Die Studie Skoda Vision IN gibt einen Ausblick darauf, wie Skoda den indischen Markt erobern will. Das Concept-Car zeigt, wie der Spagat zwischen prestigeträchtigem Auftreten und günstigen Fertigungskosten auf dem Subkontinent klappen soll. Im Sommer 2021 kommt die Serienversion des kompakten SUVs auf den Markt. Jetzt hat Skoda den Modellnamen bekannt gegeben: Kushaq.
Bei der Namenswahl hat Skoda definitiv keine kleinen Brötchen gebacken. "Kushaq" bedeutet im altindischen Sanskrit nämlich "König". Praktisch, dass das Wort auf "Q" endet und sich der neue Kompakte so nahtlos in die Reihe seiner SUV-Geschwister Kamiq, Karoq, Kodiaq und Enyaq einreihen kann.
Skoda Vision IN !! SPERRFRIST 03.Februar 2020   14:30 Uhr !!
Den beleuchteten Grill trägt auch der Enyaq. In der Serie dürfte er zumindest bei den Einstiegsmodellen wegfallen.

 
Die Serienversion des Kushaq soll sich optisch stark an der Studie Vision IN orientieren. Die ist mit dem großen Kühlergrill und den schmalen Leuchten sofort als Skoda zu erkennen. Allerdings ist die Länge von 4,26 Metern für den indischen Markt, wo aktuell noch Kleinwagen die Szenerie beherrschen, schon eine Ansage. Der Kushaq basiert auf der Konzernplattform MQB A0 IN. Die Basis wird im Technikzentrum in Pune für den indischen Markt angepasst. Skoda hat Erfahrung in diesem Fahrzeugsegment – der Kamiq ist mit 4,24 Meter nur zwei Zentimeter kürzer als der Kushag. Somit sollte einer kostengünstigen Produktion des neuen SUVs für Indien nichts im Wege stehen.
Skoda Vision IN !! SPERRFRIST 03.Februar 2020   14:30 Uhr !!
Die Rückleuchten ziehen Parallelen zu den aktuellen Skoda-Modellen.

In der Studie steckt der 1.5-TSI-Benziner mit 150 PS samt Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Dieser Antrieb dürfte das obere Ende der Leistungsskala markieren. Um über mehrere Einkommensschichten hinweg konkurrenzfähig zu sein, sollte die Serienversion auch mit Dreizylinder-Aggregaten zu haben sein.
Skoda Vision IN !! SPERRFRIST 03.Februar 2020   14:30 Uhr !!
Das Armaturenbrett trägt nicht nur einen 12,3-Zoll-Monitor, auch ein Kristall findet hier Platz.

Der 12,3 Zoll große zentrale Touchscreen ist für die Serienversion des Crossovers relevant. Denn in Indien wird auf das Infotainment besonderen Wert gelegt. Bei der Konnektivität hilft VW-Technik, demnach wird der Kushaq über Apple Carplay und Android Auto verfügen. Ob das Einstiegsmodell ein digitales und konfigurierbares Kombiinstrument hat, ist allerdings fraglich. Das Skoda-SUV soll die gehobene Mittelschicht ansprechen und Konkurrenten wie Kia Seltos oder Ford EcoSport die Käufer abspenstig machen. Dafür muss ein Preis zwischen 10.000 und 13.000 Euro realisiert werden. Ob und wie Skoda das hinbekommt, wird sich zeigen. Viele Neuwagen in Indien kosten übrigens weniger als 7000 Euro.

Von

Wolfgang Gomoll