Vorstellung und Preis: Kodiaq startet bei knapp unter 32.000 Euro

Mit frischer Optik, serienmäßigen LED-Scheinwerfern, optionalem Digital-Cockpit und überarbeiteten Motoren hat Skoda sein Erfolgs-SUV Kodiaq aufgefrischt. In diesem Zuge gibt es auch ein Wiedersehen mit dem RS – als Benziner.
Kaufen
CarWow  Skoda Kodiaq

Skoda Kodiaq mit Rabatt kaufen

Den Skoda Karoq gibt es mit bis zu 9548 Euro Rabatt bei carwow.de. (Stand: 27. April 2022)

Zur Auswahl stehen Benzin- und Dieselmodelle, die Basis bietet ein 1,5 Liter-Benziner ab 31.990 Euro. Der Einstiegs-Diesel ist für mindestens 39.500 Euro zu haben. Für den Kodiaq RS mit Zweiliter-Benziner und 245 PS und Allrad sind ab 51.100 Euro fällig.

Die Preise im Überblick:

Active
Ambition
Style
L&K
RS
Abzweigung
1.5 TSI ACT 150
Abzweigung
Abzweigung
1.5 TSI ACT 150 DSG
Abzweigung
Abzweigung
2.0 TSI 4x4 190 DSG
Abzweigung
Abzweigung
2.0 TSI 4x4 245 DSG
Abzweigung
Abzweigung
2.0 TDI SCR 150 DSG
Abzweigung
Abzweigung
2.0 TDI SCR 4x4 150 DSG
Abzweigung
Abzweigung
2.0 TDI SCR 4x4 200 DSG
Abzweigung
ab 31.990 Euro
ab 34.420 Euro
ab 36.390 Euro
ab 39.500 Euro
ab 41.900 Euro
ab 39.560 Euro
ab 44.060 Euro
ab 42.670 Euro
ab 45.070 Euro
ab 46.820 Euro
ab 44.350 Euro
ab 48.850 Euro
ab 47.460 Euro
ab 49.860 Euro
ab 51.610 Euro
ab 51.100 Euro

Optik und Abmessungen: Kodiaq jetzt immer mit LED-Technik

Erstes Erkennungsmerkmal am Facelift des Kodiaq ist der veränderte Grill. Dessen oberen Ecken sind nun angeschrägt. Die Scheinwerfer daneben fallen etwas schmaler aus und haben eine leicht veränderte Signatur – wichtiger ist aber: Sie kommen jetzt immer mit LED-Technik, optional oder in den Topausstattungen gibt es das Vorderlicht sogar serienmäßig in Matrix-LED.
In der Schürze wurde der Ausschnitt für den unteren Lufteinlass etwas umgestaltet, er wirkt nun gerade an den Seiten etwas größer. Außerdem schließt das Ganze jetzt nach unten mit einem kleinen Frontspoiler ab.

Wischblinker fast immer Standard im Kodiaq

Das Heck ziert ein neuer Spoiler, der an den Seiten der etwas flacheren Scheibe durch sogenannte Finlets weitergeführt wird. Auf der Kofferraumklappe findet sich (dem aktuellen Markendesign entsprechend) nun kein Logo mehr, sondern ein "Skoda"-Schriftzug.
Skoda Kodiaq
Der neue Spoiler geht in sogenannte Finlets links und rechts der Heckscheibe über.
Die Rücklichter haben ein neues Innenleben bekommen, sind natürlich ebenfalls immer mit LED-Technik ausgerüstet und sind fast immer mit einem Wischblinker ausgestattet. Nur die Basis kommt noch mit einem Standardblinker. Weitere Unterschiede zum Vorgänger sind der nach außen größer werdende Reflektor und der angedeutete Diffusor der Heckschürze.

Abmessungen im Überblick:

• Länge: 4699 mm
• Breite: 1882 mm
• Höhe: 1688 mm
• Radstand: 2790 mm
• Kofferraumvolumen (Fünfsitzer): 835 - 2065 Liter
• Kofferraumvolumen (Siebensitzer): 270 - 2065 Liter

