So sieht er also aus – der neue VW Tukan. Nachdem Volkswagen den Pick-up bereits im Mai 2026 erstmals getarnt gezeigt hatte, liefern die Wolfsburger jetzt erste offizielle Bilder des Serienmodells. Einige Designelemente erinnern dabei an aktuelle SUV von VW.
So orientieren sich die Frontscheinwerfer am Tiguan. Der darunter angebrachte große Kühlergrill sorgt aber für einen rustikalen Look. Die Lichtsignatur hinten sieht hingegen aus wie eine Mischung der Heckleuchten des T-Cross und des Amarok.

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Tatsächlich kann der Tukan als kleiner Bruder des Amarok angesehen werden, zu uns nach Deutschland kommt er jedoch nicht. Der kompakte Pick-up wird nur auf dem südamerikanischen Markt erhältlich sein.
Das Auto wird in Brasilien, genauer gesagt im Bundesstaat Paraná, produziert. Er ist der Nachfolger des Saveiro – einem kompakten Pick-up auf Basis des Polo. Dieser zählt speziell in Brasilien zu VWs Bestsellern.
VW Tukan
Am Heck des Tukan erinnern die LED-Leuchten an eine Mischung aus T-Cross und Amarok. Der Modellname steht groß unterhalb des VW-Emblems.
Bild: Volkswagen Brasilien
Der neue Tukan entsteht hingegen als erster VW dieser Klasse auf dem modernen MQB-Baukasten der Marke. Auf dieser Plattform basieren unter anderem auch Golf, Tiguan und Passat. Die Basis des Tukan bildet der T-Cross.

Erster elektrifizierter VW-Pick-up

Unter der Haube soll erstmals ein 48-Volt-Hybridsystem zum Einsatz kommen. Kombiniert wird die Technik voraussichtlich mit einem neuen 1,5-Liter-Turbobenziner. Daneben gilt auch ein kleinerer Einliter-TSI-Benziner mit bis zu 116 PS und 165 Nm Drehmoment als möglich.
Beim Fahrwerk setzt VW offenbar bewusst auf robuste Technik. Erwartet werden eine Starrachse mit Blattfedern hinten sowie weitere einfache, aber widerstandsfähige Lösungen. Auch Trommelbremsen an der Hinterachse gelten als möglich.
Stichwort "robust": Für diejenigen, die den Tukan vor allem als Nutzfahrzeug verwenden möchten, bietet VW die Modellvariante "Robust" an. Diese kommt als Zweitürer mit offener Ladefläche und Stahlfelgen.
VW Tukan Robust
Der Tukan in der Ausstattung "Robust" hat eine offene Ladefläche und nur zwei Türen. Die Stahlfelgen deuten darauf hin, dass diese Variante das Einstiegsmodell sein wird.
Bild: Volkswagen Brasilien
Außerdem wird der Tukan das erste VW-Modell in Brasilien sein, bei dem der Modellname groß auf die Heckklappe zu lesen ist. Damit soll der Pick-up eigenständiger auftreten. Benannt ist der neue VW übrigens nach der Vogelart Tukan, die hauptsächlich in den tropischen und subtropischen Regenwäldern von Mittel- und Südamerika lebt.

Moderne Assistenzsysteme an Bord

Trotz des robusten Konzepts soll der VW Tukan moderne Technik bieten. Das gezeigte Fahrzeug bei der Präsentation im Mai war bereits mit Kameras und Radarsensoren ausgestattet. Deshalb gelten Systeme wie Frontkollisionswarner, Notbremsassistent und adaptiver Tempomat als wahrscheinlich.
Ab 2027 sollen die ersten Tukan in Südamerika ausgeliefert werden. Der Hauptkonkurrent wird dann der Fiat Strada sein – das meistverkaufte Auto in Brasilien.

Kompakter Pick-up zum halben Amarok-Preis

Laut Medienberichten soll der Einstiegspreis des VW Tukan bei rund 31.000 Euro (185.850 Brasilianische Real) liegen. Ein Amarok kostet in Deutschland mindestens 63.600 Euro und damit wohl doppelt so viel wie sein kleiner Ableger aus Südamerika.