Porsche 911 Carrera S Techart (2016): Fahrbericht
Techarts Turbo-Elfer

Der Porsche 911 Carrera S von Techart ist genau so stark wie ein Porsche 911 Turbo der Generation 997. Und einen Turbo hat der Neue auch. Fahrbericht!
Noch immer weinen die Porsche-Fans dem ausgedienten Saugmotor nach. Aber all das Gejammere ändert nichts an dem Fakt, dass der Sauger Vergangenheit und der Turbo die Zukunft ist. Auch bei der Sportwagenikone Porsche 911. Also das Beste daraus machen, hat sich auch Tuning-Urgestein und Porsche-Spezialist Techart gedacht.
Ebenfalls beim Conti-Tuning-Tag gefahren: Brabus B40S-650
Der Leonberger Tuner holt aus dem Dreiliter-Triebwerk mittels eigens entwickeltem Techart-Techtronic-Steuergerät 480 PS und 580 Nm maximales Drehmoment (Serie: 420 PS und 500 Nm). Genauso viel Leistung hatte 2006 ein Porsche 911 Turbo der Generation 997. Und die 60 PS Mehrleistung spürt man deutlich, vor allem aber die 580 Nm schieben den Techart 911 Carrera S brutal voran. Man sollte allerdings wissen, dass die Mehrleistung nur in den Fahrmodi Sport und Sport plus anliegt, sonst werkeln die serienmäßigen 420 PS im Heck. Also den neonorangen Fahrmodi-Schalter auf Sport plus gestellt und im Rahmen des Conti-Tuning-Tags von AUTO BILD SPORTSCARS rauf auf den Handlingskurs.
Extrem direkte Gasannahme

Der vierflutige Klappenauspuff ist mittig montiert. Nach ein paar schnellen Runden verfärben sich die äußeren Endrohre bläulich.
Bild: Katharina Berndt
Optionales Noselift-System für den 911

Außenspiegelkappen in Echtcarbon am Porsche 911 Carrera S von Techart.
Bild: Katharina Berndt
Die ausführliche Berichterstattung zum Conti-Tuning-Tag finden Sie in der August-Ausgabe der AUTO BILD SPORTSCARS, die am 8. Juli 2016 erscheint.
Die Optik des Turboelfers wertet Techart mit einem dezenten Aerokit auf. Dazu gehören ein Frontspoiler mit Splitter, der Techart-Heckspoiler, der auf dem originalen Heckdeckel montiert wird, sowie ein Dachspoiler. Außenspiegelkappen, Dachspoiler und Frontsplitter stellt Techart aus Carbon im sogenannten Prebake-Verfahren her. Die schwarzen 21-Zoll-Schmiederäder vom Typ Fomula IV wurden nur für die Fotoaufnahmen montiert, danach wurde auf schwarze 20-Zöller umgesattelt.
Veredelung statt Tuning

Viel Liebe zum Detail im Innenraum: neonorange Akzente am Schlüssel, den Nähten und den Lüftungsdüsen.
Bild: Katharina Berndt
Heftiger Preis für den Techart 911
So viel Detailverliebtheit kostet. Und zwar ordentlich! Mit einem Testwagenpreis von 192.360 Euro kratzt der Techart 911 Carrera S an der 200.000-Euro-Marke. Zugegeben, der Testwagen ist absolut vollausgestattet und alleine die Innenraumveredelung kostet knapp 30.000 Euro (Manufaktur Interieur Individual: 16.791 Euro, Carbon- und Lack-Interieurpaket: 10.512 Euro, Sportlenkrad Individual: 2403 Euro). Dennoch ist der Techart 911 Carrera S deutlich teurer als ein 540 PS starker 911 Turbo (ab 174.669 Euro).
Fazit
Die Individualisierungsmöglichkeiten im Innenraum sind nahezu endlos und von höchster Qualität, die hat allerdings auch einen extrem hohen Preis. Leistung und Sound des Techart 911 Carrera S sind spürbar besser als beim serienmäßigen Carrera S mit Turboaufladung. Der Aufpreis für die Zusatzleistung (4641 Euro) und den Klappenauspuff (4859 Euro) gehen in Ordnung. Am Ende kann aber auch Techart aus dem turboaufgeladenen Elfer keinen Sauger mehr machen.
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