Die besten Elektro-SUV bis 60.000 Euro im Test
Vielseitig und leise: Diese E-SUV haben im AUTO BILD-Test geliefert

Elektro-SUV zu einem fairen Preis liegen voll im Trend. AUTO BILD zeigt die besten Exemplare bis 60.000 Euro im Test.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
- Jens Borkum
Das hohe Preisniveau an der Tankstelle sorgt dafür, dass E-Autos gefragt sind wie nie. Und gerade im SUV-Segment sind besonders viele vollelektrische Modelle zu haben.
Je nach Modell bieten SUV jede Menge Nutzwert, Komfort, Luxus oder auch dynamische Fahrwerte. Die beliebtesten Fahrzeuge dieser Klasse vereinen viele dieser Eigenschaften und liefern Interessenten ein ausgewogenes Gesamtpaket.

1.
Skoda
1,5
gut
Preis
43.900 EUR
PRO & KONTRA
- phänomenales Platzangebot
- Antrieb ist top
- sehr gute Assistenz
- Wärmepumpe kostet extra
- kein One-Pedal-Modus

2.
SKODA
1,6
gut
Preis
58.900 EUR
PRO & KONTRA
- präzise Lenkung
- hoher Fahrkomfort
- flotte Fahrleistungen
- kein Ein-Pedal-Fahren
- hoher Kaufpreis
- nur 2 Jahre Garantie

3.
VW
1,8
gut
Preis
55.555 EUR
PRO & KONTRA
- solide Reichweite
- komfortables Fahrwerk
- großes 12,9 Zoll Display
- als GTX kostspielig
- kurze Garantien
- Bedienung über Touch-Flächen

4.
1,8
gut
Preis
57.200 EUR
PRO & KONTRA
- gutes Platzangebot
- Fahrsicher
- komfortables Fahrwerk
- kein One-Pedal-Drive
- Touchscreen-Ergonomie
- viel Hardplastik im Innenraum

5.
Hyundai
1,8
gut
Preis
59.400 EUR
PRO & KONTRA
- viel Platz dank langem Radstand
- 800V Schnellade-Technologie
- Lange Garantien
- kleiner Frunk
- höhere Ausstattungen kostspielig
AUTO BILD zeigt in dieser Bestenliste, welche Elektro-SUV mit einem maximalen Preis von 60.000 Euro im Test besonders punkten konnten. Im Fokus stehen dabei Gesamtleistung, die Beschleunigung, die Agilität und die Sicherheit.
Für wen eignen sich Elektro-SUV am meisten?
SUV zeichnen sich durch ihre hohe Vielseitigkeit aus. Je nach Größe des gewünschten Fahrzeugs kann der Schwerpunkt auf der Fahrdynamik, der Alltagstauglichkeit oder einem maximalen Platzangebot liegen. Bei vollelektrischen Modellen kommen vergleichsweise niedrige Unterhaltskosten sowie ein sofort anliegendes, hohes Drehmoment hinzu.
Typische Zielgruppen:
- Personen, die Wert auf einen ruhigen und effizienten Antrieb legen
- Autofahrer, die eine erhöhte Sitzposition bevorzugen
- Familien mit einem oder mehreren Kindern
- Vielfahrer, die Sicherheit und hohen Komfort schätzen
Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Leasing – was passt zu wem?
Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren wollen und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind. Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, neueste Assistenzsysteme und keine Vorschäden. Das passt vor allem, wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren möchten und bereit sind, den höheren Preis und den schnellen Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen (Zustand, Historie), sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen wollen und sich nicht um Wiederverkauf kümmern möchten. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gern alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden sehr individuell verhandelt –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können Zusatzkosten entstehen.
Kurz gesagt:
- Neuwagen: maximale Sicherheit, aber teuer.
- Gebrauchtwagen: günstigster Einstieg, aber mehr Risiko.
- Leasing: planbar und bequem, aber ohne Eigentum.
Skoda Elroq 85 – der Testsieger
Der Skoda Elroq 85 hat im AUTO BILD-Test seinen Anspruch auf den Thron im Segment der Elektro-SUV unterstrichen. Der 4,49 Meter lange Elroq bietet eine tolle Mischung aus kompakten Abmessungen, einem ansprechenden Platzangebot in Cockpit und Fond und einer Menge Komfort.
Je nach Ausstattungsvariante gibt es neben dem übersichtlichen Cockpit mit dem üppigen 13-Zoll-Touchscreen noch ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Features und zahlreiche weitere Annehmlichkeiten. Im Laderaum stehen bis zu 1580 Liter zur Verfügung. Bei einem SUV dieser Größe ist das vorbildlich.

