Polestar 2 im Test

Polestar 2 im Test

Polestar 2: Test, Elektro, Preis

So hell strahlt der Stern des neuen Schweden-Stromers Polestar 2

Der Polestar 2 ist eine fünftürige Mittelklasse-Limousine mit E-Antrieb, 408 PS und 78-kWh-Akku. Geht da ein neuer Stern am Elektro-Himmel auf?
Hell scheint der Polarstern am Firmament und weist in Richtung Norden. Ob Volvo uns mit der neuen Marke Polestar den Weg in eine leuchtende Zukunft zeigen will? Mag sein, jedenfalls war Polestar eigentlich der Haustuner und ist seit 2017 eine eigene Marke für Hybrid- und E-Autos. Polestar 1 ist ein Hybrid-Coupé mit 609 PS, unser Testkandidat Polestar 2 jetzt eine schnörkellose Limousine, die stämmig auf den Rädern steht und kompakt und robust wirkt.
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 Das Interieur ist noch klarer und reduzierter gestaltet als schon bei Volvo. Schalter, Tasten und Drehregler gibt es kaum noch, nicht mal mehr einen Starterknopf – den ersetzt ein Sensor im Fahrersitz, der die Anwesenheit des Fahrers ans System meldet. Die meisten Bedienfunktionen (Navi, Klima, Radio und so weiter) übernimmt ein 11,15 Zoll großer Touchscreen, das Betriebssystem Android stammt von Google. Das funktioniert insgesamt ganz gut: Das Navi liefert exakte Angaben zur nächsten Ladesäule oder zur Restreichweite, es gibt Spotify und Online-Radio. Die Spracherkennung des Google Assistant erwies sich aber als zickig, verstand uns häufig nicht so richtig. Das Platzangebot ist Klassendurchschnitt, entspricht insgesamt ziemlich genau einem BMW 3er. Vorn recht geräumig – trotz der mächtigen Mittelkonsole –, in den Fond müssen sich größere Leute aber einfädeln und den Kopf einziehen.

Bei den Fahrleistungen überzeugt der Polestar 2 

Polestar 2 (2020): Test - Fahrbericht - Elektro - Info

Polestar 2: Erste Fahrt im neuen Tesla-Gegner

Den Antrieb übernehmen zwei E-Motoren mit zusammen 408 PS. Und die spürt man. Der Polestar reißt wuchtig an, beschleunigt cremig und in schlanken 4,7 Sekunden auf 100 km/h. Und, nein, nach Straßenbahn oder so klingt er nicht, es bleibt sowieso an Bord bemerkenswert leise. Typisch E-Auto ist auch der gut funktionierende Ein-Pedal-Betrieb, der Polestar lässt sich wunderbar nur mit dem Gaspedal beschleunigen und eben auch verzögern. Apropos: Er stand beim Stopp aus Tempo 100 mit warmen Bremsen schon nach 34,4 Metern. Nicht ganz so gelungen ist die Abstimmung der gefühlsarmen, synthetischen Lenkung und der ruppig-stößigen Federung, zumal mit den 20-Zöllern des Performance-Pakets (5849 Euro). Da helfen auch die dazugehörigen verstellbaren Öhlins-Dämpfer nicht viel.

Laut WLTP sollen 470 Kilometer möglich sein

Geht ordentlich: Mit typischem Elektro-Punch sprintet der Polestar in 4,7 Sekunden auf 100 km/h.

©Christoph Boerries / AUTO BILD

So, und die Reichweite? Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 78 kWh, laut WLTP sollen damit 470 Kilometer möglich sein. Im Test schaffte der Polestar 2 realistische 335 Kilometer, einschließlich Vollgas-Etappe. Ab 56.440 Euro steht der Polestar 2 in der Liste, zieht man die aktuell höchstmögliche Förderung ab, bleiben 48.540 Euro übrig. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich.)
Das Fazit: Der Polestar 2 strahlt tatsächlich ziemlich hell. Er kommt mit Klasse-Design, sehr guten Fahrleistungen und interessanter Technik. Die Reichweite geht beim Blick aufs Umfeld in Ordnung. AUTO BILD-Testnote: 2- 

Autoren: , Dennis Heinemann

Fotos: Christoph Boerries / AUTO BILD

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