Technik: Porsche 911/992
Neuer 911 im Technik-Check

Der Porsche 911 steht auf einer neuen Plattform und ist etwas schwerer geworden. Dafür steckt er randvoll mit Technik. AUTO BILD erklärt die Baureihe 992!
- Stefan Grundhoff
Der neue Porsche 911 der Baureihe 992 soll das Segment der Sportwagen neu definieren. Die Chancen stehen bestens, dass er das zum Marktstart Anfang 2019 wieder einmal schaffen wird. Mehr Komfort und mehr Dynamik finden jedoch nicht nur in der Preisliste ihren Niederschlag – der Power-Schwabe hat nämlich deutlich zugenommen!
Je nach Modell wiegt der neue 911 einen Zentner mehr

Der neue Elfer setzt auf Mischbereifung: vorne 20 Zoll, hinten 21 Zoll.
Wet-Mode und analoger Drehzahlmesser

Im 992 kommt ein Otto-Partikelfilter zum Einsatz. Ein Hybridantrieb lässt noch auf sich warten.
Komplett neue Motoren erst zum Facelift
Porsche ist nicht nur für seine Plattformen bekannt, die zwei Zyklen halten müssen, sondern auch dafür, dass die Triebwerke grundlegend erst bei der Modellpflege nach drei bis vier Jahren angefasst werden. So kam erst beim 991.2 die Turbotechnik für Carrera und Carrera S und beim Vorgänger 997.2 erst zur Modellpflege die Kombination aus Direkteinspritzung und Doppelkupplungsgetriebe. Eine komplett neue Motorentechnik dürfte daher auch diesmal erst mit der Modellpflege im Jahr 2022 folgen. Den Leistungsnachschlag auf 400 bzw. 450 PS bei 911 Carrera und Carrera S nehmen die Kunden jedoch ebenso gerne mit wie die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer, Rundumkameras, Nachtsichtgerät und die mitlenkende Hinterachse.
Vollgepackter Motorraum im 992
Wer sich das vollgepackte Motorabteil des 992 anschaut, das mit Ladeluftkühler, Einspritzung oder Partikelfilter nahezu aus allen Nähten platzt, der fragt sich, wieso Porsche nicht die Gene des Mittelmotorsportwagens Porsche 911 RSR in die normalen Baureihen transferiert hat. Wenn man die beiden ohnehin weitgehend ungenutzten Rücksitze des Porsche 911 gegen eine schick belederte Gepäckablage austauschen würde, könnte man auch den Boxermotor wertvolle Zentimeter nach vorne bringen. Das wäre gut für die Gewichtsverteilung, die Paketierung und das Hitzemanagement. Doch Porsche wollte die beiden Notsitze im Fond erhalten und hatte so keine Möglichkeit, das Triebwerk weiter nach vorne zu bringen. So blieb es bei geänderten Motorlagern, die ein paar Zentimeter nach vorn und in die Breite gewandert sind.
Die deutliche Verbesserung des Handlings macht sich insbesondere durch die neuen Räder-/Reifenkombinationen bemerkbar. "Erstmals fahren wir im Elfer eine Mischbereifung von 20-Zöllern vorn und 21-Zöllern hinten", erklärt Timo Kluck, während er noch einmal im leichten Drift durch das Motodrom von Hockenheim donnert. "Ich bin seit über 18 Jahren bei Porsche, aber so ein gutes Paket hatten wir zu Beginn der Entwicklung noch nie. Die unterschiedlichen Zoll-Räder bieten echte Vorteile für den Fahrer." Das dürften die Piloten mehr spüren als die 50 Kilo Übergewicht.
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