VW Passat Facelift (2019)

VW Passat Facelift (2019)

VW Passat Facelift B8 (2019): Test, Preise, Motoren, Infotainment, Marktstart

Alle Infos zum Passat Facelift

VW hat den Passat überarbeitet. Mit dem Facelift bekommt der Mittelklasse-VW eine frische Optik und neue Technik. AUTO BILD hat alle Preise und einen Fahrbericht zum GTE.

Preise für den Passat (Update!)

Seit Mai 2019 ist das Facelift des Passat bestellbar. AUTO BILD hat alle Einstiegspreise aufgelistet:
Limousine:
1.6 TDI (120 PS) in der Ausstattung "Passat": ab 34.720 Euro
2.0 TDI (190 PS) in der Ausstattung "Business": ab 42.015 Euro
2.0 TDI (190 PS) 4 Motion in der Ausstattung "Business": ab 44.215 Euro
2.0 TDI (240 PS) 4 Motion in der Ausstattung "Elegance": ab 51.270 Euro
2.0 TSI (190 PS) in der Ausstattung "Business": ab 38.750 Euro
2.0 TSI (272 PS) 4 Motion in der Ausstattung "Elegance": ab 50.400 Euro
Variant:
1.6 TDI (120 PS) in der Ausstattung "Passat": ab 35.825 Euro
2.0 TDI (190 PS) in der Ausstattung "Business": ab 43.090 Euro
2.0 TDI (190 PS) 4 Motion in der Ausstattung "Business": ab 45.290 Euro
2.0 TDI (240 PS) 4 Motion in der Ausstattung "Elegance": ab 52.605 Euro
2.0 TSI (190 PS) in der Ausstattung "Business": ab 39.825 Euro
2.0 TSI (272 PS) 4 Motion in der Ausstattung "Elegance": ab 51.735 Euro

GTE (218 PS): ab 45.810 Euro
Alltrack:

2.0 TDI (190 PS) 4 Motion: ab 47.800 Euro
2.0 TDI (240 PS) 4 Motion: ab 50.795 Euro


2.0 TSI (272 PS) 4 Motion: ab 49.925 Euro

Vorstellung: Update für den Passat

VW verpasst dem Passat ein Facelift. Äußerlich sieht man dem aufgefrischten B8-Passat das Update aber nicht unbedingt an, neue Scheinwerfer und Rückleuchten sowie modernisierte Schürzen vorne und hinten müssen genügen. Die entscheidenden Neuerungen stecken unter der Karosserie, denn das Passat-Update nutzt als erstes Auto von VW den MIB 3, die neueste Generation des Modularen Infotainment Baukastens. Damit ist der Passat in Zukunft immer online und wird zum Technik-Vorreiter: Mit dem MIB 3 nimmt das Passat Facelift das Infotainment von Golf 8 und ID.3 vorweg. Zusätzlich verbaut VW die DCC-Dämpfer des Arteon, die eine bessere Individualisierbarkeit des Fahrwerkcharakters ermöglichen sollen. Und auch bei den Motoren gibt es ein paar Veränderungen. In Zukunft sind alle Passat-Motoren mit Partikelfilter ausgestattet und erfüllen Euro 6d-TEMP. Der neu entwickelte 2.0 TDI evo ist für die nächste Stufe der Abgasvorschriften vorbereitet und soll einfach auf Euro 6d zu bringen sein.

Design: Außen nur dezente Neuerungen

Die neuen Rückleuchten haben eine neue Bremslichtfunktion. Die normale Leuchtgrafik leuchtet im Wechsel mit den BRemsleuchten. Ziel: Erhöhte Aufmerksamkeit.

"Da hat sich doch gar nichts geändert", denkt der Betrachter unweigerlich. Tatsächlich fällt das Facelift des Passat sehr dezent aus. Bei genauem Hinschauen fallen dann aber doch die geänderten Scheinwerfer auf: In Zukunft wird der Passat immer LED-Scheinwerfer haben – die Topvariante ist das LED-Matrix-Licht mit 44 LED-Zellen. Auch beim Grill haben die Designer Hand angelegt, er baut jetzt einige Zentimeter höher als zuvor. Hinten warnt der Passat die folgenden Autos mit einer neuen Bremslichtgrafik. Sie leuchtet im Wechsel mit dem regulären Rücklicht und soll so für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Die Rückleuchten mit der animierten Leuchtgrafik und dem wischenden Blinker (jeweils aufpreispflichtig) lassen an Audis Lichtspektakel denken. Wie beim Arteon trägt der Passat ab der Modellpflege seinen Namen mittig unterhalb des VW-Logos. Den Abschluss bildet ein neues Schürzendesign.

