Vorstellung: Die Konkurrenz heißt Tesla Model 3

Nach dem Kleinserienmodell Polestar 1 kommt mit dem voll elektrischen Polestar 2 das erste Volumenmodell auf den Markt. Dabei handelt es sich um ein fünftüriges Fließheck, das wie der elektrische Volvo C40 auf der CMA-Plattform aufbaut. Zum Marktstart war nur die "Launch Edition" mit Allradantrieb, 408 PS und rund 480 Kilometer Reichweite zu haben. Jetzt schiebt Polestar zwei Varianten mit Frontantrieb zu Preisen ab 41.930 Euro nach. (So schlägt sich der Polestar 2 gegen das Tesla Model 3.)

Design: Durchgängiges Leuchtband für den Polestar 2

Polestar 2
Im Design blitzt noch viel Volvo-DNA durch. Dennoch gibt sich der Polestar 2 eigenständig.

Die Verwandtschaft mit Volvo ist beim Polestar 2 auf den ersten Blick erkennbar. Die typischen LED-Tagfahrlichter im Thors-Hammer-Design kennen wir nicht nur von S90, V60 und XC40 , sondern auch vom Kleinserienmodell Polestar 1. Auch der schwarze Kühlergrill erinnert an das Hybrid-Coupé. Die schwarzen Plastikradläufe verpassen dem Elektroauto nicht nur einen robusten Auftritt, sondern auch einen Crossover-Look. Am Heck fallen die C-förmigen Rückleuchten auf, die – anders als beim Polestar 1 – mit einem durchgängigen Leuchtband verbunden sind.

Elektroantrieb: Bis zu 408 PS und 540 Kilometer Reichweite

Polestar 2   !! Sperrfrist 27. Februar 2019  13:00 Uhr !!
Ein durchgängiges Leuchtband ist der Trend der Stunde und auch beim Polestar 2 zu sehen.

Der stärkste Antrieb namens "Long Range Performance" besteht aus zwei Elektromotoren und 78 kWh Batterie-Kapazität. Die Batterie ist im Fahrzeugboden untergebracht, um Platz im Innenraum zu schaffen und die Steifigkeit der Karosserie zu erhöhen. Die Leistung gibt Polestar mit 408 PS (300 kW) an. Dank Allrad und sofort verfügbarem maximalem Drehmoment (660 Nm) sprintet der Polestar in 4,7 Sekunden auf 100 km/h. Die Reichweite soll bei rund 480 Kilometern (nach WLTP) liegen. Im Test erreichten wir rund 335 Kilometer.
Hinweis
Volvo XC40 bei carwow.de mit einer Ersparnis bis 8986 Euro
Neu dazu kommen zwei Versionen mit Frontantrieb, eine davon mit kleinerer Batterie. Die neue Einstiegsversion bildet die "Standard Range" mit 224 PS (165 kW) und 330 Nm Drehmoment. Mit einer Batteriekapazität von 64 kWh sollen bis zu 440 Kilometer Reichweite möglich sein. Ebenfalls neu ist die "Long Range" mit 231 PS (170 kW), 330 Nm und der größeren 78-kWh-Batterie. In dieser Konfiguration soll der Polestar 2 bis zu 540 Kilometer am Stück zurücklegen können.

Ausstattung: Performance Pack mit Brembo-Bremsen

Als erstes Auto weltweit setzt der Polestar 2 auf ein Android-basiertes Infotainmentsystem. So sind Google Maps, Google Assistant und auch der Google Play Store direkt ins System eingebunden. Bedient wird das Infotainment über einen Elf-Zoll-Touchscreen oder die neue natürliche Sprachsteuerung. Für das Performance-Modell ist gegen Aufpreis das Performance Pack erhältlich, mit Öhlins-Stoßdämpfern, Brembo-Bremsen und 20-Zoll-Schmiedefelgen. Goldene Bremssättel und gelbe Sicherheitsgurte runden das Performance Pack ab. (Das Polestar-2-Infotainment im Connectivity-Check.)
Polestar 2
Serienmäßig sind die Sitze mit einer veganen Textiloberfläche bezogen. Nappaleder ist optional.

Die Launch Edition war nur voll ausgestattet zu haben, Aufpreis kostete lediglich das Performance-Pack. Ab sofort wird die Ausstattung neben dem Performance-Pack in zwei weitere Pakete aufgeteilt. "Plus" kostet 4500 Euro und beinhaltet unter anderem ein Panorama-Dach und das Harman-Kardon-Soundsystem. Das wohl wichtigste Extra des Pakets ist hier die Wärmepumpe, welche die Batterie entlastet und den Innenraum intelligent klimatisiert. Ebenfalls optional ist das 3500 Euro teure "Pilot"-Paket. Es liefert unter Anderem erweiterte LED-Scheinwerfer, eine 360-Grad-Kamera und adaptive Fahrassistenten dazu. Im Mai 2021 sollen für alle Kunden ein Digital Key und eine neue Polestar-App zu haben sein.

Fahren: Die 408 PS sind deutlich zu spüren

AUTO BILD fährt den Polestar 2 als Performance mit 408 PS. Und die Leistung sprt man. 4,7 Sekunden reichen von 0 auf 100 km/h, und dabei bleibt es stets bemerkenswert leise. Dank starker Rekuperation lässt sich der Polestar 2 wunderbar nur mit dem Gaspedal fahren, die Verzögerung ist bei der Energie-Rückgewinnung stark genug. Apropos Verzögerung: aus Tempo 100 steht das Auto in 34,4 Metern. Top!
Hinweis
Elektro-Autos sorgenfrei im Auto-Abo ausprobieren
Weniger gut gelungen ist die Abstimmung der gefühlsarmen Lenkung und der suppig-stößigen Federung, was auch an den optionalen 20-Zöllern liegt. In Sachen Reichweite soll die 78-kWh-Batterie bis zu 480 Kilometer ermöglichen. Wir haben realistische 335 Kilometer erreicht. (Hier geht es zum ausführlichen Fahrbericht.)

Bestellen und Preis: Basismodell kommt ein Jahr später

Der Polestar 2 ist nur über das Internet zu beziehen. Kunden können das Elektroauto auf polestar.com konfigurieren und bestellen. Neben Kauf und Leasing soll der Polestar 2 zu einem späteren Zeitpunkt auch im Auto-Abo-Modell "Subscription" erhältlich sein. Mit den neuen, frontangetriebenen Einstiegsvarianten beginnen die Preise bei 41.930 Euro. Dabei ist der Herstelleranteil vom Umweltbonus bereits inkludiert, eine Überführungsgebühr von 900 Euro kommt noch dazu. Wer die größere Batterie haben will, muss 3000 Euro Aufpreis bezahlen. Die Top-Version Long Range Dual Motor kostet noch einmal 3000 Euro mehr. Bestellbar sind die neuen Modelle ab sofort, die Auslieferungen beginnen voraussichtlich ab September 2021.