Neun Schneeketten im Test

Schneeketten-Test

Welche Ketten spuren?

In manchen Regionen sind Winterreifen nicht mehr ausreichend. Dann sollte man Schneeketten im Gepäck haben, um auch bei starkem Schneefall gut gerüstet zu sein. Doch welche Schneeketten eignen sich am besten? Neun Schneeketten im Test.
Wer in bergigen Regionen unterwegs ist, kommt auf schneebedeckter Fahrbahn oft nicht weiter. Besonders Winterurlauber auf dem Weg in die Alpen sollten deshalb Schneeketten im Gepäck führen. Trifft man auf ein rundes Schild mit blauem Grund und Schneekettensymbol, besteht sogar Schneekettenpflicht. Doch welche Schneeketten sind am besten? Im Schneeketten-Test von AUTO BILD landete die Schneekette Snox Pro von Pewag auf Platz eins. Sie überzeugte durch sehr gute Fahreigenschaften, ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis und vergleichsweise einfache Montage. Ein starkes Gummiseil an der Innenseite der Reifenflanke sorgt für den nötigen Zug.

Video: Schneeketten Test

Wintertest auf der Piste

Die teuren Komfortketten (bequem von außen zu montieren, da keine Kettenteile auf der Radinnenseite) Centrax und K-Summit enttäuschten. Zwar erwies sich die Handhabung als sehr gut – die Montage dauerte nur fünf Minuten –, doch in den Disziplinen Anfahren/Traktion sowie Lenkfähigkeit/Seitenführung schnitten beide Ketten unterdurchschnittlich ab. Insgesamt zeigt unser Test: Keine Kette ist perfekt. Beim Testsieger war relativ viel Kraft erforderlich, um den Spanngummi übers Rad zu ziehen. Teils fehlten wirksame Kettenschutzelemente zur Schonung der Felgen (Super-Gripp, O-Tec, Ring Automatik und CS 10), teils ließ die Ausstattung zu wünschen übrig, weil etwa keine Montagehandschuhe mitgeliefert wurden.
So haben wir getestet: Für den Schneeketten-Test haben wir einen Mercedes E 350 CDI mit 265 PS, Automatik und Heckantrieb, bereift mit Conti Winter Contact TS 830 P in der Dimension 225/55 R 16, gewählt. Zuerst wurde die Handhabung getestet. Dabei wurden Qualitätseindruck, Bedienungsanleitung, Montage und Demontage bewertet. Die Höchstpunktzahl dieser Kategorie beträgt 80 Punkte. Die Fahrdisziplinen Anfahren/Traktion, Lenkfähigkeit/Seitenführung und Fahrkomfort wurden mit 90 Punkten gewichtiger bewertet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Schneeketten ging mit bis zu 30 Punkten in die Gesamtwertung ein. Wie die neun getesteten Modelle abgeschnitten haben, lesen Sie unten in der Tabelle. Weitere Infos zum Test gibt es außerdem in der Bildergalerie.

Neun Schneeketten im Test

# Neun Schneeketten im Test*  
1.

Pewag Snox Pro

Preis: ca. 85 Euro
Testergebnis: 177/200 Punkte

 
2.

Rud Rud-matic Classic

Preis: ca. 90 Euro
Testergebnis: 167/200 Punkte

 
3.

Ottinger O-Tec

Preis: ca. 110 Euro
Testergebnis: 165/200 Punkte

 
4.

Oberland Kettenstar

Preis: ca. 235 Euro
Testergebnis: 140/200 Punkte

 
5.

Filmer Super-Grip

Preis: ca. 18 Euro
Testergebnis: 136/200 Punkte

 
6.

Thule CS 10

Preis: ca. 63 Euro
Testergebnis: 131/200 Punkte

 
7.

Rud Comfort Centrax

Preis: ca. 134 Euro
Testergebnis: 125/200 Punkte

 
8.

Thule K-Summit

Preis: ca. 199 Euro
Testergebnis: 116/200 Punkte

 
9.

Pewag Ring Automatik

Preis: ca. 80 Euro
Testergebnis: 115/200 Punkte

 
*Testergebnisse aus AUTO TEST 1/2013

Diese Dinge sollten Sie bei Schneeketten beachten

Worauf Sie beim Kauf einer Schneekette achten sollten: Eine gute Schneekette sollte als Mindestanforderung die sogenannte Ö-Norm 5117 für Pkw erfüllen, dann ist sie auf jeden Fall auch für das Befahren österreichischer Skigebiete zugelassen. Außerdem wichtig: Besitzt das Auto eine Tieferlegung oder sind besonders große Winterräder montiert, kann es zu Platzproblemen im Radhaus kommen. Hier können spezielle Ketten mit besonders dünnen Gliedern helfen. Oder man wählt beim Winterreifenkauf eine möglichst kleine, für das Fahrzeug zugelassene Reifendimension.
Seilkette, Bügelkette, Komfortkette – welcher Kettentyp es sein sollte: Geht es nur ein-, zweimal im Jahr in den Wintersport, reicht eine einfache Seilkette. Preise starten bei rund 50 Euro. Etwas komfortablere Modelle besitzen eine Automatik, die das Nachspannen übernimmt (ab 70 Euro). Ist nur wenig Platz im Radkasten oder muss die Kette an der Hinterachse montiert werden, sind Federstahlbügelketten besser geeignet. Sie kosten rund 130 Euro. Noch einfacher geht es mit Komfort-Ketten, die Kette muss nicht händisch hinter dem Rad montiert werden – ab 250 Euro.
Wann Sie die Schneeketten aufziehen sollten: Spätestens wenn das blaue Gebotszeichen Nr. 268 auftaucht, siehe unten. Übrigens: Die Schneekettenpflicht gilt ab dem Verkehrszeichen auch für Fahrzeuge mit Allradantrieb. Wer dort, ohne Ketten aufzulegen, weiterfährt, riskiert ein Bußgeld von 20 Euro. Natürlich müssen Sie nicht auf das Schildarten. Tipp: Lieber etwas früher aufziehen. Hat man sich bei der Bergauffahrt erst einmal festgefahren und steht anderen Autofahrern im Weg, wird es schnell sehr unangenehm.
Schneeketten auf Allrad-Fahrzeuge: Auch bei Allradlern die Schneeketten möglichst auf beide Achsen aufziehen. Auf jeden Fall die Bedienungsanleitung des Autos beachten. Gibt es keine Vorgabe durch den Hersteller und steht nur ein Kettenpaar zur Verfügung, sollte es auf die Vorderachse. Grund: Gerade bergab lässt sich der Wagen besser bremsen und lenken. Vorsicht: Ohne Ketten auf der Hinterachse neigt das Fahrzeugheck zum Ausbrechen.
Tempo-Limit für Schneeketten: Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist auf Tempo 50 begrenzt. Und natürlich muss die Kette wieder runter, sobald die Straße schneefrei ist.

Schneeketten

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