Leichte Abzüge: Im Test kommt der Skoda Elroq mit einer Batterieladung nur 323 Kilometer weit.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
In der Variante "85" ist der Elroq mit einem 210 kW starken Elektroantrieb in Kombination mit einem Batteriepaket mit einer Nettokapazität von 77 kWh ausgestattet. Dank des Heckantriebs wirkt der Elroq angenehm dynamisch und ist mit dem aufpreispflichtigen verstellbaren Fahrwerk angenehm vielseitig. Dank des hohen Fahrkomforts überzeugt der Elroq im Test auch auf der Langstrecke.
Die laut WLTP mit einer Akkuladung machbaren 581 Kilometer schafft der Skoda im Test nicht, sondern lediglich 323. Dank einer ordentlichen Leistung von 175 kW am Schnelllader ist der Akku aber in 28 Minuten wieder von 10 auf 80 Prozent geladen.
Mit einem Testwagenpreis von 52.340 Euro ist der Elroq 85 alles andere als ein Schnäppchen. Seine überzeugende Performance, die alltagstaugliche Vielseitigkeit und das stimmige Gesamtbild sorgen aber dafür, dass der Elroq die Nummer eins in dieser Liste ist.
Als reines Elektroauto ist der Skoda Elroq 85 für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)
Volvo EX40 Single Motor Extended Range Plus – das leichte Schwergewicht
Auch Volvo schickt mit dem EX40 ein schickes und vollelektrisches Kompakt-SUV ins Rennen. Der knapp 4,44 Meter lange Elektro-Schwede setzt auf eine Mischung aus hochwertigen Materialien, einem souveränen Stilbewusstsein und viel Sicherheit. Nur im Vergleich zur restlichen Volvo-Familie eben im Kleinformat.
Elektrofahrzeuge sind aufgrund des schweren Akkupakets alles andere als leicht. Daher ist es eine Erwähnung wert, dass der Volvo EX40 in der Version Single Motor Extended Range Plus trotz des bulligen Designs eine Elektro-Leichtgewicht ist und "nur" 2520 Kilogramm auf die Waage bringt. Das hilft zumindest theoretisch auch beim Verbrauch.

Unter den schicken 20-Zoll-Rädern leidet der Fahrkomfort ein wenig.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Im Test präsentierte sich der immerhin 185 kW starke Antrieb im EX40 Single Motor Extended Range Plus ein wenig zurückhaltend. Und auch der Fahrkomfort war nicht ganz so ausgeprägt wie bei der Konkurrenz, was vor allem aus der Kombination aus den großen 20-Zöllern des Testwagens sowie der fehlenden Variabilität des Fahrwerks resultiert. Dafür punktet der Volvo mit einer Anhängelast von 1500 Kilogramm.
Als reines Elektroauto ist der Volvo EX40 für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)
Hyundai Ioniq 5 – der Beschleunigungs-Sieger
Im AUTO BILD-Test demonstriert der Hyundai Ioniq 5, dass er der richtige Partner ist, wenn es mal schnell gehen muss. In der Allrad-Variante AWD mit 84-kWh-Akku sprintet der Ioniq 5 in nur 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Auch an der Ladesäule legt der Ioniq 5 ein ordentliches Tempo vor. Die 800-Volt-Technik sorgt für eine Ladeleistung von bis zu 260 kW. So braucht der Hyundai nur 18 Minuten, um das Batteriepaket von 10 auf 80 Prozent zu füllen.

