Die gute Nachricht zuerst: Auf einen Passat Variant muss hierzulande bis auf Weiteres niemand verzichten. Schließlich ist Deutschland ein Kombi-Land. Auch im nach wie vor zunehmenden SUV-Boom halten ihm viele Kunden die Treue. Ganz anders sieht es bei Limousinen aus, die bei uns generell einen schweren Stand haben. So verwundert es nicht, dass der Passat Limousine offenbar in den nächsten Jahren der Stecker gezogen wird, wie Motor1 in Bezug auf Automotive News Europe berichtet. Auf Nachfrage von AUTO BILD hat VW die Gerüchte zwar nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert. (Diese Elektroautos und Plug-in-Hybride gibt es von VW!) Die Gründe für das Aus sind vielfältig. Steigende SUV-Beliebtheit ist nur einer davon. Ein weiterer liegt in der Konzern-internen Konkurrenz. Der Skoda Superb bietet als Fließheck mehr Platz als die Passat Limousine, ist aber nicht mehr das Schnäppchen von einst. Das Aus der Passat-Limo soll wohl verhindern, dass der VW und der nächste Superb sich gegenseitig Kunden abspenstig machen. Auch dem US-Passat soll es an den Kragen gehen, um Platz für die SUVs Atlas und ID.4 zu schaffen. Laut Motor1 soll auch der Arteon eingestellt werden, das hat VW auf Nachfrage von AUTO BILD aber dementiert. Die europäische Passat-Limousine und der US-Passat dürften aber bis spätestens 2024 vom Markt verschwunden sein. Dafür kommt ein Elektro-Kombi auf MEB-Basis neu dazu. Ende 2022 dürfte nämlich das Serienmodell des ID Space Vizzion vorgestellt werden. Die nächste Passat-Generation B9 könnte zusammen mit dem nächsten Skoda Superb entwickelt werden. Der Skoda wird dann wohl vor allem in Osteuropa als Limousine, der Passat als Variant in Westeuropa auf Kundenfang gehen.