Toyota RAV4 (2013): Fahrbericht
So fährt sich der neue RAV4

Mit der vierten Generation verabschiedet sich der Toyota RAV4 endgültig vom Abenteuer: Der Geländewagen wird zur Familienkutsche. Der erste Fahrbericht.
Er war schon Trend, als VW noch nicht einmal an den Tiguan gedacht hat. Denn mit dem RAV4 hat Toyota vor fast 20 Jahren das Segment der kompakten SUVs mitbegründet und ist den Europäern lange Zeit voraus gefahren. Doch die Revolution frisst ihre Kinder und mittlerweile hat der Japaner in der Zulassungsstatistik das Nachsehen: "Bei 19 Wettbewerbern ist selbst das Original kein Selbstläufer mehr", musste Deutschland-Chef Ulrich Selzer lernen. Um den Anschluss nicht vollends zu verpassen, bringt Toyota jetzt zum 13. April 2013 die vierte Generation des Allradlers auf den Weg und krempelt das Konzept weiter um. In seinen Anfängen noch ein reines Männerauto für die Freizeit, wird der RAV4 mit neuer Form und vor allem neuen Format gar vollends zur hochbeinigen Familienkutsche für Alltag statt Abenteuer.
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Der RAV4 geht um etwa 20 Zentimeter in die Länge und drei in die Breite. Die Höhe schrumpft um gute zwei Zentimeter, der Radstand wächst um zehn.
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Was beim Generationswechsel nicht so ganz geklappt hat, ist der sportlichere Touch für das SUV. Außen mag der RAV4 ja tatsächlich knackiger aussehen, seit die Räder die Radhäuser besser ausfüllen, die Bleche ein wenig mehr Kontur haben und man rings um die Karosse scharfe Kanten sieht. Doch innen ist vom neuen Anspruch und der versprochenen Liebe zum Detail nicht viel geblieben. Zwar wirkt das weich unterfütterte Leder auf der Armaturentafel tatsächlich sehr vornehm. Aber dafür machen die Carbonimitate in den Konsolen und die glänzen Kunststoffe der Zierleisten so einen billigen Eindruck, wie bei einem Asien-Import in den Achtzigern. Und neben dem wirklich guten Navigationssystem wirkt das Display des Bordcomputers wie ein Telespiel auf dem Commodore C64. Da haben sich die Japaner mittlerweile meilenweit von ihren Konkurrenten aus Korea abhängen lassen.
Toyota RAV4: Super Bowl Spot 2013

Schon bei gemächlicher Gangart drängt der RAV4 in Kurven weit nach außen. Sobald man fester aufs Gas tritt, flackert die ESP-Leuchte wild auf.
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Toyota setzt auf die bekannten und nur im Detail optimierten Motoren. Dennoch soll der Verbrauch um runde zehn Prozent sinken.
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