Das hohe Preisniveau an der Tankstelle sorgt dafür, dass E-Autos gefragt sind wie nie. Und gerade im SUV-Segment sind besonders viele vollelektrische Modelle zu haben.
Je nach Exemplar bieten SUV jede Menge Nutzwert, Komfort, Luxus oder auch dynamische Fahrwerte. Die beliebtesten Fahrzeuge dieser Klasse vereinen viele dieser Eigenschaften und liefern Interessenten ein ausgewogenes Gesamtpaket.
Peugeot E-5008 Elektromotor 210
5.
Peugeot
E-5008 Elektromotor 210
2,0
gut
Opel Grandland Electric Long Range
6.
Opel
Grandland Electric Long Range
2,1
gut
AUTO BILD zeigt in dieser Bestenliste, welche Elektro-SUV mit einem maximalen Preis von 60.000 Euro im Test besonders punkten konnten. Im Fokus stehen dabei Gesamtleistung, die Beschleunigung, die Agilität und die Sicherheit.

Für wen eignen sich Elektro-SUV am meisten?

SUV zeichnen sich durch ihre hohe Vielseitigkeit aus. Je nach Größe des gewünschten Fahrzeugs kann der Schwerpunkt auf der Fahrdynamik, der Alltagstauglichkeit oder einem maximalen Platzangebot liegen. Bei vollelektrischen Modellen kommen vergleichsweise niedrige Unterhaltskosten sowie ein sofort anliegendes, hohes Drehmoment hinzu.
Typische Zielgruppen:
  • Personen, die Wert auf einen ruhigen und effizienten Antrieb legen.
  • Autofahrer, die eine erhöhte Sitzposition bevorzugen.
  • Familien mit einem oder mehreren Kindern.
  • Vielfahrer, die Sicherheit und hohen Komfort schätzen.

Neuwagen, Gebrauchtwagen oder Leasing – was passt zu wem?

Die richtige Wahl hängt stark davon ab, wie viel Budget Sie haben, wie lange Sie das Auto fahren wollen und wie wichtig Ihnen Sicherheit und Planbarkeit sind.
Ein Neuwagen lohnt sich, wenn Sie möglichst sorgenfrei unterwegs sein wollen: volle Garantie, neueste Assistenzsysteme und keine Vorschäden. Das passt vor allem, wenn Sie das Auto mehrere Jahre fahren möchten und bereit sind, den höheren Preis und den schnellen Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Ein Gebrauchtwagen ist die beste Wahl, wenn das Budget knapp ist oder das erste Auto auch mal kleine Kratzer abbekommen darf. Für Fahranfänger ist das oft sinnvoll, weil die Einstiegskosten deutlich niedriger sind. Wichtig ist hier aber: genau hinschauen (Zustand, Historie), sonst können Reparaturen schnell teuer werden. Ideal sind häufig junge Gebrauchte mit Restgarantie.
Leasing passt, wenn Sie monatlich planen wollen und sich nicht um Wiederverkauf kümmern möchten. Sie zahlen eine feste Rate, fahren ein aktuelles Auto und geben es am Ende einfach zurück. Das lohnt sich besonders, wenn Sie gern alle paar Jahre ein neues Modell fahren. Der Haken: Das Auto gehört Ihnen nicht – Kaufoptionen werden sehr individuell verhandelt –, und bei Schäden oder Mehrkilometern können Zusatzkosten entstehen.
Kurz gesagt:
  • Neuwagen: maximale Sicherheit, aber teuer.
  • Gebrauchtwagen: günstigster Einstieg, aber mehr Risiko.
  • Leasing: planbar und bequem, aber ohne Eigentum.

Skoda Elroq 85 – der Testsieger

Der Skoda Elroq 85 hat im AUTO BILD-Test seinen Anspruch auf den Thron im Segment der Elektro-SUV unterstrichen. Der 4,49 Meter lange Elroq bietet eine tolle Mischung aus kompakten Abmessungen, einem ansprechenden Platzangebot in Cockpit und Fond und einer Menge Komfort.
Je nach Ausstattungsvariante gibt es neben dem übersichtlichen Cockpit mit dem üppigen 13-Zoll-Touchscreen noch ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Features und zahlreiche weitere Annehmlichkeiten. Im Laderaum stehen bis zu 1580 Liter zur Verfügung. Bei einem SUV dieser Größe ist das vorbildlich.
Skoda Elroq 85
Leichte Abzüge: Im Test kommt der Skoda Elroq mit einer Batterieladung nur 323 Kilometer weit.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
In der Variante "85" ist der Elroq mit einem 210 kW starken Elektroantrieb in Kombination mit einem Batteriepaket mit einer Nettokapazität von 77 kWh ausgestattet. Dank des Heckantriebs wirkt der Elroq angenehm dynamisch und ist mit dem aufpreispflichtigen verstellbaren Fahrwerk angenehm vielseitig. Dank des hohen Fahrkomforts überzeugt der Elroq im Test auch auf der Langstrecke.
Die laut WLTP mit einer Akkuladung machbaren 581 Kilometer schafft der Skoda im Test nicht, sondern lediglich 323. Dank einer ordentlichen Leistung von 175 kW am Schnelllader ist der Akku aber in 28 Minuten wieder von 10 auf 80 Prozent geladen.
Mit einem Testwagenpreis von 52.340 Euro ist der Elroq 85 alles andere als ein Schnäppchen. Seine überzeugende Performance, die alltagstaugliche Vielseitigkeit und das stimmige Gesamtbild sorgen aber dafür, dass der Elroq die Nummer eins in dieser Liste ist.

