Preis und Marktstart (Update!)
Optik
Innenraum (Update!)
Ausstattung
Kodiaq RS
Motoren

Preis dürfte mit dem Facelift leicht steigen

Mit frischer Optik, serienmäßigen LED-Scheinwerfern, optionalem Digital-Cockpit und überarbeiteten Motoren frischt Skoda sein Erfolgs-SUV Kodiaq auf. In diesem Zuge gibt es auch ein Wiedersehen mit dem RS – als Benziner. Marktstart für das Facelift ist schon im Juli 2021, die Sportvariante wird aber wohl erst später im Jahr bei den Händlern stehen. Der Preis dürfte leicht steigen; AUTO BILD rechnet damit, dass es bei 31.000 Euro losgeht. Für den Kodiaq RS dürfte Skoda rund 50.000 Euro aufrufen.
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Kodiaq jetzt immer mit LED-Technik

Erstes Erkennungsmerkmal des neuen Kodiaq ist der veränderte Grill. Dessen oberen Ecken sind nun angeschrägt. Die Scheinwerfer daneben fallen etwas schmaler aus und haben eine leicht veränderte Signatur – wichtiger ist aber: Sie kommen jetzt immer mit LED-Technik, optional oder in den Topausstattungen gibt es das Vorderlicht sogar erstmals auch in Matrix-LED. In der Schürze wurde der Ausschnitt für den unteren Lufteinlass etwas umgestaltet, er wirkt nun gerade an den Seiten etwas größer. Außerdem schließt das Ganze jetzt nach unten mit einem kleinen Frontspoiler ab.
Skoda Kodiaq
Der neue Spoiler geht in sogenannte Finlets links und rechts der Heckscheibe über.

Das Heck ziert ein neuer Spoiler, der an den Seiten der etwas flacheren Scheibe durch sogenannte Finlets weitergeführt wird. Auf der Kofferraumklappe findet sich (dem aktuellen Markendesign entsprechend) nun kein Logo mehr, sondern ein "Skoda"-Schriftzug. Die Rücklichter bekommen ein neues Innenleben, sind ab sofort natürlich ebenfalls immer mit LED-Technik ausgerüstet und sind fast immer mit einem Wischblinker ausgestattet. Nur die Basis kommt noch mit einem Standardblinker. Weitere Unterschiede zum Vorgänger sind der nach außen größer werdende Reflektor und der angedeutete Diffusor der Heckschürze.

Neues Digital-Cockpit und größeres Standard-Infotainment

AUTO BILD hat bereits die Sitzprobe im Kodiaq RS Facelift gemacht. Wie beim Vorgänger arbeitet Skoda im Innenraum viel mit Schwarz und roten Akzenten. Vorn sitzt man auf elektrisch verstellbaren Sportsitzen, deren Sitzwangen einen in Position halten. Der Fahrer blickt direkt auf die erste große Neuerung: Das 10,25 Zoll große digitale Cockpit. Beim RS ist es Serie, in den meisten anderen Ausstattungen nur gegen Aufpreis zu haben. Im Sport-Kodiaq ist der Digital-Tacho auf das Innenraumdesign abgestimmt, die vorherrschende Farbe ist natürlich ein sportliches Rot. Und das war es noch nicht, denn als SUV mit sportlichen Ambitionen bekommt der Kodiaq noch eine Zusatz-Anzeige. Normalerweise kann man zwischen vier Anzeigestilen wählen, bei denen verschiedene Infos im Fokus stehen (z. B. Verbrauch, die Navikarte oder klassische Rundinstrumente). Die zusätzliche Ansicht zeigt mittig einen großen Drehzahlmesser.
Skoda Kodiaq RS
Eine neue rote Ziernaht verläuft über das ganze Armaturenbrett des Kodiaq RS Facelifts.


Die zweite große Änderung im Innenraum hat unser Fotofahrzeug gar nicht, denn es geht ums Lenkrad. Während wir ein Sportlenkrad an Bord haben, das ist beim RS serienmäßig, bekommen die meisten anderen Varianten ab Werk das etwas spezielle Zweispeichen-Lenkrad vom Octavia. Der Zentralbildschirm fürs Infotainment ist beim Top-Kodiaq 9,2 Zoll groß. Das Display wirkt wertig, das System dahinter lässt sich intuitiv bedienen und arbeitet schnell. Apple CarPlay und Android Auto verbinden sich auch kabellos, es gibt einige neue Apps (u.a. den Wetterbericht und Nachrichten). Bei den günstigeren Ausstattungen misst der Bildschirm immer noch acht Zoll, das kleine Einstiegsradio mit nur 6,5 Zoll gibt es mit dem Facelift nicht mehr.
Auch in Reihe zwei fühlt man sich wohl. Auf der bequemen Rücksitzbank hat man eine angenehme Sitzposition und vergleichsweise viel Platz für die Beine. Deshalb und durch das Glasdach unseres Fotofahrzeugs ist das Raumgefühl in alle Richtungen sehr gut. Optional gibt es natürlich wieder die dritte Sitzreihe, sowohl für den regulären Kodiaq als auch für den RS. Dann können bis zu sieben Personen mitfahren, wobei die beiden Zusatz-Sitze vor allem für Kinder gedacht sind. Natürlich schrumpft dadurch der im Fünfsitzer wirklich große Kofferraum. Er fasst nach wie vor bis zu 2065 Liter.
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Skoda Kodiaq im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt

Neue Extras und Räderdesigns bis 20 Zoll

Mit dem Facelift erweitert Skoda seinen proaktiven Insassenschutz. Dank zusätzlicher Radarsensoren am Heck reagiert der jetzt auch, wenn ein Auffahrunfall droht. Vorsorglich werden die Sicherheitsgurte von Fahrer und Beifahrer gestrafft und die Fenster geschlossen. Außerdem gibt es für den Kodiaq verschiedenste aufpreispflichtige Extras. Dazu zählen neue ergonomische Sitze, die sich vielfältig elektrisch einstellen lassen, beheizt und belüftet sowie mit einer Massagefunktion ausgestattet sind oder das optionale Canton-Soundsystem mit 575 Watt, das mit dem Facelift zwei zusätzliche Lautsprecher erhält und somit auf zehn kommt. Unter den Rädern bietet Skoda verschiedenste, zum Teil neu designte, Modelle in den Größen 17 bis 20 Zoll an. Besonders sparsam sollen dabei die speziellen Aero-Räder mit niedrigem Luftwiderstand sein, die es in 18 bis 20 Zoll gibt. Die Ausstattungslinien bleiben wie gehabt: Die Basis heißt Active, es folgen Ambition und Style. Die Topausstattungen heißen L&K und Sportline, wobei die erstgenannte mehr auf Komfort setzt und die zweite – wie es der Name schon sagt – Wert auf Sportlichkeit legt.

Kodiaq RS kehrt als Benziner zurück

Mit dem Facelift gibt es auch ein Wiedersehen mit dem sportlichen Kodiaq RS. Der kommt nun nicht mehr als Diesel (kein Wunder, immerhin musste er wegen der verschärften Emissionsgesetze gehen), sondern mit dem Zweiliter-TSI. Der Benziner ist nicht nur um 60 Kilo leichter, die Leistung des Top-Kodiaq steigt damit auch um fünf PS auf 254 PS. Wie sich das in Zahlen auf die Fahrleistungen auswirkt, verrät Skoda leider noch nicht. Dafür aber, dass es beim Allrad und dem Siebengang-DSG bleibt. Bei der Optik gönnt Skoda dem Sport-SUV mit dem Facelift eigene Schürzen. Der Rest ist typisch RS: geschwärzte Zierelemente, ein durchgehender Reflektor am Heck, große, schwarze Felgen (20 Zoll), den bekannten Innenraum in Schwarz mit roten Akzenten sowie Sportsitzen und viel Ausstattung. So ist hier das digitale Cockpit serienmäßig und verfügt sogar über einen zusätzlichen Anzeigemodus, bei dem Tacho und Drehzahlmesser im Vordergrund stehen.
Skoda Kodiaq RS
Neben dem RS-Logo am Grill ist der Sport-Kodiaq jetzt auch an der eigenständigen Schürze zu erkennen.

Überarbeitete Verbrenner, aber kein Hybrid

Überraschenderweise verzichtet Skoda beim Facelift auf einen Elektrobaustein. Ob die Tschechen noch einen Plug-in-Hybrid nachreichen wollen, verraten sie aktuell noch nicht. Zum Marktstart gibt es darum nur konventionelle Verbrenner, zwei Diesel und insgesamt drei Benziner. Alle Motoren wurden überarbeitet. Die beiden Zweiliter-TDI sind mit zwei SCR-Kats ausgestattet, die dazu beitragen den Stickoxid-Ausstoß um bis zu 90 Prozent zu verringern. Beim schwächeren Diesel mit 150 PS hat man noch die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb, der stärkere Selbstzünder leistet 200 PS und kommt immer mit Allrad. Keine Wahl gibt es dagegen beim Getriebe: Das Siebengang-DSG ist Serie. Anders ist das nur beim Einstiegsbenziner. Der 150 PS starker 1,5-Liter-TSI mit Zylinderabschaltung kommt ab Werk mit Sechsgang-Schaltung und Frontantrieb, das DSG gibt es aber optional. Beim stärkeren Zweiliter-Benziner mit 190 PS ist die Automatik wiederum Serie. Dafür hat das SUV dann auch Allrad – genau wie die stärkste Ausbaustufe mit 245 PS, die dem Topmodell Kodiaq RS vorenthalten ist.

Fazit

Optisch hätte der Kodiaq das Facelift meiner Meinung nach noch gar nicht nötig gehabt, aber es ist gut gelungen, und er ist jetzt technisch auf dem neuesten Stand. Gut, dass Skoda in diesem Zuge den RS zurückbringt, der dürfte ziemlich gut ankommen.