Dank seiner 239 kW und des Allradantriebs beschleunigt der Ioniq 5 souverän auf Tempo 100.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Der Hyundai hat es trotz seiner Sprintstärke nicht wirklich auf die sportliche Zielgruppe abgesehen. Denn auf maximale Performance ist das Fahrwerk nicht ausgelegt. Die eher weich abgestimmten Dämpfer sorgen für eine Extraportion Komfort, die vor allem Vielfahrer anspricht. Mit seinem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis unterstreicht der Ioniq 5, dass er möglichst viele Fans von E-SUV erreichen will.
Nicht zu vergessen ist natürlich das gute Platzangebot, das man dem wuchtig aussehenden Modell von außen kaum zutraut. In der zweiten Reihe können auch großgewachsene Passagiere bequem reisen, das Ladeabteil bietet bei umgelegter Rückbank ein maximales Volumen von 1580 Litern an.
Als reines Elektroauto ist der Hyundai Ioniq 5 für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)
So testet AUTO BILD
Im Fahrzeugtest kombiniert die Redaktion harte Messwerte mit authentischen Eindrücken aus dem Alltag. Erst die Verbindung aus Zahlen und Erfahrung zeigt, wie gut ein Auto wirklich ist.
Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. In das Ergebnis fließen sowohl objektive Faktoren wie Beschleunigung, Verbrauch oder Bremsweg als auch subjektive Eindrücke ein – etwa Federungskomfort oder Bedienfreundlichkeit.
Wer am Ende ganz vorn stehen will, muss also mehr bieten als nur Tempo oder Effizienz. Entscheidend ist der beste Gesamteindruck.
Häufige Fragen zu E-SUV bis 60.000 Euro
Welches Fahrzeug zählt als SUV?
Ein Sport Utility Vehicle hat keine allgemeingültige Definition. In der Regel haben SUV ihre Wurzeln aber im Segment der Geländewagen, die für den Alltag deutlich entschärft und alltagstauglicher gemacht wurden. SUV gibt es bereits ab einer Länge von 3,70 Meter (sogenannte Micro-SUV), die größten Exemplare überschreiten auch hierzulande die Fünf-Meter-Marke.
Typische Merkmale:
- Erhöhte Sitzposition: ermöglicht angenehmen Ein- und Aussteigen
- Hohe Variabilität: vor allem bei größeren Modellen mit großem Kofferraum
- Erhöhte Bodenfreiheit: ermöglicht auch Fahrten abseits befestigter Wege
- Antriebe: große Vielfalt, optional mit Allrad
Kurz: Ein SUV ist ein vielseitiger Allrounder, der in zahlreichen Varianten erhältlich ist. Die Range reicht vom kompakten City-SUV bis zum luxuriösem Oberklasse-SUV.
Was kosten SUV mit batterieelektrischem Antrieb?
Die Preisspanne fällt je nach Marke, Ausstattung und Leistungsstufe recht breit aus. In letztere Zeit gibt es immer günstigere E-SUV, der Einstieg gelingt bereits unter 30.000 Euro. Oberklasse-SUV mit vollelektrischem Antrieb kosten je nach Ausstattung weit über 100.000 Euro. Im Schnitt sind elektrische SUV noch etwas teurer als vergleichbare Modelle mit konventionellem Antrieb.
Für wen lohnen sich Elektro-SUV?
Vollelektrische SUV lohnen sich für alle, die ein vielseitiges Auto mit viel Platz und hoher Sitzposition suchen. Elektromodelle kommen vor allem für Personen infrage, die günstig Laden können, zum Beispiel in der eigenen Garage mit Wallbox. Auch Fans von drehmomentstarken Modellen mit einem starken Antritt kommen bei Elektro-SUV voll auf ihre Kosten.
Welche Antriebe gibt es bei SUV?
SUV gibt es mit allen wichtigen Antriebsvarianten.
- Benziner: weit verbreitet, Mildhybrid-Unterstützung senkt den Verbrauch.
- Diesel: Angebot wird kleiner, bei Vielfahrern aber weiterhin gefragt – teils ebenfalls mit Mildhybrid-Technik
- Vollhybride: niedriger Verbrauch dank Elektrounterstützung, ganz ohne Ladestopps
- Plug-in-Hybrid: kurze Strecken elektrisch, auf der Langstrecke effizient unterwegs
- Elektro: zunehmend beliebt, inzwischen meist mit Reichweiten von über 400 Kilometern
Vollelektrische SUV haben in der Regel deutlich mehr Leistung als vergleichbare Verbrenner-SUV und verfügen über ein höheres Drehmoment, das zudem sofort anliegt.
Fazit
Gerade wenn die Preise an den Zapfsäulen hoch sind, spielen Elektro-SUV ihre Stärke aus. Denn dann vereinen sie Fahrkomfort, Dynamik und Praktikabilität mit deutlich niedrigeren Unterhaltskosten. Und das betrifft nicht nur das Laden. Auch bei der Wartung haben E-SUV die Nase vorn. Und wenn dann noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis dazukommt wie beim Gesamtsieger Skoda Elroq, spricht nicht mehr viel für einen Verbrenner.
Service-Links
