Pro E-Auto

  • Lokal emissionsfreie Fahrt, mit Ökostrom immer
  • Geringere Energie- und laufende Kosten
  • Fast verschleißfreie Fahrt

Kontra E-Auto

  • Höherer Anschaffungspreis
  • Laden komplizierter als Tanken
  • Geringere Reichweite als Verbrenner
Eine Wallbox haben wir nicht, eine Schukosteckdose in Straßennähe auch nicht, und die täglich zu fahrende Pendelstrecke ist satte 90 Kilometer lang. Kann ich da überhaupt über den Kauf eines E-Autos nachdenken? Ich finde schon, denn der technische Stand der E-Autos und die Rahmenbedingungen bei aktuellen E-Autos inklusive Ladeinfrastruktur sprechen dafür.

Eignet sich ein E-Auto als Familienkutsche? Wenn es groß genug ist, das Schnellladen beherrscht und man in Wohnortnähe laden kann, unbedingt!

Es hilft natürlich, sich die wichtigsten Fragen vor dem Kauf zu stellen und sich auf den Umgang mit dem E-Auto einzulassen. Also: Wie groß sollte die Familienkutsche sein, um mit Nachwuchs samt Gepäck auf Urlaubsfahrt zu gehen? Fünf Plätze wären für mich Pflicht und ein Kofferraumvolumen von mindestens 450 Litern (bei stehender Rückbank). Kombi oder SUV? Wäre mir egal. Aber ist das Auto schnellladetauglich? Meine Antwort wäre: Ab 150 kW Ladeleistung geht's.

Was muss ein elektrisches Familienauto können?

Anforderungen an Reichweite und Schnellladen

Beim Kauf eines E-Autos als Familienkutsche sollten Reichweite und Schnellladefähigkeit stimmen. Wer mit dem E-Auto auch mal in den Urlaub fahren möchte, der sollte ein Auto mit mindestens 450 km Aktionsradius ins Auge fassen, dessen Akku sich ab 150 kW Ladeleistung laden lässt.

Fahrzeuggröße und Kofferraum

Familien brauchen Platz, ob für mitreisende Kinder, Freunde oder auch für Gepäck oder Hobbyutensilien. Ob man ein E-SUV oder einen elektrischen Kombi wählt, ist dabei nachrangig. Hauptsache, der Kofferraum hat ein Ladevolumen von mindestens 450 Litern und der Wagen fünf Sitze, auf denen sich auch großgewachsene Kinder wohlfühlen.
Die neuesten E-Autos mit 800-Volt-Bordnetz laden schneller, sind aber eher teuer. Ins Spiel kommt noch die Länge der täglichen Pendelfahrt (oben beantwortet). Und: Wie oft würde mich der sinkende Akkustand bei den regelmäßigen Fahrten an die nächste Ladesäule zwingen, sprich: Wie oft muss ich jede Woche laden? Wenn das geklärt ist, kommt noch die Frage, wie weit die Familienkutsche mit einer Akkuladung fahren können muss. Eine Vielzahl aktueller E-Autos schafft mittlerweile mehr als 450 km Reichweite, das halte ich für ausreichend.

Wo kann man das E-Auto regelmäßig laden?

Schließlich das Wichtigste: Wo würde ich das Auto laden, und mit welchen Stromkosten ist beim öffentlichen Laden zu rechnen? In unserer Wohngegend gibt es in Lauf- oder Rollerreichweite acht öffentliche Ladesäulen, an denen ich zum überschaubaren Preis von 0,49 Cent/kWh laden kann. Damit kalkuliere ich 10 Euro Energiekosten auf 100 km ein.
An den Ladesäulen kann ich mittlerweile an Werktagen drei Stunden lang laden, das dürfte reichen. Eine App verrät mir, wenn eine Säule frei wird, das ist hilfreich. Und am nächsten Shoppingcenter wartet eine Batterie Tesla-Supercharger auf mich, falls es doch mal schneller gehen muss. Kurz: Damit komme ich auf Sicht klar.
Wenn ich nun an die sicher steigenden Benzin- und Dieselpreise denke (Stichwort: kletternde CO2-Abgabe), heißt das für uns: Jetzt ist die Zeit zum Umstieg gekommen. Mein Entschluss steht fest: Das nächste Familienauto soll batterieelektrisch fahren.