Innenraum: Digital-Cockpit und größeres Standard-Infotainment

Wie beim Vorgänger arbeitet Skoda im Innenraum viel mit Schwarz und roten Akzenten – zumindest beim RS-Modell. Vorn sitzt man auf elektrisch verstellbaren Sportsitzen, deren Sitzwangen einen in Position halten. Der Fahrer blickt direkt auf die erste große Neuerung: Das 10,25 Zoll große digitale Cockpit. Beim RS ist es Serie, in den anderen Ausstattungen nur gegen Aufpreis zu haben.
Skoda Kodiaq
Die auffälligsten Neuerungen sind das Zweispeichen-Lenkrad und das optionale digitale Cockpit.
Im Sport-Kodiaq ist der Digital-Tacho auf das Innenraumdesign abgestimmt, die vorherrschende Farbe ist natürlich ein sportliches Rot. Und das war es noch nicht, denn als SUV mit sportlichen Ambitionen bekommt der Kodiaq noch eine Zusatz-Anzeige. Normalerweise kann man zwischen vier Anzeigestilen wählen, bei denen verschiedene Infos im Fokus stehen (z. B. Verbrauch, die Navikarte oder klassische Rundinstrumente). Die zusätzliche Ansicht zeigt mittig einen großen Drehzahlmesser.
Die zweite große Änderung im Innenraum hat unser Fotofahrzeug gar nicht, denn es geht ums Lenkrad. Während wir ein Sportlenkrad an Bord haben, das ist beim RS serienmäßig, bekommen die meisten anderen Varianten ab Werk das etwas spezielle Zweispeichen-Lenkrad vom Octavia.
Der Zentralbildschirm fürs Infotainment ist beim Top-Kodiaq 9,2 Zoll groß. Das Display wirkt wertig, das System dahinter lässt sich intuitiv bedienen und arbeitet schnell. Apple CarPlay und Android Auto verbinden sich auch kabellos, es gibt einige neue Apps (u. a. den Wetterbericht und Nachrichten). Bei den günstigeren Ausstattungen misst der Bildschirm immer noch acht Zoll, das kleine Einstiegsradio mit nur 6,5 Zoll gibt es nur noch bei den Ausstattungslinien Active und Ambition.

Optional auch mit einer dritten Sitzreihe

Auch in Reihe zwei fühlt man sich wohl. Auf der bequemen Rücksitzbank hat man eine angenehme Sitzposition und vergleichsweise viel Platz für die Beine. Deshalb und durch das Glasdach unseres Fotofahrzeugs ist das Raumgefühl in alle Richtungen sehr gut.
Optional gibt es natürlich wieder die dritte Sitzreihe, sowohl für den regulären Kodiaq als auch für den RS. Dann können bis zu sieben Personen mitfahren, wobei die beiden Zusatz-Sitze vor allem für Kinder gedacht sind. Natürlich schrumpft dadurch der im Fünfsitzer wirklich große Kofferraum. Er fasst nach wie vor bis zu 2065 Liter.

Fahren: Erste Runde im Kodiaq RS mit GTI-Motor

Der Benziner aus dem VW Golf GTI bietet naturgemäß nicht das Drehmoment des alten Diesels (500 Nm), kompensiert das aber mit Drehfreude. Zudem lasten jetzt 65 Kilogramm weniger auf der Vorderachse. Und dank der direkten Progressivlenkung vergisst der Fahrer glatt, in einem voluminösen SUV mit 2,79 Meter Radstand zu sitzen, so handlich wirkt er.
Skoda Kodiaq RS
Der RS ist trotz GTI-Motor nicht so drehmomentstark wie der alte Diesel.


Natürlich lässt sich der Kodiaq RS nicht in die Kurve schmeißen wie ein Golf GTI mit Vorderachssperre. Dafür bietet der Skoda Allrad. Der dämpft das Untersteuern und verbessert die Traktion beim Herausbeschleunigen aus Kurven, was den Querdynamik-Unterschied zum Golf GTI etwas mildert.
Das bassige Gebrummel im Sportmodus kommt zwar auch hier aus dem Soundgenerator, wirkt aber weniger synthetisch als im Vorgänger, wo wir den Klanggenerator am liebsten abschalteten. Der Neue ist klar der charismatischere RS. Schnell fahren und keine Reue an der Zapfsäule, das geht bei diesem Benziner allerdings nicht zusammen. AUTO BILD konnte den Verbrauch noch nicht exakt messen, aber der Bordrechner spuckt bei engagierter Fahrt 13 l/100 km und mehr aus.

Ausstattung: Neue Extras und Räderdesigns bis 20 Zoll

Mit dem Facelift hat Skoda seinen proaktiven Insassenschutz erweitert. Dank zusätzlicher Radarsensoren am Heck reagiert der jetzt auch, wenn ein Auffahrunfall droht. Vorsorglich werden die Sicherheitsgurte von Fahrer und Beifahrer gestrafft und die Fenster geschlossen. Außerdem gibt es für den Kodiaq verschiedenste aufpreispflichtige Extras.
Dazu zählen neue ergonomische Sitze, die sich vielfältig elektrisch einstellen lassen, beheizt und belüftet sowie mit einer Massagefunktion ausgestattet sind oder das optionale Canton-Soundsystem mit 575 Watt, das mit dem Facelift zwei zusätzliche Lautsprecher erhält und somit auf zehn kommt. Unter den Rädern bietet Skoda verschiedenste, zum Teil neu designte, Modelle in den Größen 17 bis 20 Zoll an.
Besonders sparsam sollen dabei die speziellen Aero-Räder mit niedrigem Luftwiderstand sein, die es in 18 bis 20 Zoll gibt. Die Ausstattungslinien bleiben wie gehabt: Die Basis heißt Active, es folgen Ambition und Style. Die Topausstattungen heißen L&K und Sportline, wobei die erstgenannte mehr auf Komfort setzt und die zweite – wie es der Name schon sagt – Wert auf Sportlichkeit legt.