Fahrzeugempfehlung

Elroq 85 SKODA

Skoda

Elroq 85

1,5
gut
  • Pro Iconphänomenales Platzangebot
  • Pro IconAntrieb ist hervorragend
  • Contra Iconhoher Einstiegspreis
  • Contra IconWärmepumpe kostet extra

TESTNOTE

1,5
Skoda Elroq 85
Als reines Elektroauto ist der Skoda Elroq 85 für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)

Peugeot E-5008 Elektromotor 210 – die sichere Wahl

Im Test konnte der Peugeot E-5008 Elektromotor 210 nicht unbedingt in Sachen Performance punkten, dafür überzeugt er in vielen Bereichen, die im Alltag wirklich zählen. Und der fehlende Elektro-Punch sowie eine überschaubare Beschleunigung in 9,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 sind schnell vergessen, wenn dafür die gesamte Familie mitfahren kann.
Denn der Peugeot wird immer als Siebensitzer ausgeliefert und verfügt trotz des großen Platzangebots auch noch über ein ordentliches Kofferraumvolumen von 1710 Liter. So ausgestattet können sogar Großfamilien mit nur einem Fahrzeug komfortabel in den Wochenendausflug starten.
Peugeot E-5008 Dual-Elektromotor
Stattliche Erscheinung: Der Peugeot E-5008 streckt sich auf 4,79 Meter Länge.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Und bei noch einem Punkt hat das eher gemächlich-komfortable Elektro-SUV die Nase vorne. Denn mit einer Herstellergarantie von bis zu acht Jahren (oder 160.000 Kilometer) geht man beim Kauf des Franzosen auf Nummer sicher. Kombiniert mit einem Basispreis von 51.000 Euro ist der E-5008 mit dem 73-kWh-Akku also die richtige Wahl für Personen und Familien, die ihr geräumiges Elektro-Schnäppchen möglichst lange in Ruhe genießen wollen.

Fahrzeugempfehlung

Peugeot E-5008 Elektromotor 210

Peugeot

E-5008 Elektromotor 210

2,0
gut
  • Pro Iconleise und bequem
  • Pro Icongute Sitze mit AGR-Siegel
  • Contra Iconüberschaubares Temperament
  • Contra Iconwenig agil

TESTNOTE

2,0
Peugeot E-5008 Elektromotor 210
Als reines Elektroauto ist der Peugeot E-5008 für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)

Hyundai Ioniq 5 – der Beschleunigungs-Sieger

Im AUTO BILD-Test demonstriert der Hyundai Ioniq 5, dass er der richtige Partner ist, wenn es mal schnell gehen muss. In der Allrad-Variante AWD mit 84-kWh-Akku sprintet der Ioniq 5 in nur 5,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Auch an der Ladesäule legt der Ioniq 5 ein ordentliches Tempo vor. Die 800-Volt-Technik sorgt für eine Ladeleistung von bis zu 260 kW. So braucht der Hyundai nur 18 Minuten, um das Batteriepaket von 10 auf 80 Prozent zu füllen.
Hyundai Ioniq 5 AWD 84 kWh
Dank seiner 239 kW und des Allradantriebs beschleunigt der Ioniq 5 souverän auf Tempo 100.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Der Hyundai hat es trotz seiner Sprintstärke nicht wirklich auf die sportliche Zielgruppe abgesehen. Denn auf maximale Performance ist das Fahrwerk nicht ausgelegt. Die eher weich abgestimmten Dämpfer sorgen für eine Extraportion Komfort, die vor allem Vielfahrer anspricht. Mit seinem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis unterstreicht der Ioniq 5, dass er möglichst viele Fans von E-SUV erreichen will.
Nicht zu vergessen ist natürlich das gute Platzangebot. In der zweiten Reihe können auch großgewachsene Passagiere bequem reisen, das Ladeabteil bietet bei umgelegter Rückbank ein maximales Volumen von 1580 Litern an.

