Polestar baut ein SUV! Mit ihren ersten beiden Modellen hat die Volvo-Tochter gezeigt, wie eigenständig sie sein kann. Nach dem Plug-in-Hybrid-Coupé Polestar 1 und dem vollelektrischen Crossover Polestar 2 steigen beim schwedisch-chinesischen Unternehmen nicht nur die Absatzzahlen, auch das Modellangebot wächst.
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Mit dem Polestar 3 wird die Modellpalette um das erste SUV ergänzt – natürlich vollelektrisch. Polestar-CEO Thomas Ingenlath: "Der Polestar 3 ist ein leistungsstarker Elektro-SUV, der mit einem unverwechselbaren, skandinavischen Design und exzellenter Fahrdynamik alle Sinne anspricht." Und das ist erst der Anfang. In den nächsten fünf Jahren sollen vier neue Modelle vorgestellt werden.
● Das erste Elektro-SUV von Polestar
● Wird in China und den USA gebaut
● Basiert auf einer neuen Elektro-Plattform
● Keine 800-Volt-Technik
● 360 kW (490 PS) und 840 Nm
● Mit optionalem Performance-Paket 380 kW (517 PS) und 910 Nm
● Bis zu 610 Kilometer Reichweite
● 0-100 km/h in 5,0 Sekunden (4,7 mit Performance-Paket)
● Sehr umfangreiche Serienausstattung
● Android Automotive OS Betriebssystem
● Marktstart im 4. Quartal 2023
● Ab sofort bestellbar
● Basispreis ab 89.900 Euro

Polestar 3 mit bis zu 610 Kilometer Reichweite

Der Polestar 3 ist nicht nur das erste SUV der Marke, sondern auch das erste Modell, das auf der neuen von Volvo entwickelten und gemeinsam genutzten Elektro-Plattform basiert. Zum Marktstart im viertel Quartal 2023 bietet Polestar das SUV ausschließlich in der Version  "Long Range Dual Motor" mit zwei (heckbetont ausgelegten) Elektromotoren an.
Die Leistung beträgt 360 kW (490 PS), das maximale Drehmoment liegt bei 840 Nm. So soll der über 2,5 Tonnen schwere Polestar 3 in glatten fünf Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und 210 km/h schaffen.
Polestar 3
Im Profil erinnert das Elektro-SUV an den Polestar 2. Nach hinten hin ist die Fensterlinie hochgezogen.

Wem das noch nicht reicht, der bestellt das optionale Performance-Paket für 6600 Euro dazu – dann steigt die Leistung auf 380 kW (517 PS) und 910 Nm maximales Drehmoment. Auf Landstraßentempo beschleunigt das SUV dann noch mal drei Zehntel schneller, also in 4,7 Sekunden.
Doch der Polestar 3 soll nicht nur schnell, sondern auch weit fahren. Um Energie zu sparen, kann der hintere Motor in bestimmten Situationen entkoppelt werden. Die Batteriekapazität beträgt 111 kWh, was laut vorläufigen Daten für bis zu 610 Kilometer Reichweite sorgen soll. Die maximale Ladeleistung gibt Polestar mit bis zu 250 kW an, eine serienmäßige Wärmepumpe sorgt unter anderem für die Vorkonditionierung der Batterie. Außerdem ist das SUV bereits für bidirektionales Laden vorbereitet.

Das Elektro-SUV ist 4,90 Meter lang

Mit 4,90 Meter Länge und einer Breite (inklusive Außenspiegeln) von 2,12 Metern spielt der Polestar 3 in der gleichen Liga wie Audi e-tron (4,90 Meter Länge) und BMW iX (4,95 Meter Länge).
Schon auf den ersten Blick ist das SUV als Polestar zu erkennen. Das Design ist klar und modern. Gleichwohl gibt es einige Besonderheiten: An der Front sorgt ein sogenanntes Aero-Wing (eine Art kleiner Flügel auf der Haube zwischen den Scheinwerfern) nicht nur für einen ungewohnten Look, sondern auch für eine bessere Aerodynamik.
Darunter befindet sich ein angedeuteter Kühlergrill, der neben einer Kamera auch die Radartechnik beherbergt. Insgesamt verfügt der Polestar 3 über fünf Radarmodule, fünf externe Kameras und zwölf externe Ultraschallsensoren.