Kodiaq RS: Topmodell mit Benziner aus dem Golf GTI

Mit dem Facelift gibt es auch ein Wiedersehen mit dem sportlichen Kodiaq RS. Der kommt nun nicht mehr als Diesel, sondern mit dem Zweiliter-TSI aus dem Golf GTI. Der Benziner ist nicht nur um 60 Kilo leichter, die Leistung des Top-Kodiaq steigt damit auch um fünf PS auf 245 PS. Für den RS gibt es Allrad und ein Siebengang-DSG. Eigene Schürzen verraten das Sport-SUV optisch.
Skoda Kodiaq RS 2.0 TSI 4x4
Neben dem RS-Logo am Grill ist der Sport-Kodiaq jetzt auch an der eigenständigen Schürze zu erkennen.

Der Rest ist typisch RS: geschwärzte Zierelemente, ein durchgehender Reflektor am Heck, große, schwarze Felgen (20 Zoll), den bekannten Innenraum in Schwarz mit roten Akzenten sowie Sportsitzen und viel Ausstattung. So ist hier das digitale Cockpit serienmäßig und verfügt sogar über einen zusätzlichen Anzeigemodus, bei dem Tacho und Drehzahlmesser im Vordergrund stehen.

Motoren: Überarbeitete Verbrenner, aber kein Hybrid

Motorenseitig setzt Skoda auf konventionelle Verbrenner, zwei Diesel und insgesamt drei Benziner. Alle Motoren wurden überarbeitet. Einen Plug-in-Hybrid gibt es beim Kodiaq nicht.
Die beiden Zweiliter-TDI sind mit zwei SCR-Kats ausgestattet, die dazu beitragen den Stickoxid-Ausstoß um bis zu 90 Prozent zu verringern. Beim schwächeren Diesel mit 150 PS hat man noch die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb, der stärkere Selbstzünder leistet 200 PS und kommt immer mit Allrad. Keine Wahl gibt es dagegen beim Getriebe: Das Siebengang-DSG ist Serie.

Technische Daten im Überblick:

1.5 TSI ACT 150
1.5 TSI ACT 150 DSG
2.0 TSI 4x4 190 DSG
2.0 TSI 4x4 245 DSG
2.0 TDI SCR 150 DSG
2.0 TDI SCR 4x4 150 DSG
2.0 TDI SCR 4x4 200 DSG
Abzweigung
Motor
Abzweigung
Abzweigung
Kraftstoff
Abzweigung
Abzweigung
Antrieb
Abzweigung
Abzweigung
Leistung
Abzweigung
Abzweigung
Max. Drehmoment
Abzweigung
Abzweigung
Getriebe
Abzweigung
Abzweigung
0-100 km/h
Abzweigung
Abzweigung
Höchstgeschwindigkeit
Abzweigung
Abzweigung
Verbrauch kombiniert nach WLTP*
Abzweigung
1,5 Liter-Turbo-Vierzylinder
Benzin
Vorderradantrieb
110 kW (150 PS)
250 Nm
6-Gang-Schaltgetriebe
9,8 s (9,9 s**)
206 km/h
6,1-5,6 l/100 km
1,5 Liter-Turbo-Vierzylinder
Benzin
Vorderradantrieb
110 kW (150 PS)
250 Nm
7-Gang-DSG
9,7 s (9,8 s**)
205 km/h
6,1-5,8 l/100 km
2,0 Liter-Turbo-Vierzylinder
Benzin
Allradantrieb
140 kW (190 PS)
320 Nm
7-Gang-DSG
7,5 s (7,7 s**)
216 km/h (215 km/h**)
7,1-6,7 l/100 km
2,0 Liter-Turbo-Vierzylinder
Benzin
Allradantrieb
180 kW (245 PS)
370 Nm
7-Gang-DSG
6,5 s (6,6 s**)
234 km/h (233 km/h**)
7,4 l/100 km (7,5 l/100 km)
2,0 Liter-Turbo-Vierzylinder
Diesel
Vorderradantrieb
110 kW (150 PS)
360 Nm
7-Gang-DSG
9,6 s
204 km/h
4,8-4,5 l/100 km
2,0 Liter-Turbo-Vierzylinder
Diesel
Allradantrieb
110 kW (150 PS)
360 Nm
7-Gang-DSG
9,6 s
200 km/h
5,2-5,0 l/100 km
2,0 Liter-Turbo-Vierzylinder
Diesel
Allradantrieb
147 kW (200 PS)
400 Nm
7-Gang-DSG
7,7 s
218 km/h (216 km/h**)
5,6-5,3 l/100 km