Marktstart: Seit Mai 2019 bestellbar

Seit Mai 2019 ist der geliftete Passat bestellbar. Ausgeliefert werden die ersten Facelift-Modelle ab Ende August/Anfang September 2019. Das Facelift des Passat startet als Limousine bei 34.720 Euro mit dem 1,6 Liter TDI. Der günstigste Variant fängt bei 35.825 Euro mit dem gleichen Motor an.

Neue VW (2019, 2020, 2021, 2022)

Innenraum: Die Uhr ist weg!

Platzverhältnisse und Materialanmutung sind auf gewohnt hohem Niveau. Nichts zu meckern.

AUTO BILD machte die erste Sitzprobe im neuen Passat. Was eingefleischten Passat-Fahrern wohl als Erstes auffallen dürfte, ist das neu gestaltete Multifunktions-Lenkrad mit Chromspange und einem zurückhaltenden Pralltopf. Hier dürften wir bereits auf das neue Einheits-Volant von VW gucken, das AUTO BILD auch im Golf 8 erwartet. Ansonsten hat sich an der grundsätzlichen Cockpitstruktur nur wenig verändert: Anstelle der Analoguhr thront über dem Touchscreen jetzt ein beleuchteter Passat-Schriftzug. Damit man nicht vergisst, in welchem Auto man sitzt. Warum die Uhr weg ist? VW sagt, sie passt nicht mehr zum Passat. Ebenfalls verschwunden ist die Knopfleiste über dem bis zu 9,2 Zoll großen Zentralmonitor. Schade: Für die Lautstärkeregelung muss wie im Golf 7 Facelift getoucht werden. Drehregler? Gibt's zumindest für die Infotainment-Topversion "Discover Pro" nicht. Ansonsten präsentiert sich der Innenraum des Passat in gewohnter VW-Anmutung. Die Klimabedienung funktioniert konventionell über Tasten – jeder Griff sitzt und führt instinktiv zum Ziel. Gut! Beim Platzangebot gibt es nach wie vor nichts zu meckern. Vorne wie hinten sitzt es sich tadellos.

Connectivity: Neue Infotainment-Generation im Passat

Der Homescreen des Infotainmentsytems lässt sich individualisieren – wie beim Touareg.

Die Connectivity ist eindeutig der wichtigste Punkt beim Passat Facelift. Hier tut sich am meisten – auch wenn sich die neue Technik in den Untiefen des Armaturenbretts versteckt. Der modernisierte Passat ist der erste VW, der auf den MIB 3 (Modularer Infotainment Baukasten) zurückgreift. Im Passat ist zukünftig immer eine SIM-Karte an Bord, über die Over-the-air-Updates, Karten-Updates fürs Navi und die natürliche Spracherkennung (Aktivierung durch "Hallo Volkswagen") mit externen Daten vom Server versorgt werden. Das Positive: Extrakosten für die Datenverbindung fallen nicht an – solange man über das Onboard-Infotainment nicht streamt oder einen Hotspot für Mitreisende einrichtet. Der MIB 3 debütiert im Passat, wird aber zum Standard in allen neuen VW-Modellen. Also auch in Golf 8 und ID Neo. Mit der neuesten Generation des VW-Infotainments wird es möglich sein, seine persönlichen Einstellungen per "Volkswagen ID" in Leih- und Mietfahrzeuge mitzunehmen. Ähnlich wie eine Apple-ID oder ein Google-Account haben VW-Kunden dann einen Zugang, mit dem weitere Dienstleistungen genutzt werden können. Dann können Passat-Fahrer und -Fahrerinnen bargeldlos Parkgebühren zahlen oder den Kofferraum für Lieferungen freigeben. Doch zurück zu den etwas greifbareren Neuerungen im Passat: Die digitalen Instrumente sind zwar immer noch nicht serienmäßig, sie verfügen aber über eine neue Navi-Ansicht, die jetzt den gesamten Bildschirm nutzt. Zudem gibt es jetzt einen Anschluss für USB-C-Geräte.