Geteilte Scheinwerfer und "Thors Hammer"-Tagfahrlicht

Erstmals bei Polestar sind die Scheinwerfer geteilt. Trotzdem lassen sich die Schweden ihr Tagfahrlicht in "Thors Hammer"-Optik nicht nehmen und adaptieren es auf das neue Lichtkonzept. Im Profil wird die Verwandtschaft zum Polestar 2 deutlich. Die serienmäßigen 21-Zoll-Felgen lassen das Elektro-SUV wuchtig wirken.
Polestar 3
Durch die breit ausgestellten Radhäuser wirkt das Heck des Polestar 3 besonders bullig.
Während das Dach nach hinten leicht abfällt, zieht sich die Fensterlinie zum Heck hin hoch, die hinteren Radhäuser sind ausgestellt. Den Abschluss des schnörkellosen Hecks bilden ein großer Dachkantenspoiler und ein durchgängiges Leuchtband.

Erste Sitzprobe im Polestar 3

Der Polestar 3 wurde von Anfang an ausschließlich als Fünfsitzer konzipiert. Eine dritte Sitzreihe überlässt Polestar in Zukunft Volvo – bei Polestar soll vor allem das luftige und luxuriöse Raumgefühl im Fokus stehen.
Durch den langen Radstand (2,99 Meter) konnte die zweite Sitzreihe weit nach hinten versetzt werden. Außerdem wurden die Sitze leicht nach hinten geneigt. Das hat zwei Gründe: Zum einen konnte nur so die flache Dachlinie realisiert werden; zum anderen soll damit eine sportliche Sitzposition erreicht werden.
Polestar 3
Auf der Rückbank gibt es viel Platz, die Auflagefläche für die Beine könnte jedoch etwas länger sein.
In Kopenhagen konnte sich AUTO BILD ein erstes Bild vom Polestar 3 machen. Vor allem in puncto Platzangebot auf der Rückbank kann das Elektro-SUV voll überzeugen: Die Beinfreiheit ist enorm, und auch überm Scheitel ist mit 1,83 Meter Körpergröße noch mehr als genug Platz vorhanden – trotz des serienmäßigen Panoramadachs. Test bestanden.

Auf der Rückbank fühlt man sich etwas eingebaut

Es gibt allerdings auch zwei Kritikpunkte: Die Auflagefläche für die Beine ist etwas kurz geraten, und aufgrund der ansteigenden Fensterlinie fühlt man sich auf der Rückbank etwas eingebaut.
Auf den vorderen Plätzen überzeugt der dritte Polestar mit einem aufgeräumten und luftig wirkenden Cockpit. Hinterm Lenkrad gibt es ein kleines Digital-Display für die wichtigsten Fahrinformationen (Head-up-Display kostet extra) – alle weiteren Funktionen werden über den senkrechten Touchscreen gesteuert. Der fällt mit 14,5 Zoll deutlich größer aus als beim kleinen Bruder Polestar 2 (11,2 Zoll).

