Kürzlich wurde die neueste Golf-Generation präsentiert, hier geht's zur Golf-8-Vorstellung. Die sechste Generation des Dauerbrenners VW Golf trat 2008 seinen Dienst an, und auch die war ein Erfolg! Zwar warfen die Kritiker dem Golf 6 vor, er wäre kaum mehr als ein Facelift des Golf 5. Technisch gesehen ist da was dran: Er steht auf der gleichen Plattform, hat ähnliche Abmessungen. Doch der Sechser überzeugte mit neuen Motoren und technischen Details, gut 2,85 Millionen Exemplare rollten bis 2012 vom Band.

Mit dem Golf 6 kommt ein neues Cabrio

VW Golf 6: GTI, Variant, Diesel
Der Hochdach-Kompakte Golf Plus lief auch in der sechsten Generation vom Band.
Sämtliche Versionen des Golf 6 profitierten von Detail-Optimierungen wie der verbesserten Dämmung, was das Auto leiser machte. Das wurde durch eine Dämmungsfolie in der Frontscheibe und bessere Türdichtungen erreicht. Darüber hinaus änderte VW Front- und Heckpartie, das Dach und Details wie die Bedienelemente von Klimaanlage und Radio. Neben dem normalen Kompakten gab es den Golf in der neuen Generation weiter als Variant und als Hochdach-Van Golf Plus. Neu zur Golf-Familie stieß die vierte Generation des Golf Cabrio. Als der Golf mit der Stoffkapuze im Juni 2011 herauskam, waren seit dem letzten Cabrio zehn Jahre vergangen. Das auf der Basis des Golf 6 neu entwickelte Cabrio lief bei der Volkswagen GmbH in Osnabrück vom Band, so wurde der Ende 2009 von VW übernommene Teil von Karmann genannt. Top-Version des Golf 6 war 2013 das 265 PS starke R-Cabrio. Erst als VW 2016 Produktionskapazitäten für den Tiguan brauchte, lief das Cabrio aus.

Stärkerer GTI, Golf R folgt auf Golf R32

VW Golf 6: GTI, Variant, Diesel
An Bord des Golf 6 GTI "Edition 35" brachte es der Zweiliter auf 235 PS. Spitze: 247 km/h.
Klar, dass es auch einen VW Golf 6 GTI gab. Der erstarkte auf 211 PS aus zwei Litern Hubraum und betörte wie gewohnt mit den typischen GTI-Insignien. Dazu zählten ein roter Rand um den Kühlergrill, schwarze Seitenschweller und rote Bremssättel. Highlight der sechsten GTI-Baureihe dürfte aber der Edition 35 sein. Das Sondermodell erschien 2011 zum "35 Jahre GTI"-Jubiläum. Der GTI Edition 35 hatt 235 PS unter der Haube, entwickelt ein maximales Drehmoment von 300 Nm und kommt auf ein Leistungsgewicht von sechs Kilogramm pro PS. Doch selbst dieser Super-GTI musste sich mit Platz zwei im Leistungsranking der Golf 6 begnügen. Denn 2009 stellte VW den 270 PS starken Golf R vor.

Diesel mit Commonrail und Partikelfilter

VW Golf 6: GTI, Variant, Diesel
Der 1,6-Liter-TDI (105 PS) konnte mit spritsparendem BlueMotion-Technology-Paket bestellt werden.
Sämtliche Diesel des Golf 6 wurden mit Commonrail-Motoren (90 bis 170 PS) mit Partikelfiltern ausgestattet. Den auf einigen Exportmärkten 90 und in Deutschland 105 PS starken 1.6 TDI gab es wahlweise mit dem spritsparenden BlueMotion-Technology-Paket. Seit Oktober 2009 wurde der Golf BlueMotion mit Start-Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnung angeboten, beides senkte den Verbrauch. Beliebter war der 2.0 TDI mit 140 beziehungsweise 170 PS (nur im Golf GTD). Verheerend für den einst guten Ruf der beiden Motoren – sie sind sparsam, leistungsstark und zuverlässig – war jedoch der VW-Abgasskandal. Die Euro-5-Diesel mussten mit einem Software-Update nachgebessert werden. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind Golf 6 vergleichsweise teuer, doch mit der Präsentation des Golf 8 sollte der Preis gebrauchter Golf 7 wie auch Golf 6 fallen. Hier ein Gebrauchtwagentest des Golf 6 von 2013. Und hier finden Sie gepflegte VW Golf-Gebrauchtwagen.

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VW Golf I
VW Golf GTI 1
VW Golf I Cabriolet Coast
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Alle Generationen VW Golf: wichtige Fakten