Bildergalerie VW US-Passat Facelift (2019)

Ausstattung: Neue Namen für die Ausstattungslinien

Mit dem Bestellstart für das Passat-Update im Mai 2019 gibt es Änderungen bei den Bezeichnungen der Ausstattungslinien. Grundsätzlich bleibt es bei drei Varianten. Die ehemalige Trendline heißt in Zukunft schlicht "Passat", aus der Comfortline wird "Business", und die Highline hört wie beim Arteon auf den Namen "Elegance". Dazu kann für die beiden gehobenen Ausstattungen Business und Elegance weiterhin das sportlich angehauchte R-Line-Paket geordert werden. Neue Lackfarben und Felgendesigns frischen das Erscheinungsbild des Passat zusätzlich auf. Die Ambientebeleuchtung umfasst 30 Farben.
Gegen Aufpreis kann der Passat mit dem neuen "Travel Assist" ausgestattet werden, der Abstandsregeltempomat und Spurhalteassistent kombiniert. Aktiviert wird per Knopfdruck am Lenkrad. Dank einer berührungsempfindlichen Folie im Lenkradkranz reicht Handauflegen aufs Volant, damit dem Travel Assist signalisiert wird, dass der Fahrer sich eingriffbereit hält. Dann steuert der Passat automatisiert bis 210 km/h selber, wobei eine neue Kamera für besonders flüssige Fahrweise sorgen soll. So erkennen die Sensoren sogar Baustellen – sagt VW. Bemerkt der Passat, dass der Fahrer auch nach mehrmaligen Warnsignalen nicht mehr reagiert, bremst die Elektronik eigenständig runter und wechselt automatisch auf den Pannenstreifen. Mehr Individualisierung im Fahrverhalten versprechen die DCC-Federbeine aus dem Arteon. Über die individuelle Einstellung der Dämpfer kann der Passat beinahe stufenlos zwischen besonders komfortabel und sportlich-straff abgestimmt werden. Für Hörgenuss soll eine neue 700-Watt-HiFi-Anlage von Dynaudio sorgen. Serienmäßig ist im Passat ein 6,5 Zoll großer Monitor (ohne Navi) verbaut, das Navi "Discover Media" lässt sich über ein Achtzoll-Display bedienen, die Topvariante des Infotainments ist die im Fotofahrzeug verbaute 9,2-Zoll-Version "Discover Pro".

Motoren: Alle mit Partikelfilter, ein neuer Diesel

Der GTE bekommt im Facelift neue Fahrprogramme und 5 Kilometer mehr Reichweite nach WLTP-Norm.

Bei den Motoren stehen drei Benziner mit 150, 190 und 272 PS sowie vier Diesel zur Auswahl. Der Einstiegs-Selbstzünder leistet 120 PS , darüber rangiert ein neu entwickelter Zweiliter-TDI (2.0 TDI evo) mit 150 PS sowie die Topvarianten mit 190 PS bzw. 240 PS. Alle Verbrenner des Passat Facelift sind mit Partikelfiltern ausgestattet und erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP. Der Passat GTE erfüllt bereits die Euro 6d-Norm und hat zum Facelift eine leicht erhöhte elektrische Reichweite von rund 55 Kilometern nach WLTP (Vorfacelift: rund 50 Kilometer).

Fahren: Im Passat Variant GTE geht ordentlich die Post ab

Der geht ganz gut: Mit voller E-Motor-Unterstützung sprintet der GTE in 7,4 Sekunden auf 100 km/h.

Insgesamt bringt es der Passat GTE, wie bisher auch, auf 218 PS (160 kW) Systemleistung. Wenn die Kraft der zwei Herzen im Hybrid-Modus arbeitet und die Software das Zusammenspiel zwischen Otto- und Elektromotor selbsttätig regelt, ist das Vorwärtskommen eher etwas für zurückhaltende Zeitgenossen. Die Unterstützung durch den Elektromotor wird beim Kickdown eindeutig spürbar, im GTE-Fahrprogramm steht der 115-PS-E-Motor dem TSI-Verbrenner kräftig zur Seite, und so wird dem 1735 Kilogramm schweren Passat Variant ordentlich Leben eingehaucht. Dabei ergänzen sich das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe und der elektrifizierte Antriebsstrang harmonisch. Die Fahrt geht entspannt und ruckelfrei vonstatten.
 
Mit 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und einer Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h rein elektrisch sowie 225 km/h absolut hält der Passat Variant GTE überall gut mit. Beim adaptiven Fahrwerk haben die Entwickler das Konzept vom VW Arteon übernommen und verfeinert: Der Fahrer kann die Charakteristik der Dämpfung jetzt in 15 Stufen wählen und auf den Zustand der Straße abstimmen. So lassen sich auch lange Strecken entspannt und relativ verbrauchsgünstig zurücklegen: Wir erreichten mit einem hohen, schnell gefahrenen Autobahnanteil 6,8 l/100 km. Rein elektrisch waren bei sehr behutsamer Fahrweise übrigens 41 Kilometer Reichweite drin.

VW Passat Facelift (2019)

Autoren: , , Wolfgang Gomoll

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