen 18 PS zur Verfügung, mit denen er maximal auf Tempo 80 beschleunigt. Eine Akkuladung reicht laut Herseller für bis zu 120 Kilometer. Der Basispreis für den Pure Mobility AS Buddy inklusive Bleibatterien liegt bei umgerechnet 26.000 Euro.

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Auf dem Pariser Autosalon 2010 präsentierte Lotus mit dem City Car concept einen Kleinstwagen mit Hybridantrieb. Der Dreitürer mit vier Sitzen stromert bis zu 60 Kilometer weit komplett emissionsfrei mit Elektromotor. Bei Bedarf schaltet sich als Range Extender ein flexibler 1,2-Liter-Dreizylinder-Verbrennungsmotor mit 47 PS hinzu, der auch mit Methanol und Ethanol gefüttert werden kann. Er treibt ...
Bild: Werk

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... den 1400 Kilogramm schweren Stadtflitzer bei Bedarf in neun Sekunden auf Tempo 100 und auf Tempo 170 maximal. Der CO2-Ausstoß liegt bei gemischten 60 g/km. Mit 500 Kilometern Reichweite sind dann auch weitere Fahrten als in die Stadt oder zu den Schwiegereltern im Nachbarort drin.
Bild: Werk

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Der knapp drei Meter kurze Aixam bietet bis zu vier Insassen Platz und ist ab etwa 12.800 Euro zu haben. Für Vortrieb sorgt in der kleinsten Version ein 400-Kubik-Zweizylinder-Dieselmotor mit übersichtlichen 5,4 PS. Maximal 45 km/h sind drin. Der Verbrauch soll bei drei Liter auf 100 Kilometer liegen.
Bild: Christian Bittmann

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Kia zeigte 2010 in Paris die Elektro-Kleinstwagenstudie POP. Sie fährt nicht nur rein elektrisch, sie sieht vor allem aus, als hätte man sie vom Set eines Science-Fiction-Films geklaut.
Bild: Werk

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Die drei Meter lange Studie verfügt über einen 68 PS starken Motor der eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h sowie eine Reichweite von 160 Kilometern ermöglicht. Die Batterie soll in sechs Stunden voll aufgeladen sein, die Schnellladung soll in einer halben Stunde möglich sein.
Bild: autobild.de

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2012 erscheint der 2,30 Meter lange und knapp 1,20 Meter breite Renault Twizy ZE. Der Einstiegspreis liegt bei 6990 Euro. Dafür dürfen sogar Jugendliche ab 16 mit Führerscheinklasse "S" einsteigen, denn zu diesem Tarif (plus 45 Euro Batterie-Monatsmiete) gibt es den Längs-Zweisitzer als Urban 45 mit nur fünf PS Leistung.
Bild: Werk

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Die "Vollversion" Urban mit 17 PS kostet mindestens 7690 Euro, die Ausführung Technic ist ab 8490 Euro. Hinzu kommen 49 Euro pro Monat für das Akku-Abo. Der Twizy (hier als Erlkönig) fährt bis zu 115 Kilometer weit mit Lithium-Ionen-Batterien, die nach dreieinhalb Stunden an einer herkömmlichen Steckdose voll aufgeladen sind. Vmax liegt bei 80 km/h, die abgespeckte Version fährt bis zu 45 km/h.
Bild: Automedia

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Auf der IAA 2009 stand der Peugeot BB1, der in Zusammenarbeit mit Peugeot Motocycles entstand. Peugeots Ziel war es, trotz der Abmessungen des ersten Smart (2,50 Meter) vier Personen unterzubringen. Und so geht's: Der Fahrer steuert den BB1 mittels eines Motorrad-Lenkers in einer aufrechten, fast stehenden Sitzposition, während die übrigen Passagiere wie in einem normalen Pkw sitzen.
Bild: Werk

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Für lange Strecken ist der Peugeot BB1 eindeutig nicht gedacht: Die beiden Radnabenmotoren an der Hinterachse leisten nur 20 PS, von null auf 30 km/h beschleunigt der BB1 in 2,8 Sekunden.
Bild: Werk

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Die Elektro-Studie Townpod stand auf dem Autosalon Paris 2010 und ist eine Mischung aus Pkw und Kleinlaster für die City. Scharfe Ecken und Kanten sucht man beim Townpod vergebens – der iPod hat es vorgemacht. Technisch bedient sich der Townpod beim Nissan Leaf, dessen Elektroantrieb 80 kW leistet und mit einer Akkuladung rund 160 Kilometer durchhält.
Bild: autobild.de

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Sehr praktisch ist das Türkonzept des Townpod: Vier gegenläufig öffnende Seitentüren ohne störende B-Säulen garantieren bequemes Ein- und Aussteigen und einfaches Beladen.
Bild: autobild.de

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Es müssen nicht immer vier Räder sein: Honda stellte in Genf 2010 City-Fahrzeuge mit alternativen Antirben vor. Die Studie 3R-C hat drei Räder, Platz für einen Fahrer und sein Gepäck und einen Elektromotor. Der 3R-C ist gerade zwei Meter lang, knapp 1,5 Meter breit und im offenen Fahrzustand 1,6 Meter hoch. Die Haube vorne schützt den Piloten beim Fahren vor Wind und Wetter, ...
Bild: Werk