Fahrzeugempfehlung

IONIQ 5 77,4 kWh 4WD HYUNDAI

Hyundai

Ioniq 5 84 kWh Allradantrieb

1,8
gut
  • Pro Iconviel Platz dank langem Radstand
  • Pro Icon800V Schnellade-Technologie
  • Contra Iconkleiner Frunk
  • Contra Iconhöhere Ausstattungen kostspielig

TESTNOTE

1,8
Testnote Hyundai Ioniq 5 84 kWh Allradantrieb
Als reines Elektroauto ist der Hyundai Ioniq 5 für die Elektroauto-Kaufprämie qualifiziert, damit gibt es eine staatliche Förderung zwischen 3000 und 6000 Euro. Die genaue Förderung bemisst sich u. a. nach Haushaltseinkommen und Anzahl der Kinder im Haushalt. (Kaufprämie jetzt hier berechnen.)

So testet AUTO BILD

Im Fahrzeugtest kombiniert die Redaktion harte Messwerte mit authentischen Eindrücken aus dem Alltag. Erst die Verbindung aus Zahlen und Erfahrung zeigt, wie gut ein Auto wirklich ist.
Bewertet wird nach einem festen Schema mit sieben Hauptkategorien: Karosserie, Komfort, Antrieb, Fahrdynamik, Konnektivität, Umwelt und Kosten. In das Ergebnis fließen sowohl objektive Faktoren wie Beschleunigung, Verbrauch oder Bremsweg als auch subjektive Eindrücke ein – etwa Federungskomfort oder Bedienfreundlichkeit.
Wer am Ende ganz vorn stehen will, muss also mehr bieten als nur Tempo oder Effizienz. Entscheidend ist der beste Gesamteindruck.

Häufige Fragen zu E-SUV bis 60.000 Euro

Welches Fahrzeug zählt als SUV?

Ein Sport Utility Vehicle hat keine allgemeingültige Definition. In der Regel haben SUV ihre Wurzeln aber im Segment der Geländewagen, die für den Alltag deutlich entschärft und alltagstauglicher gemacht wurden. SUV gibt es bereits ab einer Länge von 3,70 Meter (sogenannte Micro-SUV), die größten Exemplare überschreiten auch hierzulande die Fünf-Meter-Marke.
Typische Merkmale:
  • Erhöhte Sitzposition: ermöglicht angenehmen Ein- und Aussteigen
  • Hohe Variabilität: vor allem bei größeren Modellen mit großem Kofferraum
  • Erhöhte Bodenfreiheit: ermöglicht auch Fahrten abseits befestigter Wege
  • Antriebe: große Vielfalt, optional mit Allrad
Kurz: Ein SUV ist ein vielseitiger Allrounder, der in zahlreichen Varianten erhältlich ist. Die Range reicht vom kompakten City-SUV bis zum luxuriösem Oberklasse-SUV.

Was kosten SUV mit batterieelektrischem Antrieb?

Die Preisspanne fällt je nach Marke, Ausstattung und Leistungsstufe recht breit aus. In letztere Zeit gibt es immer günstigere E-SUV, der Einstieg gelingt bereits unter 30.000 Euro. Oberklasse-SUV mit vollelektrischem Antrieb kosten je nach Ausstattung weit über 100.000 Euro. Im Schnitt sind elektrische SUV noch etwas teurer als vergleichbare Modelle mit konventionellem Antrieb.

Für wen lohnen sich Elektro-SUV?

Vollelektrische SUV lohnen sich für alle, die ein vielseitiges Auto mit viel Platz und hoher Sitzposition suchen. Elektromodelle kommen vor allem für Personen infrage, die günstig Laden können, zum Beispiel in der eigenen Garage mit Wallbox. Auch Fans von drehmomentstarken Modellen mit einem starken Antritt kommen bei Elektro-SUV voll auf ihre Kosten.

Welche Antriebe gibt es bei SUV?

SUV gibt es mit allen wichtigen Antriebsvarianten.
  • Benziner: weit verbreitet, Mildhybrid-Unterstützung senkt den Verbrauch.
  • Diesel: Angebot wird kleiner, bei Vielfahrern aber weiterhin gefragt – teils ebenfalls mit Mildhybrid-Technik
  • Vollhybride: niedriger Verbrauch dank Elektrounterstützung, ganz ohne Ladestopps
  • Plug-in-Hybrid: kurze Strecken elektrisch, auf der Langstrecke effizient unterwegs
  • Elektro: zunehmend beliebt, inzwischen meist mit Reichweiten von über 400 Kilometern
Vollelektrische SUV haben in der Regel deutlich mehr Leistung als vergleichbare Verbrenner-SUV und verfügen über ein höheres Drehmoment, das zudem sofort anliegt.

Fazit

von Jens Borkum
Gerade wenn die Preise an den Zapfsäulen hoch sind, spielen Elektro-SUV ihre Stärke aus. Denn dann vereinen sie Fahrkomfort, Dynamik und Praktikabilität mit deutlich niedrigeren Unterhaltskosten. Und das betrifft nicht nur das Laden. Auch bei der Wartung haben E-SUV die Nase vorn. Und wenn dann noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis dazukommt wie beim Gesamtsieger Skoda Elroq, spricht nicht mehr viel für einen Verbrenner.