Anders ist das nur beim Einstiegsbenziner. Der 150 PS starker 1,5-Liter-TSI mit Zylinderabschaltung kommt ab Werk mit Sechsgang-Schaltung und Frontantrieb, das DSG gibt es aber optional. Beim stärkeren Zweiliter-Benziner mit 190 PS ist die Automatik wiederum Serie. Dafür hat das SUV dann auch Allrad – genau wie die stärkste Ausbaustufe mit 245 PS, die dem Topmodell Kodiaq RS vorenthalten ist.

Kaufberatung: Das taugt der Skoda Kodiaq

Rein optisch bestand wenig Bedarf zur Überarbeitung. Nach wie vor hat der Kodiaq eine markante SUV-Optik, ohne dabei zu dick aufzutragen. Ein paar kleine Änderungen wie neue Schwinwerfer mit LED-Technik gab's dann aber doch. Leuchtstärkere Matrix-LED-Scheinwerfer gibt es ab der Ausstattungslinie Style serienmäßig, für die "Ambition"-Linie gegen einen moderaten Aufpreis von 1090 Euro.
Hinweis
Skoda Kodiaq im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt
Dass Skoda ein wahres Talent für Raumausnutzung hat, erfährt die bis zu siebenköpfige Mannschaft natürlich auch im Facelift des Kodiaq. Die großzügig dimensionierten Türen ermöglichen einen leichten Einstieg auch in die für 1240 Euro optional erhältliche dritte Sitzreihe (1390 Euro in der Ausstattung Active). Der optionale Türkantenschutz im Ausstattungspaket Family (320 Euro) schützt den Lack, wenn der Einstieg mal etwas unvorsichtiger war.

Schlafpaket ist eine echte Empfehlung

Neu sind auch die beiden, sehr bequemen Sitze für Fahrer und Beifahrer. Einmal Platz genommen, blickt der Pilot nun auf ein volldigitales Kombiinstument. Das ist aber erst ab der Ausstattungslinie "Ambition" und das Amundsen-Paket für 1790 Euro (1290 Euro in der Linie "Style" und 1190 Euro in der Linie "L&K"). Darin enthalten sind zusätzlich noch ein Navi, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, Akustikverglasung und noch einiges mehr.
Und auch die verschiebbare Sitzgarnitur hinten lässt mehr als genug Platz zur freien Entfaltung. Kopf- und Beinfreiheit gibt's reichlich, mit dem optionalen Panoramadach wird das Raumgefühl noch luftiger. Eine klare Kaufempfehlung ist auch das Schlafpaket für 440 Euro. Darin enthalten sind ausklappbare Kopfstützen hinten, sowie eine Decke und Komfortfußmatten. Damit dürften sich die Passagiere künftig um die Plätze hinten streiten.

Die Linie Ambition sollte es mindestens sein

Auch im Kofferraum des Kodiaq geht es geräumig zu. Besonders empfehlenswert ist der variable Ladeboden ab der Linie Ambition (Kostenpunkt: 190 Euro). Wer sich die spart, bekommt eine nicht unerhebliche Stufe bei umgelegter Rücksitzbank. Für Kunden, die sich für die dritte Sitzreihe entscheiden, entfällt das Angebot des variablen Bodens aber.
Preislich startet der Kodiaq aktuell bei 31.990 Euro in der recht mager ausgestatteten Linie "Active" – die auch nicht so leicht aufzuhübschen ist, da Skoda einige Extras für diese Ausstattungslinie gar nicht anbietet. AUTO BILD rät daher als Basis auf die nächsthöhere Linie "Ambition" zurückzugreifen. In diesem Fall gibt es fast alle Sonderausstattungen, und das auch ohne teure Paketbindung.
Und auch in Sachen Assistenz bringen die Pakete Traveller und Traveller Plus einige Helferlein mit an Bord. So ziehen Adaptivtempomat, Spurhalte-, Spurführungs- und Einparkassistent mit in den Kodiaq ein. Beide Systeme bindet Skoda ausschließlich an seine Navi-Pakete Amundsen und Columbus, mit dem kleinen Infotainment-System Bolero funktioniert das nicht.

Von

Rolf Klein
Sebastian Friemel