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... beim Parken verschließt sie den 3R-C. Motor und Batterie sitzen im Boden, um einen möglichst tiefen Schwerpunkt und möglichst hohe Fahrstabilität zu erreichen. In der Front gibt es einen Kofferraum.
Bild: Werk

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Das knuffige Elektromobil EV-N hat Honda zum ersten Mal auf der Tokyo Motor Show 2009 vorgestellt. Es soll an den 1967 präsentierten Honda N360 erinnern und feierte in Genf seine Europapremiere.
Bild: Werk

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Unter der kurzen Haube werkelt ein Elektromotor, der von einer Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt wird. Solarzellen im Dach laden die Batterie auf. In den Türen des süßen EV-N stecken zwei U3-X-Einräder. Mit ihnen sollen sich Fahrer und Beifahrer da fortbewegen können, wo es für den EV-N zu eng ist.
Bild: Werk

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Frank M. Rinderknecht präsentierte in Genf 2010 denRinspeed UC? Das Kürzel teht für "Urban Commuter" und bedeutet Pendlerfahrzeug. Der UC? soll die Antwort auf den innerstädtischen Verkehrsinfarkt sein.
Bild: Werk

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Rinderknecht nutzt die technische Basis des Fiat 500, dampft den Italiener auf 2,60 Meter Länge ein und macht aus dem Serienauto eine knuffige Kugel mit Elektro-Antrieb. Das Leichtbau‐Gefährt bringt 130 Newtonmeter Kraft auf die Straße, ist 120 Stundenkilometer schnell und hat eine Reichweite von 105 Kilometern.
Bild: Werk

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2010 wurde in Berlin das "Hiriko Citycar" vorgestellt. Der in den USA entwickelte und in Spanien gebaute Elektro-Zweisitzer kann auf der Stelle drehen und sich beim Parken von 2,5 auf nur 1,5 Meter Länge zusammenfalten. Ab 2012 soll das Citycar in Serie gebaut und zunächst in fünf Metropolen getestet werden.
Bild: Werk

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Der chinesische Autobauer Geely will mit dem "IG" das mit umgerechnet 1800 Euro billigste Auto der Welt auf den – heimischen – Markt bringen. Auch als E-Version. Aber was würde die dann kosten? Wenn man die Lithium-Ionen-Akkus ...
Bild: Werk

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... für bis zu 150 Kilometer Reichweite bedenkt (plus Solarpanels auf dem Dach und der Motorhaube), könnte der Preis bei knapp unter 15.000 Euro liegen. Zugegeben, eine grobe Schätzung. Falls der Geely IG EV überhaupt je kommt.
Bild: Mu sen - Imaginechina (Zhang Wei)

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GM stellte 2010 auf der World Expo in Shanghai mit dem EN-V Concept seine Vision für Mobilität im Jahr 2030 vor. Das EN-V Concept (Electric Networked-Vehicle) ist gerade mal 1,50 Meter lang und sieht aus wie eine Taucherglocke auf (zwei) Rädern.
Bild: Werk

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In der Kugel auf Rollen finden zwei Personen nebeneinander Platz und können sich während der Fahrt gemütlich zurücklehnen, denn EN-V fährt völlig eigenständig. Für den Einstieg klappt das Dach nach oben. Die Reichweite von 40 Kilometern ist auf den innerstädtischen Transport ausgelegt, daher müssen 40 km/h Spitze reichen.
Bild: Werk

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Auf dem Genfer Salon 2010 feierte der XD der kroatischen Firma Dok-Ing Premiere. Sein E-Motor soll den 2,80 Meter langen Dreisitzer in 7,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Reichweite: 250 Kilometer. In unmittelbarer Zukunft machen zumindest die großen Autohersteller noch nicht ganz so radikal kurzen Prozess. Der ...

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... 3,45 Meter lange VW up! hat wahlweise einen kleinen Verbrenner oder einen Elektroantrieb an Bord. Mit seinen 850 Kilo Gewicht besitzt der er beste Gene fürs Spritsparen. Die wichtigsten Rettungsanker wie ABS und ESP sind an Bord, Servolenkung, E-Fensterheber, selbst Reserverad kosten extra. Grundpreis: 8500 Euro.
Bild: Larson

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Der Dacia Mini City, der 2015 auf den Markt kommen wird, soll die Preisgrenze von 5000 Euro knacken. Das Stadtauto wird ein 3,60 Meter langer Dreitürer mit höherem Dach, im Prinzip ein abgeschnittener Sandero. Und weil der die Technik der letzten Clio-Generation aufträgt, steckt darunter ein Minimum Sicherheit
Bild: Lars Saeltzer

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Der Antrieb des i3 (hier als Erlkönig) bezieht seine Energie aus Lithium-Ionen-Akkus, die unter den Rücksitzen installiert sind. Der Motor sitzt direkt über der Hinterachse. Um Gewicht zu sparen, ist die Karosserie aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) und das Chassis aus Aluminium. Preise werden bereits im Internet kolportiert: Bei 40.000 Euro soll es wohl losgehen.
Bild: Carpixx
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