Android Automotive OS und nachhaltige Materialien

In Sachen Connectivity setzt Polestar auf ein Infotainment, das auf einer neuen Version des Android Automotive OS basiert. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Systems aus dem Polestar 2, das bereits zu den fortschrittlichsten Betriebssystemen in Fahrzeugen gehört. Der Homescreen ist komplett individualisierbar und Over-the-air-Updates gehören genauso zum guten Ton wie der Nvidia-Drive-Core-Computer – ein Zentral-Computer, der die zahlreichen Assistenzsysteme steuert und auch autonomes Fahren ermöglichen soll.
Polestar 3
Die Sitze wirken filigran, das Leder ist tierschutzzertifiziert. Die gelben Sicherheitsgurte kennen wir von Polestar.
Besonderen Wert legt Polestar auf das Thema Nachhaltigkeit. Ein veganes Interieur ist Standard, optional erhältlich sind tierschutzzertifiziertes Leder und rückverfolgbare Wolle. Die Materialauswahl kann im ersten Check überzeugen, kleine Details aber nicht. Ein Beispiel: Polestar ahmt VW nach und spart zwei Schalter für die elektrischen Fensterheber in der Türtafel der Fahrerseite ein. Das ist nicht cool.

Polestar 3
Das Cockpit ist klar strukturiert und aufgeräumt. Der senkrechte Bildschirm misst 14,5 Zoll.

Zu guter Letzt noch ein paar Infos zum Nutzwert: Der Kofferraum des Polestar 3 fasst zwischen 484 und 1411 Liter. Hinzu kommen 32 Liter im Frunk. Die Anhängelast ist mit maximal 2200 Kilo angegeben.

Sehr umfangreiche Serienausstattung

Wie von den anderen Baureihen der Marke gewohnt, bietet Polestar auch sein SUV nur mit wenigen Extras an, die in Pakete zusammengefasst werden. Die Serienausstattung ist sehr umfangreich. Ohne Aufpreis sind eine Zweikammer-Luftfederung, Voll-LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten, 21-Zoll-Felgen, Brembo-Bremsen mit Vierkolben-Sätteln und 400 Millimeter großen Bremsscheiben an der Vorderachse sowie ein Panoramadach an Bord.

Bildergalerie

Polestar 3
Polestar 3
Polestar 3
Kamera
Polestar 3
Zusätzlich gehören im ersten Modelljahr auch das Plus- und das Pilot-Paket zur Serienausstattung. Diese beiden Pakete umfassen beispielsweise ein Bowers&Wilkins-Soundsystem mit 25 Lautsprechern, Softclose, ein Head-up-Display und zusätzliche Kameras in Vorbereitung auf das autonome Fahren.

Optional gibt es das 6600 Euro teure Performance-Paket, das nicht nur die Leistung auf 380 kW (517 PS) und 910 Nm maximales Drehmoment anhebt, sondern auch eine überarbeitete Luftfederung, 22-Zoll-Felgen und goldene Akzente umfasst.

Ab sofort zum Basispreis von 89.900 Euro bestellbar

Der Polestar 3 wird an zwei Standorten gebaut. Los geht's im Volvo-Werk im chinesischen Chengdu, wo die ersten Kundenfahrzeuge produziert werden sollen, die ab dem vierten Quartal 2023 ausgeliefert werden sollen. Die ersten Polestar 3 aus der Volvo-Fabrik in Ridgeville (USA) lassen hingegen noch bis Mitte 2024 auf sich warten.
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Bestellbar ist das große Elektro-SUV ab sofort. Die Preise sind also schon raus: In Deutschland kostet der Polestar 3 mindestens 89.900 Euro, inklusive Performance-Paket steigt der Preis auf 96.500 Euro. Ein vergleichbarer BMW iX xDrive50 mit 385 kW (523 PS) startet erst bei 102.500 Euro. Ein Audi e-tron S mit 370 kW (503 PS) kostete zuletzt ab 93.800 Euro, ist aber aktuell nicht bestellbar.
Die Teilnahme an der Reise wurde unterstützt von Polestar. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

Fazit

Der Polestar 3 kombiniert das typisch reduzierte Polestar-Design mit besonderen Detail-Lösungen, einem sehr guten Platzangebot und viel moderner Technik. Die angepeilte Reichweite ist hoch, der Preis allerdings auch. Und trotz größter Bemühungen der Schweden gehen SUV und Nachhaltigkeit für mich irgendwie nur schwer zusammen.